die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Zwischen Rosen und Romantik => Thema gestartet von: gummibaum am M?RZ 29, 2015, 14:53:55

Titel: Für Teresa
Beitrag von: gummibaum am M?RZ 29, 2015, 14:53:55
Es ist doch immer wieder zauberhaft
wie deine Stimme mich befreit,
mit welcher Einfachheit und stillen Kraft
sie meinen Zweifel, meinen Zorn, zerstreut.

Ich weiß nicht, was mir traumhaft widerfährt,
wenn sie das Sterbende berührt,
mir Flügel wieder gibt, mich fliegen lehrt -
ich habe nie Vergleichbares gespürt.

(Aus dem Fundus)
Titel: Re:Für Teresa
Beitrag von: charis am M?RZ 29, 2015, 18:57:49
Was für eine schöne und schnörkellose Liebeserkläung!

Sehr gerne gelesen!
Lieben Gruß
charis

zerstreut
Titel: Re:Für Teresa
Beitrag von: Erich Kykal am M?RZ 29, 2015, 19:36:10
Hi, Gum!

Interessant, dass jede 2. Zeile um einen Heber kürzer ist. Ist das eine spezielle Form, oder gefiel es dir bloß so?

Sehr gern gelesen! :)

LG, eKy
Titel: Re:Für Teresa
Beitrag von: gummibaum am M?RZ 29, 2015, 21:36:24
Das ist eines der Gedichte, die ich unter starker innere Bewegung geschrieben habe. Die regelmäßige Unregelmäßigkeit, mit der ich ohnehin experimentierte, ergab sich daraus.

Danke, charis und Erich.

LG gummbaum
Titel: Re:Für Teresa
Beitrag von: Erich Kykal am M?RZ 29, 2015, 22:38:35
Den Tippfehler, auf den Cypi dich aufmerksam gemacht hat, hast du nicht korrigiert - darf ich annehmen, ihr dezenter Hinweis ging an dir vorüber??? ;) :D
Titel: Re:Für Teresa
Beitrag von: gummibaum am M?RZ 29, 2015, 23:39:24
Huch, ja, danke.
Titel: Re:Für Teresa
Beitrag von: cyparis am M?RZ 30, 2015, 11:56:03
Lieber gummibaum,

gerade die "regelmäßige Unregelmäßigkeit" gefällt mir an Deinem traumhaft schönen Liebesgedicht besonders gut!


Lieben Gruß
von
Cyparis
Titel: Re: Für Teresa
Beitrag von: Curd Belesos am April 16, 2015, 12:47:45
moin moin gummibaum,

aus meinem Gefühl heraus für das, was mir der Lebensherbst  vor dem Winter schenkte, würde ich die Wortstellung in S2/Z3 wie nachstehend aufgeführt, umstellen. Man glaubt der Herbst wäre vorbei und es geht dem Winter, dem Sterben zu, doch diese zarte Stimme, diese liebevolle Berührung verleiht einem wieder Flügel, und das Fliegen ist schöner als im Frühling.

wenn sie das Sterbende berührt,
mir wieder Flügel gibt, mich fliegen lehrt -
ich habe nie Vergleichbares gespürt.

Aber egal wie man es liest, es ist das was man im Herbst an Liebe spürt.

Sehr gut beschrieben und angenehm zu lesen.

Eine anerkennenden Gruß
von Curd