die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: gummibaum am Juni 27, 2015, 21:41:57
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Die Gartenwege säumen hohe Hecken.
Der Buchs, beschnitten und in Form gefasst,
gibt streng, der Etikette angepasst,
ein Vorbild, freies Wachsen zu verstecken.
Doch in den Winkeln ferner den Fassaden
erscheint er zwischen Brunnen nicht so steif
als Korkenzieher, grüner Blätterreif,
um zu galanten Spielen einzuladen.
Hier horcht er, wenn es dunkelt, nach der Laube,
ob nicht der Herzog einer Baroness
das Schnürkorsett, des Leibes Daumenschraube,
empfindsam lockert oder die Maitress‘
den König selbst wie eine sanfte Taube
zum Gurren bringt nach seinem Ehestress.
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Hi, Gum!
Ob zuletzt "nach dem Regierungsstress" nicht wahrscheinlicher wäre?
Na, eigentlich gehüpft wie gesprungen! ;D
Sehr gern gelesen! :)
LG, eKy
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Ja, das ist gehüpft wie gesprungen.
Danke, Erich.
LG g
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Lieber gummibaum,
nicht lieber erleichternd oder befreiend statt empfindsam?
In Mutters Garten steht ein herrlicher Buchsbaum, bestimmt an die drei Meter hoch, frei wachsend und selbst schon eine halbe Laube.
Lieben Sonntagsgruß
von
Cyparis
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Hallo, cyparis,
ich ging hier ein bisschen historisch durch den Garten. Vom Rationalismus des Barock zur Empfindsamkeit des Rokoko.
War früher öfter im Garten von Herrenhausen (Hannover), dessen Fontänen an manchen Sommerabenden beleuchtet sind. Es gibt auch eine Freilichtbühne, wo ich Molieres Komödien sah.
LG gummibaum
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Lieber Gummibaum,
Da wäre mir doch fast dieses flockigleichte, amourösironische Baumgedicht entgangen! :)
Ganz toll gesungen!
Lieben Gruß
charis
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Gut, daß das Gedicht noch einmal an den Horizont kam! :)