die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Zwischen Rosen und Romantik => Thema gestartet von: charis am Oktober 28, 2014, 23:50:33

Titel: Es war...
Beitrag von: charis am Oktober 28, 2014, 23:50:33
Es war ein zarter Schmetterling,
den ich mit meinem Herzen fing,
ein schwereloser Schlag der Flügel,
der kaum die klare Luft bewegte
und doch ein stilles Beben regte,
ein Wetterleuchten auf dem Hügel,

ein erstes Glitzern auf der Wiese,
der Tropfen, dass ich überfließe,
das eine Sandkorn, das einst bliebe,
war alles was mich je berührte
und über meine Grenzen führte,  
als ich in deinen Augen sah - Die Liebe!
Titel: Re:Es war...
Beitrag von: Curd Belesos am Oktober 29, 2014, 00:51:30
Es war ein zarter Schmetterling,
der sich in meinem Herz verfing,
ein schwereloser Schlag der Flügel,
der kaum die klare Luft bewegte
und doch ein stilles Beben regte,
ein Wetterleuchten auf dem Hügel,

ein erstes Glitzern auf der Wiese,
der Tropfen, dass ich überfließe,
das eine Sandkorn, das mir bliebe,
war alles was mich je berührte
und über meine Grenzen führte, 
als ich in deinen Augen sah, die Liebe!


Moin moin charis,

mein nächtliches Gescharre in Z1-6

Es war ein zarter Schmetterling,
den ich in meinem Herzen fing,
ein schwereloser Schlag der Flügel,
der kaum die klare Luft bewegt
und doch ein stilles Beben regt,
ein Wetterleuchten auf dem Hügel,

wenn es gefällt, würde ich mich freuen.

LG
CB



Titel: Re:Es war...
Beitrag von: charis am Oktober 29, 2014, 01:18:36
Vielen Dank, lieber Curd!!! Einfach - genial! :)
Lieben Gruß
charis
Titel: Re:Es war...
Beitrag von: Aspasia am Oktober 29, 2014, 10:49:15
Schade um die erste Strophe. Weshalb der Wechsel von der Vergangenheit in die Gegenwart genial sein soll, erschließt sich mir nicht. Auch empfand ich die Beibehaltung der weiblichen Kadenzen nach den ersten beiden männlichen Kadenzen als eine zunehmende Zartheit und Weichheit der Verse, was mir bei einem Liebesgedicht durchaus passend erschien.

Die Verwendung der Gegenwart erzeugt in einem Text in der Regel ein starkes Erzähltempo. Wozu soll das in einem Gedicht, das vom Beginn und Zauber einer Liebe handelt, gut sein? Das gesamte Gedicht stand ursprünglich in der Vergangenheit, und der Titel lautet: "Es war ...".

Nun ja, Geschmackssache.

Die zweite Strophe wäre mehr wert, bemeckert zu werden. Meinen ausführlichen Kommentar, liebe Charis, habe ich dir bereits auf Poetry abgeliefert.

Liebe Grüße
Aspasia
Titel: Re:Es war...
Beitrag von: Erich Kykal am Oktober 29, 2014, 14:05:35
Hi, Charis!

Sehr gut gedichtet, nur die allerletzte Zeile hat 5 Heber, einen mehr als die anderen. Schöner obendrein: "in deinen Augen voller Liebe."

Sonst ließe sich nur ein wenig bemeckern, dass "Wiese/überfließe" leicht unsauber ist, aber das hat Ermessensspielraum...

Sehr gern gelesen! :)

LG, eKy
Titel: Re:Es war...
Beitrag von: charis am Oktober 30, 2014, 20:09:00
Liebe Ilka,
Vielen Dank fürs Lesen und Auseinandersetzen mit meinen Zeilen!
Ich hab mich schon aaO um eine "Erklärung" bemüht und habe auch hier noch
ein paar Dinge verändert (ich finde mittlerweile die weiblichen Kadenzen auch wieder schöner und
sie sind grammatikalisch wohl auch besser).
Lieben Gruß
charis
Titel: Re:Es war...
Beitrag von: charis am Oktober 30, 2014, 20:10:56
Lieber Eky,
Vielen Dank, ich freu mich sehr!  :)
Lieben Gruß
charis
Titel: Re:Es war...
Beitrag von: cyparis am November 01, 2014, 15:31:21
Jessas, charis -


bei so viel Wortkunst lasse ich auch meine eigenen marginalen Kritiküsse außen vor!
Vergleiche ich Deine Gedichten mit Gedichten in (nicht allen!) andren sogenannten Poesieforen -
welche Fülle wird uns auf der Wiese zuteil!

Genießende Grüße
von
Cyparis
Titel: Re:Es war...
Beitrag von: charis am November 02, 2014, 21:27:18


Liebe Cyparis,
Jessas!  ;D ;D ich fühle mich sehr geehrt, lieben Dank!
Ja, diese Wiese ist fruchtbar und eine ständige Herausforderung
meinen Mist zu verfeinern, damit er ihrer würdig ist  ;D
Lieben Gruß
charis