die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: gummibaum am Februar 15, 2016, 09:10:16
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Ich schwenke in die Kurve ein.
Gleich wird, wie jedes Mal,
der Gegenzug am Ende sein.
Er wartet am Signal.
Da wird es enger auf dem Gleis,
und eisern naht ein Bug.
Mir wird mit einem Male heiß.
Ich lenk den Wartezug.
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hm - so oder so ähnlich wird es wohl gewesen sein.
viel zeit bleibt ja dem lokführerer nicht in so einem fall..
eher nur ein kurzes : ::) und dann entscheidet einzig das schicksal.
als junge frau fuhr ich mal auf der alten dreispurigen autoput in jugoslawien - und beim überholen eines lkw kam mir auf dem mittelstreifen, auf dem ich fuhr, ebenfalls ein pkw entgegen!
das ging sich nur um haaresbreite aus.
ich hatte gar nicht die zeit, zu erschrecken - es ging alles viel zu schnell.
erst nachher wurden mir die kniee reichlich weich.
die schutzengel haben überall und allerorten reichlich zu tun!
und manchmal kommen sie auch zu spät.
nachdenklich, larin
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Hallo a.c.larin. Die Schilderung kann ich nachvollziehen.
Ich habe es als Beifahrer einmal bewusster erlebt, weil ich mir das Ende wünschte. Die junge Frau, deretwegen ich in dieser Verzweiflung war, übersah wirklich ein Fahrzeug, doch in der Sekunde bis zu unserer Rettung war ich geheilt: bereute ich meine Todessehnsucht voller Scham.
LG gummibaum
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Die Schrecken, die geschehen.
Gänsehäutigen Gruß
von
Cyparis
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moin moin gummibaum,
ich glaube das Entsetzen wird sich im Singular abspielen, ein letzter entsetzlicher Gedanke.
Noch einen gänsehäutigen Gruß
doch diesmal von mir.
CB