die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Zwischen Rosen und Romantik => Thema gestartet von: Curd Belesos am Mai 19, 2015, 00:32:05
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Du bist mir Sehnsucht, aber auch Erfüllung,
erscheinst du mir doch jede Nacht im Traum
und trittst hervor ganz leis durch Zeit und Raum,
so paradiesisch schön ohne Verhüllung.
Ich spüre deine Aura, deine Nähe,
stehst du bei mir an meines Bettes Rand,
und ich ergreife zitternd deine Hand,
weil ich die Schönheit deines Leibes sehe.
Ein Duft von Flieder weht herein vom Garten
für uns in dieser milden Frühlingsnacht,
in der mein Herz so gern dem deinen lauscht,
als könne es die Zeit nicht mehr erwarten,
in der von deiner Liebe Lust berauscht,
es um den greisen Winterschlaf gebracht.
© Curd Belesos
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Hi, Curd!
Müsste es - gemäß der aktuellen Jahreszeit - nicht "Liebe NACH dem Winter" heißen??? ;) ;D Zudem findet im Gedicht ein "Duft von Flieder" Erwähnung, und man ist "aus dem Winterschlaf erwacht" - dieser Titel PASST also inhaltlich nicht zum Text!
Die Peanuts:
Du bist mir Sehnsucht, aber auch Erfüllung,
erscheinst du mir doch jede Nacht im Traum, Kein Komma.
und trittst hervor ganz leis durch Zeit und Raum
ganz ohne Schleier bar jeder Verhüllung. Bei unbetontem Auftakt Hebungsprall "bar/jeder", ansonsten "jeder" unnatürlich betont. Betonter Auftakt wäre falsch. Altern.: (Komma am Ende der Vorzeile) "entledigt aller schleierenden Verhüllung."
Ich spüre deine Aura, deine Nähe,
stehst du bei mir an meines Bettes Rand Komma.
und ich ergreife zitternd deine Hand,
weil ich die Schönheit deines Leibes sehe. Leerstelle zuviel vor "sehe".
Ein Duft von Flieder weht herein vom Garten Leerstelle zuviel vor "herein".
für uns in dieser milden Frühlingsnacht,
in der mein Herz gern deinem Munde lauscht, Hebungsprall "Herz/gern" Altern.: "in dem mein Herz so gern nach deinem lauscht,"
als könne es die Liebe nicht erwarten,
weil aus dem tiefen Winterschlaf erwacht, Kein Komma - oder deren zwo, nämlich dann auch nach "weil".
es sich an deiner Worte Klang berauscht. Das "es sich" ist klanglich nicht so schön, nicht zuletzt wegen des "s"-Pralls.
Ein schönes Sonett! Sehr gern gelesen! :)
LG, eKy
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moin moin Erich,
es ist mein Titel, für die Liebe, die dem LI im Seniorenalter zuteil wird.
Abgefunden mit der Tatsache, dass der goldene Herbst des Lebens vorbei ist und der Winter des Greisenalters seinen Anfang gefunden hat, gelingt es der Geliebten doch, ihm mit ihrer zärtlichen Art den Frühling zurück zu bringen, mit später, aber nicht minder tief gefühlter, berauschender Lust.
EBEN: Eine Liebe vor dem Winter 8)
An den Peanuts wird gearbeitet.
Einen dankenden Gruß sendet
CB
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An den Peanuts wird gearbeitet.
habe daran gearbeitet...........und ???
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Hi Curd!
Gern!
Du bist mir Sehnsucht, aber auch Erfüllung,
erscheinst du mir doch jede Nacht im Traum
und trittst hervor ganz leis durch Zeit und Raum,
so paradiesisch schön ohne Verhüllung. "ohne" muss hier unnatürlich betont werden, um reinzupassen, andernfalls gibt es einen Hebungsprall. Altern.: (ohne Komma am Ende der Vorzeile) "wie aus darin verborgener Verhüllung." - oder so ...
Ich spüre deine Aura, deine Nähe,
stehst du bei mir an meines Bettes Rand,
und ich ergreife zitternd deine Hand,
weil ich die Schönheit deines Leibes sehe.
Ein Duft von Flieder weht herein vom Garten
für uns in dieser milden Frühlingsnacht,
in der mein Herz so gern dem deinen lauscht,
als könne es die Zeit nicht mehr erwarten,
in der von deiner Liebe Lust berauscht, Komma nach "der", dort beginnt ein attributiver Einschub.
es um den greisen Winterschlaf gebracht. Unvollständiger Satz: "in der ... es um ... gebracht" Hier fehlt eindeutig das Hilfszeitwort! Altern.: "dir zufliegt, ewig treu von dir bewacht" oder "von deinem dort umarmt wird und bewacht."
Sehr gern nochmals gelesen! :)
LG, eKy
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Lieber Curd,
ein sehr zärtliches Sonett, beinahe überbordend von sinnlicher Lust.
Niemand mag sie den Älteren oder alten verwehren!
Chaplin zeugte noch mit achtzig Jahren ein Kind...
Lieben Gruß
von
Cyparis
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Liebe Cyparis,
das Können mag einem genommen werden, doch der Wunsch bleibt ::)
Einen verträumten Gruß
von Curd :-*
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Sehr ansprechendes Gedicht Curd.
Und wohl auch authentisch, das fasziniert um so mehr.
LG wolfmozart