die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Zwischen Rosen und Romantik => Thema gestartet von: Meishere am April 27, 2015, 22:21:32

Titel: Goldene Feder
Beitrag von: Meishere am April 27, 2015, 22:21:32
Ich schrieb für dich mit goldner Feder,
zur Tinte wurd mein wallend Blut,
geschmiedet und doch weich wie Leder,
im sanften Feuer meiner Glut.

So war ich selbst des Glückes Schmiede,
doch Schmied, das war fürwahr nicht ich,
denn was mich trieb zum Minneliede,
das trieb genauso wohl auch dich.

Und so war es das Federgolden,
geführt von unsichtbarer Hand,
es machte dich zu meiner Holden
und wob uns dieses lieblich Band.
Titel: Re: Goldene Feder
Beitrag von: Erich Kykal am April 28, 2015, 00:13:42
Hi, Mei!

Schönes Gedicht!

Zwei Sachen:

S2Z2 - "fürwahr" schreibt man zusammen, soweit ich weiß.

S3Z1 - Was ist mit "Federgolden" gemeint? Das "-en" am Ende weist auf einen Fabrikationsprozess dieses Namens hin, ansonsten sollte es "Federgold" heißen. Leider wird nicht näher darauf eingegangen. so erkennt man nicht, ob es ein Wortfehler oder eine Schmiedetechnik ist.

M.E. ein Wortfehler, den "etwas zu golden" - das gibt es nicht als Bezeichnung. Es müsste "(Gold)federschmieden" heißen.


Sehr gern gelesen! :)

LG, eKy
Titel: Re: Goldene Feder
Beitrag von: Meishere am April 28, 2015, 07:46:24
Hi eKy,

es freut mich, dass es dir gefällt :)
Was fas 'fürwahr' angeht, da kannst du durchaus recht haben. Das werd ich mal verbessern.

'Federgolden' ist kein wirklicher Wortfehler.
Es ist so wie 'das Blütenweiß' oder 'das Blutrot' zu verstehen. Richtiger wäre eventuell 'Federgoldene', aber ich denke, dass es hier auch so geht. :)

Liebe Grüße,
Meishere
Titel: Re: Goldene Feder
Beitrag von: Curd Belesos am April 28, 2015, 23:26:31
hm.............
Titel: Re: Goldene Feder
Beitrag von: Meishere am April 29, 2015, 09:25:45
hm.............

Mhm..........
:P

Ich bin mir sicher, die Ausführungen sind in deinem Kopf deutlich nachvollziehbarer gewesen  ;D

LG,
Meishere
Titel: Re: Goldene Feder
Beitrag von: cyparis am April 29, 2015, 09:26:23
Lieber Meishere,

mir gefallen Titel und Gedicht außerordentlich gut.
An dem "monierten" Wort habe ich überhaupt nichts auszusetzen.
(fürwahr ist korrekt.)
Ich hätte lediglich die holden sunstantiviert zur Holden.

Ein schönes Liebesgedicht, in dem wirklich Federleichtes der Feder entfloß!

Lieben Gruß
von
Cyparis
Titel: Re: Goldene Feder
Beitrag von: Meishere am April 29, 2015, 17:42:09
Liebe Cyparis,
danke für deinen lieben Komentar :)
An der Stelle ("holden") habe ich hin und her überlegt, ob ich es zu einem Substantiv mache oder nicht.
Irgendwie gefiel mir "die Holde" nicht so gut  ??? :o
Lieber wäre mir 'meine holde Dame' o.ä. gewesen, nur dass es nicht hineinpasste :p

Konsistenter wäre aber das Substantiv!
Ich denke jetzt, ich werde es ändern :D

LG,
Meishere
Titel: Re: Goldene Feder
Beitrag von: Curd Belesos am April 30, 2015, 00:20:35
Ich bin mir sicher, die Ausführungen sind in deinem Kopf deutlich nachvollziehbarer gewesen

hm...........köstlich  ;)

LG
CB
Titel: Re: Goldene Feder
Beitrag von: Meishere am April 30, 2015, 19:32:20
hm...........köstlich  ;)

Ahhh...... verstehe! ;)

Schön, dass es dir schmeckt  ;D

LG,
Meishere
Titel: Re: Goldene Feder
Beitrag von: wolfmozart am Mai 02, 2015, 14:59:58
Ein sehr ansprechendes Liebes-Poem im klassischen Stil.

Trifft man heutzutage unter dem vielen alternativen und experimentellen Werken schon selten an.

Mir gefällts.

Lieben Gruß wolfmozart
Titel: Re: Goldene Feder
Beitrag von: Meishere am Mai 02, 2015, 20:00:15
Ich danke dir, Wolfmozart :)

Es hat wohl seine Gründe, warum man soetwas seltener findet (wenn Sprache/Form des Textes und die Vorstellung der Leserschaft zu sehr divergieren, dann fehlt natürlich das Interesse beim Leser :P). Aber gerade das macht den Reiz aus, trotzdem auch mal sowas "auf den Markt zu werfen". Im Grunde wird ja das klassische zum Alternativen sobald das Alternative zum Standard geworden ist  ::) ;D

Schön, dass es dir gefällt :)

LG,
Meishere
Titel: Re: Goldene Feder
Beitrag von: charis am Mai 03, 2015, 18:41:37
Ich habe dieses "altmodischen" Minnesang auch gerne gelesen!
Sehr erfrischend!
Lieben Gruß
charis