die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Mit Löwenzahn und Lebensfreude => Thema gestartet von: Fridolin am Juni 19, 2015, 12:30:40
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Angelika singt Psalmen in der Küche
und spielt beim Wandern über Almen Psalter.
Ihr Gatte wähnt schon Kalmen in der Psyche,
jedoch sie lacht: »O, sing auch Psalmen, Alter!«
Sie schmettert Psalmen aus der alten Bibel,
ihr Gatte pflanzt im Garten Früh-Steckzwiebeln,
Er schimpft: »Ihr gleicht doch dem geballten Übel!«
und stapft davon in seinen Allzweck-Stiebeln.
Schon wieder lassen ihn die Lieder beben,
dass er sich rächt mit Schalmen an den Psaltern.
Er möcht (als Förster) eins nur: bieder leben
und dreht bei ihren Psalmen an den Schaltern.
Nun spielt sie mit den Schachtelhalmen Psalter.
Der Gatte hängt sich auf am Psalmenhalter.
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Lieber Fridolin,
wenn mein Tag so gekonnt geschüttelt eird, ist er gerettet!
Sämtliche Daumen hoch
und dazu ein
Chapeau!
von
Cyparis
mit lieben Grüßen...... :)
Was sind Schalmen? Schalmeien>?
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Hi, Fridolin!
Ja, wenn die Almen vor lauter Psalmen qualmen ... ;D
S1Z4 beginnt betont. Da würde ich schreiben: "jedoch sie lacht:", denn da ist eindeutig die 2. Silbe betont.
S2Z3 ist zumindest indifferent auftaktig, kann so oder so interpretiert werden. Klar zweitsilbig betont wäre: "und schimpft: "Die Weiber sind geballtes Übel!""
S3Z1 beginnt betont. Altern.: "Bei Könid Davids Liedern kann er beben,"
Sehr gern - im biblischen Sinne (siehe: Mord und Totschlag!) - gelesen! ;D
LG, eKy
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Hi!
Der Gesang von Psalmen hat in der Kirche (besonders der katholischen) eine jahrhundertelange Tradition (Gregorianik) und bis in die heutige Zeit sind die Psalmen von vielen Komponisten vertont worden. Ich pflege diesen Gesang seit meiner Kindheit und teste, wenn wir auf Wanderungen oder Exkursionen in eine Kirche kommen mit gregorianischem Gesang deren Akustik. Ihr werdet das als eingefleischte Atheisten ja kaum verstehen, aber Gregorianische Gesänge sind für Sänger sehr gut zur Stimmbildung geeignet. Kürzlich las ich von einer Konzertsängerin, dass selbst sie Psalmen singt, sogar in der Küche. So kam mein Schüttelspaß zustande.
Im Text kommen zwei Ausdrücke vor Kalmen und Schalmen, die der Erklärung bedürfen. Ich habe dazu im Netz folgendes gefunden:
Unter Kalmen (Windstillen, von franz. calme = Flaute, Stille) versteht man die nahezu windstillen Gebiete im Bereich des Äquators, insbesondere im Bereich zwischen dem zehnten südlichen und dem zehnten nördlichen Breitengrad, in der sog. innertropischen Konvergenzzone. Dort treffen die beständig wehenden nordöstlichen Passatwinde der Nordhalbkugel und die südöstlichen Passatwinde der Südhalbkugel aufeinander. Die sich erwärmende Luft steigt unter Bildung großer Wolkenformationen bis in die Höhe der Tropopause auf und divergiert dort in nordöstlicher und südöstlicher Richtung, wodurch am Boden eine meist windstille Zone entsteht. Diese divergierenden Strömungen nennt man in Anlehnung an die Passatwinde auch Antipassate.
Schalmen, verb. reg. act. welches gleichfalls nur in einigen Gegenden gehöret wird, die Schale oder Rinde abhauen. Einen Baum schalmen, ihn durch Abhauung eines Stückes der Rinde oder äußern Schale zeichnen, in welcher Bedeutung auch abschalmen und anschalmen gebraucht werden. Da man in den Wäldern die Gränzen gewisser Bezirke auf solche Art zu bezeichnen pflegt, so wird schalmen, besonders im Forstwesen, zuweilen auch überhaupt für zeichnen, absondern, abtheilen gebraucht. So auch die Schalmung.
Anm. Es ist von dem Nieders. schälken, hauen, schlagen, nur im Endlaute verschieden, und vermittelst der Endsylbe -men, entweder von Schale und schälen gebildet, oder stammet auch unmittelbar von schalen ab, den mit dem Hauen verbundenen Schall zu bezeichnen. Im mittlern Lateine ist Eschalmamentus der obere Theil eines Baumes, wo er anfängt, sich in Äste zu schalmen oder zu theilen.
Erich, die von dir kritisierten Stellen habe ich geändert, deine Anregungen konnte ich nicht wörtlich übernehmen, da so keine Schüttelreime zustande kommen.
Vielen Dank euch beiden und liebe Grüße
Fridolin
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Lieber Fridolin,
herzlichen Dank für die ausführlichen Erklärungen.
Die Kalmen kannte ich bereits als Kind (Arthur Gordon Pym u.a.),
mit den Schelmen hast Du meinen Wortschatz sehr bereichert!
Lieben Gruß
von
Cyparis
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Hallo cyparis,
du meinst Schalmen, schriebst aber Schelmen. Die passen aber auch zu mir, heiße ich ja wirklich nicht Fridolin, sondern Friedhelm. Friedschelm nannte mich meine Tante Käthe, als ich ihr mal schrieb:
Wie wär's, wenn mir die Tante Käthe,
was auf die hohe Kante täte?
LG Fridolin
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Tippfehler, lieber Fridolin, Tippfehler!
Du Schelm! :) ;)
Ganz lieben Gruß
von
Cyparis
Leider keine Tante Käthe.....
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moin moin Fridolin,
Friedschelm nannte mich meine Tante
Du bist für mich der größte Schüttler Schelm ;D
LG
CB
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Stimmt - keiner schüttelt so wie Friedhelm!
Stumme Verneigung. ;)
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Hallo Fridolin,
ich dachte so bei mir, sei so nett und nicht auf Engisch
deinen schüttler habe ich gerne und schnunzelnd gescannt.
Ganz lieben Gruß
Phoenix