die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Zwischen Rosen und Romantik => Thema gestartet von: gummibaum am Januar 01, 2016, 21:21:00
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Du warst noch Kind, als früh das eine,
und bald das zweite aus dir kam.
Die Väter ließen dich alleine.
Das Schicksal nicht. Es blieb und nahm
die Kinder dir und legte beide
dem Tod auf seine kühle Schneide.
Ich ging mit dir zum Grab. Ich lauschte
nach ihren leisen Stimmen dort,
und etwas klang in mir, berauschte.
Ein schmerzlich schwellender Akkord.
Ich zog dich an mich, und ich weinte.
Was starb, gebar. Gebar und einte.
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Hi, Gum!
Starker Tobak, schweres lyrisches Geschütz! Man möchte mehr über das Geschick dieser offenbar zu jungen Mutter erfahren.
Sehr gern gelesen!
LG, eKy
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Danke, lieber Erich.
Ein schönes Wochenende (hier hat es geschneit) wünscht dir
gummibaum
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moin moin gum,
deinem Kommentar entnehme ich, dass du schwer daran trägst.
Ein mir befreundeter junger Mann ist als Sozialarbeiter daran zerbrochen.
Du hast das Entsetzen und den Schmerz fühlbar beschrieben.
LG
CB
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Hallo Curd,
ich kannte nur das eine Kind persönlich und hatte mich gleich mit ihm angefreundet.
LG g
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moin moin gum,
das habe ich ja auch der letzten Zeile entnommen.
LG
CB
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Nichts verschwindet.
Alles was stirbt bildet den Boden für neues Gebären.
Dein Gedicht: Philosophisch tief, handwerklich wie immer sowieso 1a.
Gern gelesen LG wolfmozart