Depression
Ich sende Dämonen hinunter zu dir,
sie rauben deinen Schlaf,
welcher so gesund doch wär,
jedoch Kontralicht gebär.
Ich halt ihn fern, ich jag ihn fort,
wie auch sein Grün am Weg,
denn ich brauch die Dunkelheit
ganz nah an deiner Seit.
Schlägst du Händ vor Kopf,
so tut´s mir gut und besser;
deinen Atem werd ich strecken
und das Eis der Lunge lecken.
Langsam stirbt dein Antlitz weg;
so einsam geht´s zugrunde heut.
Ich horch - welch Melodie!
Einsam siegt Dämon Melancholie.
Dein Knochen wird zu Blei,
das Blut gefriert und dehnt sich aus –
Ängste feiern frei Entfaltung
und das Haupt nun ändert dessen Haltung.
Ich kontrolliere dich allein
bis du die Macht verloren hast,
und mit stummem Geschrei
verfluchst du bald schon allerlei.
Dann erstürzt du das lichte Tunnelend',
drehst dich noch einmal um,
doch ich gewann, es ist vorbei –
und tief gesunken erfreust du dich dabei.