die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Erich Kykal am August 31, 2015, 17:05:31
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Es war ein Freund, der gab sich immer offen,
fand nie ein ehrliches, erklärtes Wort.
Er schwieg zu allen Dingen immerfort,
die ihn gestört, als würde er noch hoffen,
dass andere Gedanken lesen würden
und wüssten um den Tort, der ihn befiel.
Doch endlich wurde es für ihn zuviel:
Er strampelte sich frei von allen Bürden,
indem er jenem schrieb, was ihn verletze,
und sagte jäh sich von dem Menschen los,
der bislang dachte, dass sein Freund ihn schätze.
So fallen alle Fäden nackt und bloß,
zerrissen und gekränkt aus kalten Händen.
Auch so lässt sich ein Lebensteil beenden.
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Vorerst:
S3V2 -
und sagte jäh sich von dem Menschen los,
hitzemüden Gruß und bis später!
Cypi
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Es war ein Freund, der gab sich immer offen,
fand nie ein ehrliches, erklärtes Wort.
Er schwieg zu allen Dingen immerfort,
die ihn gekränkt, als würde er noch hoffen,
dass andere Gedanken lesen würden
und wüssten um den Tort, der ihn befiel.
Doch endlich wurde es für ihn zuviel:
Er strampelte sich frei von allen Bürden,
indem er jenem schrieb, was ihn verletze,
und sagte jäh von dem Menschen los,
der bislang dachte, dass sein Freund ihn schätze.
So fallen alle Fäden nackt und bloß,
zerrissen und gekränkt aus kalten Händen.
Auch so lässt sich ein Lebensteil beenden.
Mir gefällt das Gedicht sehr gut. Aber ich komme schwer damit zurecht, dass nachdem endlich alles ausgesprochen ist, alle Fäden zerrissen sein sollten - es müsste eigentlich ein Neubeginn sein...aber was verstehe ich als Frau schon von Männer"freundschaften"...vielleicht spielen wir Frauen dieses Spiel einfach nur "auf immer" unaufrichtig weiter...erinnert mich an eine alte Freundin, mit der ich vielleicht auch einmal ein offenes Gespräch führen sollte, anstatt ihr auszuweichen.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Konjuktiv in S3V1+3 ausreichend richtig ist - gehört da nicht eher Konj II hin?
Lieben Gruß
charis
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Hi, Cypi!
Vielen Dank für den Hinweis. Ich hatte die Zeile umgeschrieben und dieses Detail wohl übersehen.
Auch Hi, Charis!
Ich habe heute von gänzlich unerwarteter Seite einen so offen grausamen oder grausam offenen seelischen Hieb erhalten, dass ich überrascht und besorgt war, wie sehr mich dies geistig wie körperlich mitgenommen hat.
Die betreffende Person muss sich sehr durch mich verletzt oder verraten gefühlt haben, um einen so vernichtenden Schlag auszuteilen, mittels dem sie obendrein jegliche Beziehung zwischen uns für beendet erklärte. Oder sie war so überzeugt von ihrer Meinung über mich, dass sie dachte, diese Art der Mitteilung könnte mich ohnehin gar nicht wirklich berühren - was mich nur noch nachhaltiger erschreckt.
Nun, was es auch war, das ich gefehlt habe, es geschah ohne Hintergedanken oder böse Absicht meinerseits - ja sogar ohne Wissen darum. Gerade das aber scheint mich in den Augen dieser Person nachhaltig disqualifiziert zu haben, sodass es zu dieser - im Gegensatz zu meinen menschlichen Verfehlungen - offensichtlich voll beabsichtigten schriftlichen Ohrfeige kam. Es verhält sich wohl so, dass diese Person mich einfach nicht erträglich findet, so wie ich bin.
Ich bin der letzte, der seine zwischenmenschlichen Defizite nicht offen eingesteht - ich habe sogar nie ein Hehl daraus gemacht. Aber habe ich darob wirklich so eine brutale Abfuhr verdient? Wie gesagt, ich muss da wirklich sehr danebengelangt haben - oder zumindest einen solchen Eindruck erweckt haben.
Ich habe mich immer bemüht, als zumindest "allgemein erträglich" gelten zu können, muss nun aber erkennen, dass ich für besonders sensible Seelen eher brechreizerregend zu sein scheine - was mich in der schon lang gehegten Überzeugung bestärkt, dass es für die Welt und auch mich von größerem beiderseitigen Nutzen sein könnte, wenn wir einander künftig wieder nur so marginal wie möglich berühren.
Um es auf den Punkt zu bringen: Im Augenblick hätte ich gute Lust, mich ganz aus dem Internet zu verabschieden! Ich werde mich diesbezüglich in nächster Zeit zu einer endgültigen Entscheidung durchringen.
Was die besagte Person betrifft: So froh ich über die - sehr späte und sehr direkte - Offenheit bin, so erschüttert bin ich über die Art und Weise der Inkenntnissetzung! Nicht dass ich Gelegenheit erhalten hätte, die Probleme beim Auftreten zu diskutieren oder Wesentliches richtigzustellen oder zu entkräften - die Person hat sich ihre Meinung gebildet und fertig, ohne sich mir gegenüber je anders als freundlich zu verhalten oder irgendetwas davon offen anzusprechen - bis zu diesen überdeutlichen verletzenden Worten. Was soll ich davon halten? Offenbar wirkte ich so unverrückbar unbelehrbar, dass sie gar nicht erst versuchen wollte, mich zu erreichen. Oder sie hat es versucht, aber weil meine diesbzügliche Reizschwelle wohl deutlich höher liegt, habe ich es womöglich gar nicht bemerkt.
Nun, wie auch immer, ich habe die Ansichten dieser Person zu meiner Person als ebenso unverrückbar unbelehrbar akzeptiert. Damit endet dieses Kapitel für mich. Der Schaden bleibt beiden, und ebendiesen versuchte ich - aus meiner Sicht - in den obigen Zeilen zu verarbeiten.
LG, eKy
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Das klingt ja schrecklich Eky, und du richtig erschüttert. Offensichtlich ist es jemand, den du auf den Foren kennst. Ich hoffe nicht von der Wiese und ich sehe auch keinen Grund, warum du dich zurückziehen solltest.
Aber ich denke, aus deinem offenen Brief hier, sollte ein sehr persönlicher Brief werden, und wenn es eine "sie" ist, dann habe ich weniger Bedenken, dass diese Missverständnisse nicht ausgeräumt werden könnten.
Keine Ahnung wie du "in echt" auf jemanden wirkst, oder was da passiert ist. Aber bei deiner Auftritte hier im virtuellen Raum frag ich mich immer, was du mit deinen von dir immer wieder betonten "sozialen Defiziten" eigentlich meinst ???.
Ich kann keine erkennen, jedenfalls nicht mehr oder weniger als bei uns allen.
Lieben Gruß
charis
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Mitfühlende Grüße, Erich...
Jonny
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Hi Erich,
das ist ja furchtbar!
Was immer es war, es geschah ganz sicher ohne böse Absicht von dir.
Vielleicht wird es von der betreffenden Person stark übertrieben gesehen.
Lieben Gruß
Seeräuber-Jenny
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Hi, Jen!
Vielen Dank für die - vielleicht unverdiente - Rückendeckung. Allerdings möchte ich diese Angelegenheit nicht weiter vertiefen. Es ist so geschehen. Nichts wird daran je noch etwas ändern. Sei es meine Schuld oder jene des Gegenparts, die Art des Ablaufes macht die Sache unumkehrbar für mich.
Wenn ich jemanden mein rückhaltloses Vertrauen schenke, bekommt der Betreffende nur einmal die Gelegenheit, mir so weh zu tun, zurecht oder nicht!
Hi, Charis!
Ich habe über meine "Defizite" schon des öfteren in den Foren gesprochen. Kurz gefasst: Ich wurde in meiner frühen Kindheit aus Angst vor Schaden von den Eltern völlig von anderen Kindern isoliert. Erst im Kindergarten kam ich überhaupt - soweit meine Erinnerung mich nicht trügt - mit anderen meines Alters in Kontakt. Davor - und danach - habe ich mich meist mit mir selbst beschäftigt: Davor, weil ich es nicht anders kannte, danach, weil ich vieles nicht verstand und selbst nicht verstanden wurde. Viele frühkindliche soziale Prägungen fehlen mir ganz einfach.
Meine Schulzeit, vor allem nach der Volksschule, war geprägt von jahrelangem Mobbing und ständiger Demütigung durch jene, deren Meinung mir damals am teuersten war: Immer der Kleinste unter den Gleichaltrigen, seltsam von Gewandung und Gebaren, unfähig zu "Coolness" im Umgang mit anderen, war ich das geborene Opfer.
Im Gegenzug schulte ich, wenn ich nicht gerade suizidgefährdet war, meinen Sarkasmus und Zynismus, was die Lage nicht eben entspannte. Ich lernte gegen die Welt zu kämpfen, verhärtete mein Herz und schloss alle Menschen auf immer aus meinem innersten Kreis aus, um zumindest mit einem Minimum an Würde zu überleben. Das hat mich zugleich stark gemacht und verdammt.
Heute kenne ich es nicht mehr anders und ich habe mich mit den Nachteilen einer isolierten Existenz abgefunden bis angefreundet. Leider sorgt das aber auch dafür, dass ich manch anderen Menschen egozentrisch bis grausam erscheine, was ich in gewissen Hinsichten, sicher aber nicht im Allgemeinen, möglicherweise sogar sein kann.
Andererseits gibt es auch Missverständnisse: Beispielsweise mein Faible für mittelalterliche Waffen und mein Interesse für vor allem historische Panzer - mancher schließt daraus auf einen bösartigen, gar gewalttätigen Charakter. Dass ich mit keinem meiner Sammlerstücke auch nur einen Grashüpfer verletzen könnte, interessiert dann nicht mehr. Die Tatsache, dass dies - genau wie das Panzerhobby - nur eine Art Kompensation für ein immanentes Gefühl der Schwäche und Hilflosigkeit der Welt gegenüber sein könnte, wird nicht in Betracht gezogen.
Sei's drum, ich lebe damit. Ich musste wohl nur mal wieder an die Lektion meiner Jugend erinnert werden: Wer von niemandem etwas erwartet, wird von niemandem enttäuscht. Das hat die Person, die mich abservierte, vielleicht ebenfalls gedacht. Ende der Geschichte.
LG, eKy
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Hi Erich,
meine Meinung dazu:
Wir alle hatten und haben unser Päckchen zu tragen. Hätten wir nichts zum Grübeln, hätte uns das Leben keine Wunden geschlagen, wären wir wohl keine Dichter geworden.
Ungewöhnlich große Defizite konnte ich bei dir jedenfalls noch nicht feststellen. Im Gegenteil, ich habe dich als herzlichen, offenen und gastfreundlichen Menschen kennen und schätzen gelernt. Auch wirkst du auf mich keineswegs verschüchtert, sondern sehr selbstbewusst und auch gesellig, was dir anscheinend noch nicht aufgefallen ist.
Sarkasmus ist eine wirksame Waffe. Wenn sie von einem an sich friedfertigen Menschen abgezielt wird, richtet sie keinen allzu großen Schaden an. Auf jeden Fall ist sie harmloser als das Waffenarsenal der Bundeswehr. Waffen zu sammeln ist eines deiner Hobbies, aber ich kann mir schwerlich vorstellen, dass du dich als ehemaliger Kriegsdienstverweigerer den Morgenstern schwingend auf in die Stadt machst. ;D
Auch ich habe ein Schwert zu Hause, aber nur für den Sport. Vermutlich würde ich noch eher davon Gebrauch machen als du.
Mach dir nicht so viele Gedanken. Du bist in Ordnung, so wie du bist.
Lieben Gruß
Seeräuber-Jenny
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Mach dir nicht so viele Gedanken. Du bist in Ordnung, so wie du bist.
Das stimmt zwar nicht, liebe Jenny, aber ich verstehe die Absicht dahinter. :) :-*
LG, eKy
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Hi, Cypi!
Vielen Dank für den Hinweis. Ich hatte die Zeile umgeschrieben und dieses Detail wohl übersehen.
Ich habe heute von gänzlich unerwarteter Seite einen so offen grausamen oder grausam offenen seelischen Hieb erhalten, dass ich überrascht und besorgt war, wie sehr mich dies geistig wie körperlich mitgenommen hat.
Die betreffende Person muss sich sehr durch mich verletzt oder verraten gefühlt haben, um einen so vernichtenden Schlag auszuteilen, mittels dem sie obendrein jegliche Beziehung zwischen uns für beendet erklärte. Oder sie war so überzeugt von ihrer Meinung über mich, dass sie dachte, diese Art der Mitteilung könnte mich ohnehin gar nicht wirklich berühren - was mich nur noch nachhaltiger erschreckt.
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Um es auf den Punkt zu bringen: Im Augenblick hätte ich gute Lust, mich ganz aus dem Internet zu verabschieden! Ich werde mich diesbezüglich in nächster Zeit zu einer endgültigen Entscheidung durchringen.
Offenbar wirkte ich so unverrückbar unbelehrbar, ......
LG, eKy
Lieber Erich -
ich kann nur völlig verdtändnislos den Kopf schütteln.
Das will mir nicht in den Kopf, daß jemand so handeln kann. Die Person kann Dich nicht wirklich kennen, geschweige denn mit Dir befreundet sein.
Da muß etwas Andres dahinterstecken!
Ich maße mir nicht an, zu ahnen, wer das sein könnte -
aber eine Vermutung habe ich dennoch.
Laß fahren dahin!
Wie zartfühlend, sensibel und feinfühlig Du bist, erhellt schon aus Deinem tiefen Betroffensein.
Egoistisch wie ich bin, sag ich ganz simpel:
Du kannst Dich meinswegen aus allen anderen foren zurückziehen - aber nicht aus der Wiese!
Die braucht Dich als spiritus rector, als praeceptor germaniae, als nimmermüden Berater und Helfer, als einzigartige Stütze!
Zu Deinem Kommentar könnte ich einen ganzen Roman schreiben - auch darüber, welche Erfahrungen in dieser Art ich selbst schon sammeln mußte.
Aber fürs Erste soll dies hier genügen.
Im Übrigen - zum Gedicht:
Wieder von unerreichbarer Wortkunst, bewunderswert (wie nicht anders zu erwarten)!
Ganz lieben Gruß
von
Cyparis
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Mach dir nicht so viele Gedanken. Du bist in Ordnung, so wie du bist.
Das stimmt zwar nicht, liebe Jenny, aber ich verstehe die Absicht dahinter. :) :-*
LG, eKy
Aber, aber! Eine Seeräuber-Jenny hat es doch nicht nötig zu schwindeln! Nein, wir kennen uns nun schon ein paar Jahre, und über eine gewisse Menschenkenntnis verfüge ich auch. Ohne zu schleimen kann ich sagen: Du bist ein wundervoller und feinfühliger Mensch!
Die Person, die so hart mit dir ins Gericht gegangen ist, kennt dich vermutlich noch nicht so gut. Wer weiß, vielleicht ist auch ein bisschen Konkurrenzdenken mit im Spiel. Oder diese Person hat selbst ein paar Probleme (Wer hat die nicht?). Möglicherweise beruht diese Antipathie auf einem Haufen von Missverständnissen. Natürlich wäre es besser gewesen, diese gleich auszuräumen. Aber manche Leute sind halt Spätzünder und machen sich erst im Nachhinein so ihre Gedanken.
Doch es ist nie zu spät! Bestimmt lässt sich der Kahn noch flicken. Nachdem diese schrecklichen Untiefen gemeistert wurden, könnte das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein, und bald segelt ihr in friedlichen Gewässern. Ich würde es euch jedenfalls wünschen! In diesem Sinne: Ship ahoi!
Lieben Gruß
Seeräuber-Jenny
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Nein! wer so brutal offen schreibt, ist zutiefst enttäuscht, und wer solche Zeilen erhält, ebenfalls. Selbst wenn diese Person es sich anders überlegte - was ich nicht glaube - würde ich nichts mehr von ihr wissen wollen, allein schon dieses völlig unerwarteten Tiefschlags wegen. Zwar wurde meine Dichtkunst gelobt, ich als Mensch jedoch wurde verteufelt, offenbar wegen anderer Ansichten, die mir als soziopathische Züge ausgelegt wurden sowie meines Faibles für historische Waffen, die ich aus Gründen der Kompensation - was ich zuvor erwähnte - und aus rein ästhetischen Gründen formschön finde. Aber ein anderes Urteil stand wohl schon lange fest. Wer nicht "edel" genug ist, MUSS offenbar abgrundtief widerlich und egozentrisch sein! Egoistische Züge kann ich mir nicht absprechen - aber macht mich das "unerträglich"? Wie auch immer, die Person hat es mit ihren Zeilen geschafft, dass auch sie mir nun unerträglich ist ...
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Wie gesagt:
Fort mit Schaden.
Leider lernt man doch niemals aus, was die Menschenkenntnis betrifft.
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Hi Erich,
im Nachhinein muss ich leider einräumen, dass daraus niemals eine gute Freundschaft hätte werden können. Eine Freundschaft setzt Vertrauen, Ehrlichkeit und Toleranz voraus. Dazu scheint dein Gegenüber nicht fähig gewesen zu sein. Nun gut, man könnte sagen, wir haben alle unsere Schwächen und machen Fehler, und gute Freunde könnten sich auch mal streiten und wieder vertragen.
In diesem Fall jedoch kann es kein Pardon geben. Du erzähltest offen und ehrlich aus deinem Leben und von deinen Problemen, was später gegen dich benutzt wurde, zu einem Zeitpunkt, als du dich nicht mehr direkt wehren konntest. Dir wurde angedichtet, du wärst ein Soziopath (womöglich gar ein Psychopath?), weil du allein lebst und eine eigene Meinung vertrittst. Lass dir bloß nicht einen solchen Unsinn einreden!
Wer dich verteufelt, kann nur ein Fanatiker sein oder nicht alle Tassen im Schrank haben. Wir leben in einem freien Land und genießen Meinungsfreiheit. Jeder kann denken, sagen und schreiben, was er will.
Das Waffenargument wäre leicht zu entkräften gewesen. Ich gebe zu, damals musste ich wegen der Panzer auch erst mal schlucken. Aber du bist ja kein Militarist, wie sich bald herausstellte. Die mittelalterlichen Waffen finde ich dagegen sehr beeindruckend und handwerklich schön gearbeitet. Bisher ist mir bei dir noch kein Ritter mit dem Kopf unterm Arm begegnet. Und der einzige rote Saft, der in Strömen floss, war der Rebensaft aus dem Burgenland.
Liebe Grüße
Seeräuber-Jenny
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Menschenkenntnis und gute Freundschaft - das ist es ja gerade! Ich halte die Person für einen sehr guten Menschen mit Vertrauen, Ehrlichkeit und Toleranz. Gerade deshalb schmerzte ihr vernichtendes Urteil über mich umso mehr, sowie die kalte und eindeutig unumkehrbar gekränkte und kränkende Form ihrer Lossagung. Und wegen der Panzer und Waffen: Beides sind grausame Werkzeuge, das will ich nicht verhehlen, aber es sind auch Symbole der Macht, durch die sich jemand schützen und stärken kann, der sich mit ihnen umgibt. Auch kann man die Angst vor etwas bewältigen, indem man es erforscht, sich damit beschäftigt und es sich dieserart aneignet. all das spielt bei mir eine Rolle. Obendrein: Ich wuchs mit "Prinz Eisenherz" auf, und mein Vater kaufte mir früh Spielzeugpanzer zum Spielen. Ich gebe zu: Ginge es um mein Leben, wäre ich wahrscheinlich fähig zu töten, wenn es unumgänglich ist, aber sonst bin ich ziemlich wehrlos. Offenbar sagte ich während unserer Gespräche im Zorn über die menschliche Dummheit Dinge, die die Person erschreckten. Wenn dem so ist, hat die Person wohl recht über mich - auch wenn ich im Überschwang der Emotion zu Übertreibungen neige, bewusst lügen würde ich nicht. Wenn die Person also denkt, ich wäre nicht der richtige Umgang für sie, ist das okay für mich - bloß die gefühllose Art der aburteilenden Mitteilung im nachhinein, während sie im persönlichen Umgang schwieg und weiter freundlich tat - die tut weh! Ich hatte zwar bei der Verabschiedung das Gefühl, dass sie eher kühl war und fragte darum später per Email nach (sonst hätte die Person wohl ewig geschwiegen), aber mit einer derart niederschmetternden Meinung über mich und einem solchen Grad der Anwiderung hätte ich nie gerechnet. Die Person will einfach nichts mehr von mir wissen, so als hätte sie nie ein Gedicht von mir gelesen - oder hielte gerade darum diese alle - bei aller Kunstfertigkeit - für Verstellung und Lüge.
Lg, eKy
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Vielleicht haben wir das Bedürfnis, uns mit Kultgegenständen zu umgeben, um die Dämonen zu bannen, die uns zuweilen das Leben zur Hölle machen. Auch aufgeklärte Menschen sind vor diesen uralten Ängsten nicht gefeit. Insofern können wir wirklich nicht aus unserer Haut. Und wenn ein Gegenzauber hilft, die inneren Dämonen zu vertreiben, warum sollte man davon keinen Gebrauch machen?
Vertrauen, Ehrlichkeit und Toleranz - vielleicht hast du dich in diesem Menschen getäuscht und er weist Defizite auf, wo du keine hast. Vielleicht hat er ja gerade eigene Belastungen. Armselig, wenn er einen Unschuldigen mit reinreißt.
Dass gerade du für einen Lügner gehalten wirst, noch dazu von einem, der sich Freund nannte, disqualifiziert jenen als solchen. Jeder, der dich kennt, und sei es virtuell, weiß, dass du aus deinem Herzen keine Mördergrube machst.
Lieben Gruß
Seeräuber-Jenny
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gelogen wurde nie - die grausame ehrlichkeit kam nur stark zeitversetzt und erst auf mehrmalige nachfrage. die person hatte entweder angst, es mir ins gesicht zu sagen, oder sie war überzeugt, es würde ohnehin nichts bringen. ich gebe zu, einige meiner aussagen bezüglich unserer themen während unserer gespräche dürften für sensible ohren hart gewesen sein, aber ein so mieses zeugnis, wie meiner menschlichkeit daraufhin ausgestellt wurde, habe ich nicht verdient, wie ich finde.
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Zugegeben, Viele dürften deine Ansichten, z.B. über Religion, nicht teilen. Ich lese seit Jahren eine Zeitschrift, in der mir auch aufstößt, was über Religion geschrieben wird. Aber auch wenn ich in diesem Punkt anderer Ansicht bin, liefert mir diese Zeitschrift doch wertvolle Informationen über das Weltgeschehen, und ich werde einen Teufel tun, sie abzubestellen. Außerdem haben Denkanstöße noch keinem geschadet und eine Debatte erst recht nicht. Nach unseren Gesetzen, die den Umgang der Menschen untereinander regeln, herrscht Meinungsfreiheit. Kein Mensch hat das Recht, einen anderen wegen seiner Weltanschauung zu verurteilen, weder in Paris noch am heimischen Computer. Du hast nichts Unrechtes getan, sondern lediglich deine Meinung vertreten. Was geschehen ist und in welcher Form, offenbart menschliches Versagen nicht durch dich, sondern durch dein Gegenüber. Wenn dein Gegenüber das einsehen würde, wäre vielleicht doch noch eine Aussprache möglich.
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die person hat mir deutlich gemacht, dass sie ein so egoistisches und gefühlloses wesen wie mich nicht erträgt und daher alle meine künftigen kontaktversuche ungelesen löscht. nicht, dass noch welche von meiner seite zu erwarten wären nach dieser aktion, die offenbar genau darauf ausgelegt war und mir obendrein die durch sie subjektiv erlebte gefühlskälte und rücksichtslosigkeit meiner person nachträglich unter die nase reiben sollte. sorry - aber diese tür ist endgültig zu - von beiden seiten!
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die person hat mir deutlich gemacht, dass sie ein so egoistisches und gefühlloses wesen wie mich nicht erträgt und daher alle meine künftigen kontaktversuche ungelesen löscht.
Dem stehe ich einfach fassungslos gegenüber - aber wer wäre ich, Dir erneut zu raten "Laß fahren dahin!" ?
Bleibe Du immer Du selbst - dann ist die Welt in Ordnung.
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lieber erich,
dein sonett ist wie immer so, dass es daran formal nicht viel zu rütteln gibt, 8 zumindest nicht von mir),
daher beschränke ich mich auf die inhaltliche reflexion.
alles in allem ist das eine traurige geschichte!
es gibt vielerlei gründe, warum beziehungen zu ende gehen.
manchmal ist es ja auch so, dass manche sich einfach mit der zeit überleben, dass wege sich trennen, weil unterschiedliche entwicklungen stattfinden. manchmal sind unterschiedliche vorstellungen und lebensentwürfe dafür die ursache.
manchmal handelt man an einem beziehungspartener ( unbewusst) alte konflikte aus der eigenen lebenshistorie ab.
( = stellvertreterkriege)
wenn abrupt die leinen gekappt werden und dabei der "mist der gesammelten jahre" überfallsartig ausgewürgt wird, dann muss man sich schon fragen, wieso die betreffende person so lange damit gewartet hat, bis sie ihr unbehagen mitteilte.
warum kann man die kleinen störungen nicht mitteilen und fängt erst ( viel zu spät!) bei der großen katstrophe an?
wurden da monologe geführt anstatt dialoge?
vom gegenüber zu erwarten, es müsse wissen , was in einem selber vorgeht, ist kindisch.
niemand kann in einen anderen kopf reingucken. den job = die verantwortung für die eigenen gedanken und gefühle übernehmen, hat jeder reife erwachsene selber zu erledigen. den mentalen kinderschuhen zu entwachsen stellt sich da oft als ganz schwierig heraus.
es ist eine leider viel verbreitete (unkluge) methode , dem mitmenschen "schuld" an eigenen missgefühlen zu geben.
mit sicherheit kann niemand wissen, was er in einem anderen auslöst, weil : köpfe sind halt nicht aus glas!
und das hat nichts mit mangelnden sozialerfahrungen zu tun. niemand kann das, auch nicht der, der sich unentwegt im menschengewühl bewegt!
köpfe sind nicht aus glas.
da kann man nur den rat geben: lernt erst mal, euch selber zu verstehen - und dann erklärt euch einander!
letztendlich hat der mensch ja einen mund, um zu reden.
nur haben viele erwachsene die kunst des kommunizierens nie richtig gelernt.
kleiner Tipp:alles fängt damit an, dass man ich - botschaften sendet.
es ist erlernbar.
aber es ist ein teils mühevoller, manchmal sogar schmerzhafter weg.
beqemer ists da schon: angefressen sein und dem anderen den eigenen seelenmüll vor die füße knallen.
erwachsensein geht anders.
fazit: nimm die ohrfeige zur kenntnis ( schon mal im wald gewesen und ein ast schnalzte dir ins gesicht? bestimmt! wirst du deswegen nie wieder in den wald gehen? bestimmt nicht!)
verarbeite den schmerz, stampf dreimal mit dem fuß auf (blöder baum!) - und geh einfach weiter.
was immer anderswo anderswie gesagt und gedacht wird: wir erfreuen uns deiner! :D
liebe grüße,
larin
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Zum letzten Absatz, liebe larin:
Umarmung und :-* !
Cyparis
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Weise Worte, liebe larin. :)
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Als ich es las, dachte ich gleich: authentisch und aktuell! Tut mir leid für dich. Aber das Gedicht gefällt mir, lieber Erich.
LG gummibaum