die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: cyparis am Januar 06, 2015, 21:06:44
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oder:
Höhen und Tiefen
Ich bin in meines Dichters Wort versunken,
ich bin berauscht, als sei es edler Wein.
Ich trink mich satt, ich mach mich daran trunken
und sinke in die große Kunst hinein.
Ich schließe stundenlang die Augen
und lausche dieser Schönheit dankbar nach.
Ich spüre: Meine Worte können nicht mehr taugen,
weil es mir stets an dieser großen Macht gebrach.
Ich weiß sehr wohl um meine kleinen Worte.
Das schadet nicht, ich hadre nicht mit mir.
Ich hüte und begreife diese teuren Horte.
Ich sag ihm "Du", dabei gebührt ihm wohl ein "Ihr".
Er schreitet täglich durch die goldne Pforte
und gönnt mir einen Blick durch diese Himmelstür.
ad hoc
E.K gewidmet.
05.01.2015 - 20.40 h
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von Eky geglättete Fassung:
Höhen und Tiefen
Ich bin in meines Dichters Wort versunken,
ich bin berauscht, als sei es edler Wein.
Ich trink mich satt, ich mach mich daran trunken
und sinke in die große Kunst hinein.
Ich schließe oftmals stundenlang die Augen
und lausche dieser Schönheit dankbar nach.
Die eignen Worte können nicht mehr taugen,
weil es mir stets an dieser Macht gebrach.
Ich weiß sehr wohl um meine kleinen Worte.
Das schadet nicht, ich hadre nicht mit mir.
Ich hüte dankbar diese teuren Horte.
Ich sag ihm "Du" und meine doch ein "Ihr".
Er schreitet täglich durch die goldne Pforte
vergönnt mir Blicke durch die Himmelstür.
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Hi, Cypi!
Ich bin mal so unbescheiden und interpretiere das "E.K." als auf mich bezogen - bitte erschlag mich, falls ich mich irre, es wäre mir gar zu peinlich!
Auf jeden Fall danke ich - ein weiteres Mal, denn es ist ja nicht die erste - herzlich für diese wunderschöne Eloge!
Ich bin natürlich so frech und mache ein paar Vorschläge:
Höhen und Tiefen
Ich bin in meines Dichters Wort versunken,
ich bin berauscht, als sei es edler Wein.
Ich trink mich satt, ich mach mich daran trunken
und sinke in die große Kunst hinein.
Ich schließe oftmals stundenlang die Augen
und lausche dieser Schönheit dankbar nach.
Die eignen Worte können nicht mehr taugen,
weil es mir stets an dieser Macht gebrach.
Ich weiß sehr wohl um meine kleinen Worte.
Das schadet nicht, ich hadre nicht mit mir.
Ich hüte dankbar diese teuren Horte.
Ich sag ihm "Du" und meine doch ein "Ihr".
Er schreitet täglich durch die goldne Pforte,
vergönnt mir Blicke durch die Himmelstür.
So stimmt der Takt, und keine Zeile hat zu viele oder zu wenige Heber.
Sehr gern gelesen - und mich rechtschaffen geschmeichelt gefühlt! Aber ich kann nur wiederholen: Bau das Podest nicht zu hoch - alles in allem geht es NUR um Worte ...
Der Rest von mir ist alles andere als anbetungswürdig, da sei versichert! ;D
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Lieber Erich -
wir wiederholen uns.
Ich bin so keck und behaupte, daß ich mich an Deinen Gedichten berausche, nicht an Deiner "Wenigkeit". ;)
Ich stelle Deine Fassung unter die meine, obwohl ich nicht mit jeder Modifikation so ganz übereinstimme.
Aber wenn zu bedenken ist, daß mein Text sozusagen aus der Ader floß -
dafür ist er ja nicht allzu übel.
Ich könnte auch anderen großen Dichtern auf der wiese elogen schreiben (hab ich das nicht? auch?), aber Du bist, wie Du weißt, für mich der Brennpunkt, will sagen, Deine Gedichte sind es.
Das Piedestal wurde Deinen Gedichten errichtet. ;) :)
Dem Goldenen Schnitt zumal.
Lieben Nachtgruß
von
Cyparis
PS
Das Gedicht hat noch einen anderen Hintergrund. Den zeige ich Dir via PN.
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Der Rest von mir ist alles andere als anbetungswürdig, da sei versichert! ;D
Das dachte Cyrano auch und lag damit völlig falsch. Seine Roxanne wusste dagegen, dass sich in großer Lyrik eine edle Seele verbirgt (zumindest war das ihr Ideal), und diese Seele hielt der unglückliche Cyrano vor ihr verborgen.
Es ist keine Schande, sich über Anerkennung und Komplimente zu freuen, lieber Erich, erst recht nicht, wenn sie verdient sind. Schließlich tust Du etwas dafür.
Schöne Hommage.
LG
Aspasia
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Hi, Cypi!
Mit der "Anbetung" bloß meiner Werke kann ich leben, obwohl ich selbst sie als beispeilsweise mit jenen von Rilke nicht als ebenbürtig betrachte. ;)
Hi, Aspasia!
Zitat aus Goethe's Faust, Der Tragödie erster Teil:
(Nach Famulus Wagner's Worten:
"Welch ein Gefühl musst du, o großer Mann,
bei der Verehrung dieser Menge haben!
O glücklich, wer von seinen Gaben
solch einen Vorteil ziehen kann! .... ")
Faust:
"Der Menge Beifall tönet mir wie Hohn.
O könntest du in meinem Innern lesen,
wie wenig Vater oder Sohn
solch eines Ruhmes wert gewesen!"
LG, eKy
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"Wer nur nach Golde strebt,
der wird es nimmermehr gewinnen!"
"Es lebt die wahre Kunst nicht vom Gewinst."
Derlei findet sich zu Tausenden.
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Hallo,
das Gedicht ist sehr schön, cyparis, und von diesem E. K. habe ich auch nur Vorbildliches gelesen.
LG gummibaum
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Jetzt aber Schluss mit der Bauchpinselei - ich werde schon ganz rot!!!
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Lieber gummibaum - wirst du zum Frechling?
und von diesem E. K. habe ich auch nur Vorbildliches gelesen.
Ei, das ist ja regelrecht despektierlich! ;)
Danke fürs Lob!
Cyparis
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Liebe Cyparis,
ohne das ich frech werden möchte, aber ich sehe es genauso wie Gummibaum.
Einen großes Lob und Dank dem Rausche. ;)
Einen lieben Nachtgruß,
Letreo
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Auch Dir, liebe Letreo, ein herzlichen Nachtgruß!
Cyparis
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Ach liebe Cyparis,
recht hast du, er hat es verdient.
Einen anerkennenden Gruß von Curd
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Hab herzlichen Dank, lieber Curd!
Grüße aus Südwest
von
Cyparis
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Zur Ergetzung des Gemütes
Fürwahr, du olle Mühlenviertel-Majestät,
wir hatten angenehme Kämpfe dann und wann.
Wo nun der Blutrausch von Gestörten sich ergeht,
mag ich nicht hoffen, ob man dich erreichen kann.
Ich bin ja halbwegs mit den Geisterlein im Bund,
da kann ich sagen, tut es auch entsetzlich weh:
vielleicht find ich zurück zu diesem Jahresrund
in einem kleinen Haus an einem stillen See.
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Hi Martin!
Hab Dank für den schönen lyrischen Beitrag, obwohl dies ja Cyparis' Faden ist und keiner von meinen.
Was mit dem "Blutrausch der Gestörten" gemeint sein könnte, vermag ich nicht zu deuten, und was die "Rückkehr zum Jahresrund in einem kleinen Haus an einem stillen See" damit zu tun hat, dass wir "angenehme Kämpfe" führten, erschließt sich mir auch nicht.
Diese Kämpfe und worum es darin ging, habe ich lang vergessen - ich merke mir derlei nicht lang, bzw. vergesse, mit wem ich sie überhaupt hatte - oder weswegen. Hattest du damals denselben Nick?
Zudem muss ich den Titel "Majestät" zurückweisen - er steht mir keinesfalls zu. Sollte es ironisch gemeint sein: Ist mein allgemeines Betragen wirklich so "royal", so abgehoben und arrogant, dass man versucht ist, mich so zu nennen? Ich verbinde mit solchen Titulierungen nämlich eher negative charakterliche Aspekte ...
LG, eKy
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Das war unser Dreier damals - zur Auflockerung nochmals aufgetischt.
"Das Sonett hat noch einen andern Hintergrund......" - komm schon, daran musst du dich erinnern!
Eine Hymne an dich zu schreiben, mit der gleichzeitig meine Anbetung abgemildert werden soll - Möönschenskinder.....
Die redliche Sturmbraut Lady Anneliese, die dich, den biederen Apoll, über den grünen Klee lobt......
Ich weiß noch gut, wie ich betrübt und schweigsam durch den Neujahrsschnee spazierte.
Nimm nur einmal das Wort: "was und wie viel sie mir bedeuten, kannst du nicht wissen."
Bei allem Respekt: s gibt schönere Lobesworte.....
Den Blutrausch von Gestörten - leere Idioten, 100fach Psyche, 100fach Perverser Martin -
versuche ich euch klarzumachen, aber es geht im entsprechenden Faden ja drunter und drüber.
So erbitte ich noch ein wenig Zeit.
Seit jenem Jahr ungefähr kam gewisses Unheil und es wäre schön, wenn sich Kämpfe wieder auf Wahrheitssuche und Sprache beschränken würden.
Abgehobenheit erwirkt höchstens die Austauschschwierigkeit in letzter Zeit - herrje, lass doch die Dampfwalze der Sachlichkeit einmal bei Seite.
Das Häuslein in stiller Natur bleibt weiterhin mein seliger Traum.
Sibirien bekommt ja manche Worte: und das schafft eine zauberhafte Pforte.
Bis dann
M.