die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: gummibaum am August 19, 2015, 11:01:36
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Schreckensbilder, Traumgesichte
sah die Tochter, und sie bat:
Vater, fahre nicht, verzichte,
höre meinen guten Rat!
Seine Gier war nicht zu lindern,
er brach auf und drohte ihr:
Deine Hochzeit will ich hindern
für den Rat, das schwör ich dir!
Herodot verschweigt mit Schauern,
wie man ihn zu Tod gequält.
Nur der Insel alte Mauern
haben es mir nachts erzählt…
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Hi, Gum!
Schiller wäre stolz auf diese historische Kurzfassung! ;) Aber hatte nicht der ägyptische König Amasis ihm dieses Ende prophezeit?
Sehr gern gelesen! :)
LG, eKy
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dann warst du wohl vor ort und hast es dir in gedanken ausgemalt? :o
tja, die griechischen sagen geben echomäßig wieder, was wohl schon immer teil des menschenlebens war:
glauben unds dafürhalten, eigensinn, kampf, sieg und niederlage.
geschichte im stenogrammstill - ist dir gut gelungen.
lg, larin
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Ja, wirklich, gummibaum -
gut gelungen!
Der Beweis, daß Götter auch nur Menschen sind:
Voller Neid, Mißgunst und Rachegefühle. ;)
LG
von
Cyparis
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Ja, Erich, Schiller hatte weit mehr zu erzählen, und Polykrates hat die Warnung des Amasis natürlich (trotz Schillers Widerholung! ;D) überhört.
Ja, a.c.larin, ich war vor vielen Jahren auf Samos, habe den zerfallenen Zyklopenmauern zugehört und aufs türkische Ufer hinübergeschaut, wo sein Kreuz stand.
Ja, cyparis, die Götter sind besonders neidisch, missgünstig und rachsüchtig. Und dazu ungestraft, solange kein neues solches Geschlecht unentdeckt heranwächst.
Danke euch dreien!
LG gummibaum