die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Jonny am September 25, 2015, 20:38:00
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Die Zeit erobert mein Gesicht,
Gedanken streifen durch die Nacht.
Ich schau ins Dunkel, spür mich nicht,
hab über vieles nachgedacht.
Die Spinnen weben ihre Netze
selbst dort, wo kaum Insekten fliegen.
In Kellerräumen schlafen letzte
Gedankenbilder, bleiben liegen.
Die Hoffnung gleicht dem Spinnennetz,
gewebt aus vielen stummen Träumen.
Das Zartgespinst ist schnell verletzt,
es hängt in meinen Kellerräumen...
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Hi, Jonny!
Gefällt mir!
Die Kleinigkeiten:
Die Zeit schleicht sich in mein Gesicht, "schleicht sich" ist problematisch. Natürlich wäre die Betonung auf "schleicht", hier soll es aber das "sich" sein. Altern.: "Die Zeit erobert mein Gesicht," das ist auch klanglich klarer.
Gedanken streifen durch die Nacht.
Ich schau ins Dunkel, spür mich nicht,
hab über vieles nachgedacht.
Spinnen weben ihre Netze Diese Zeile beginnt betont in einem Gedicht mit unbetonten Auftakten: Unbedingt ändern! Stelle ein "Die ..." voran, dann passt es.
selbst dort, wo kaum Insekten fliegen.
In Kellerräumen schlafen letzte
Gedankenbilder - bleiben liegen. Ob hier ein Komma statt des Bindestrichs nicht natürlicher wäre?
Die Hoffnung gleicht dem Spinnennetz,
gewebt aus vielen stummen Träumen.
Das zarte Band ist schnell verletzt, Hier verwirrt der Terminus "Band", der mit einem Netz wie dem einer Spinne als Bild eigentlich kaum vereinbar ist. Altern.: "Das zarte Vlies ...". Der Reim "-netz/verletzt" ist unrein.
es hängt in meinen Kellerräumen...
Ein schöner, schwermütiger Abgesang auf alte Träume und Erinnerungen, die Kellerkinder unserer "wilden Jahre" ...
Sehr gern gelesen! :)
LG, eKy
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Lieber Erich!
Deine Vorschläge haben mich überzeugt, alles übernommen - ich sage wieder danke!
Ja, die wilden Jahre...
Es tut gut sich zu erinnern, mir heute zu vergleichen und darüber erstaunt zu sein,
wie man sich verändert hat.
Einen schönen Abend dir!
Liebe Grüße
Jonny
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Upps, jetzt hab ich dreimal "Die" am Anfang aller Verse.
Ich schau noch mal drüber...
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Hi, Jonny!
Nicht nötig! Mir gefällt so eine kleine stereotype Wiederholung zum Einstieg, das hat etwas Hypnotisches, das den natürlichen lyrischen Takt noch verstärkt.
Manchmal wiederhole ich selbst zum Stropheneinstieg sogar einen ganzen Satzteil oder gar die ganze Zeile.
LG, eKy
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Schön geschrieben und stringent die melancholische Stimmung eingesponnen, lieber Jonny,
"Die Zeit erobert mein Gesicht" gefällt mir besonders gut.
Lieben Gruß
charis
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Ok, lassen wir es so, Erich.
Stimmt, auch ich habe schon in anderen Texten den Zeilenanfang ständig wiederholt.
Hat etwas.
Liebe Grüße
Jonny
Liebe charis!
Ich danke dir.
Und gebe das Lob der ersten Zeile an Erich weiter, es war sein Vorschlag.
So gefällt mir der Versanfang besser.
Hab einen schönen Sonntag!
Liebe Grüße
Jonny
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Ich schließe mich den lobenden Vorrednern an, lieber Jonny.
Das Gedicht hat was, obwohl ich Spinnennetzte nicht mit Fellen in Verbindung bringen kann.
Lieben Gruß
von
Cyparis
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Liebe Cyparis!
Ja, ein anderes Wort für Spinnennetz zu finden ist gar nicht so leicht...
Band, Vlies...
Hab lieben Dank und einen schönen Abend!
Liebe Grüße
Jonny
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Wie wäre es mit
"Zartgespinst"?
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Das gefällt mir jetzt am besten, Cyparis!
Ich tausche es gegen das Vlies ein und dann lass ich es so im Keller hängen...
Danke für deine Vorschlag!
Liebe Grüße
Jonny
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Immer gern dabei! :)
Lieben Gruß
von
Cyparis