die Lyrik-Wiese

Wiesenrand => Im schönsten Wiesengrunde => Thema gestartet von: Seeräuber-Jenny am August 16, 2010, 10:43:37

Titel: Leben
Beitrag von: Seeräuber-Jenny am August 16, 2010, 10:43:37
Dieses denkwürdige Gemeinschaftswerk entstand zur blauen Stunde beim Dichtertreffen am 14. August 2010 in Zweibrücken, die letzte Strophe am nächsten Morgen.

Aufgewacht, ein neuer Blick,
wie erfüllt sich mein Geschick?
Eingeschlafen, gute Nacht,
schon hat mir das Glück gelacht.

Wozu träumen in der Nacht,
wenn auch tief betroffen?
Trommeln Teufel ihre Macht?
Gott, bin ich besoffen!

Die Gedanken, ungebunden,
sickern durch die Abendstunden
in des Dunkels Samtbehang.
Lieder, die das Leben sang,

gehen leicht von losen Lippen,
und der Herzen Käfigrippen
öffnen sich dem Lauf der Nacht,
dem wir uns so weit gemacht.

Wo wir auf der Werte Sprossen
hoch ins Firmament geschossen,
das der Seelen Wölbung schließt,
bis es sich ins Morgen gießt.

*

Später folgen die Befunde:
Morgenstund hat Gold im Munde?
Sicher ist, mein Antlitz schmerzt,
und nun hat sich’s ausgescherzt.
Titel: Re:Leben
Beitrag von: cyparis am August 30, 2010, 22:02:10
Die samtumhangnen Abendstunden
fanden sich in Seelenrunden,
warden locker, warden leicht,
weil kein Alp sie je erreicht'.

Sanken graurot ins Gefieder,
fanden sich in Daunen wieder,
suchten sich in Worten, Träumen,
in des Glases* Überschäumen  ..,*

Sanken gleich den Sternen nieder,
lösten sanft die müden Glieder,
(Mühe gabs den lieben Andern:
Das Wandern, das Wandern!)

Gaben sich dann  doch der Nacht.
Wie schnell ein Tag erwacht!





*
nur  m e i n  Glas!





Mehr ist mir dazu im Moment nicht eingefallen.
Zu Deinem schönen Gedicht, um das sich manche grüne Insulaner reißen würden.


cyparis
Titel: Re:Leben
Beitrag von: Guenter Mehlhorn am August 31, 2010, 15:49:33
Gesunde fuhren nach Zweibrücken.
Sie alle schlichen Heim auf Krücken.

Jetzt sondern sie und nicht zu knapp,
was ihren Geist verwirrt, hier ab.
Titel: Re:Leben
Beitrag von: Knacki am August 31, 2010, 16:31:04
Hallo Berliner

und trotzdem schaut der Knacki stumm
und neidvoll um sich um herum

Das Treffen war bestimmt famos
drum sind auch meine Grüße groß,

der Knacki
Titel: Re:Leben
Beitrag von: Erich Kykal am Dezember 17, 2010, 13:06:09
Hallo, Getroffene (neulich in Zweikrücken,...äh, -brücken)!

Die Gedanken, ungebunden,
sickern durch die Abendstunden
in des Dunkels Samtbehang.
Lieder, die das Leben sang,

gehen leicht von losen Lippen,
und der Herzen Käfigrippen
öffnen sich dem Lauf der Nacht,
dem wir uns so weit gemacht.

So weit ich mich erinnern kann, waren das meine Beitragszeilen zu diesem "Gesamtkunstwerk". Gott, bin ich ein Genie....(hüstel, hüstel)

Scherzende Grüße, eKy
(ohne Krücken heimgekommen!)
Titel: Re:Leben
Beitrag von: cyparis am Juli 20, 2011, 20:54:56
Man muß nicht können, man muß wollen:
Jedoch wie den schönen Zeilen gebührend zollen?


Knietief:
cyparis