die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Der Schrei des Schmetterlings => Thema gestartet von: Thomas am Dezember 20, 2014, 11:48:01
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Ein kleines Lied
Mein Lied hab ich vergraben,
versenkt ins Herz hinab
und einen treuen Raben
ich dort als Wächter hab.
Er sitzt und äugt verdrossen,
und wacht, dass nichts mehr klingt,
dass alles fest verschlossen
und nichts nach außen dringt.
Doch wenn durch niedre Bäume
die Abendsonne flieht,
dann horch: Als ob er träume,
krächzt er ein kleines Lied!
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Hi, Thomas!
Die letzte Zeile von S1 erscheint mir etwas srapaziert konstuiert - das Inversive ist nicht jedermanns Geschmack. Mir fällt auf Anhieb aber jetzt keine Alternative ein.
In S2 stören die beiden "dass" kurz hintereinander ein wenig. Ich frage mich, ob man das erste durch ein "ob" ersetzen könnte, das würde die lange Z2 auch optisch verkürzen.
S3 finde ich am schönsten, sprachlich wie inhaltlich.
Sehr gern gelesen! Wir sind eben nie 100%ig in dem, was wir wollen oder tun! ;)
LG, eKy
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Lieber Erich,
vielen Dank für deinen Kommentar. Die letzte Zeile der ersten Strophe empfinde ich eigentlich nicht als konstruiert. das "dort" soll ja betont sein. Das doppelte "dass" in der zweiten Strophe ist schwer wegzubringen, mir fällt jedenfalls nichts ein. Das von dir vorgeschlagene "ob" passt meiner Meinuing nach nicht 100%ig zu dem "wachen", was hier ja auch im Sinne von "bewachen" eine aktives Moment haben soll. Leider habe ich bisher nichts gefunden, was mir wirklich gefällt. Um so mehr freut mich dein Lob für die dritte Strophe.
Liebe Grüße
Thomas
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Lieber Thomas,
ich bin verwirrt,
habe aber die Verse sehr gern - angerührt - gelesen!
Herzlichen Gruß
von
Cyparis
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Liebe Cyparis,
herzichen Dank, das feut mich.
Liebe Grüße
Thomas
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Ganz im Duktus der Romantik und wirklich sehr, sehr schön.
LG gummibaum