die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Agneta am April 01, 2016, 09:24:53
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Das alte Fotoalbum
Verwischte Goldschrift
fängt Vergangenheit.
Wellenrandig, breit verreihen Bilder
ernste Mienen über Rüschenblusen
zu Uniformen,
fremde Normen,
steife, reife, junge Menschen
von neunzehnhundertzwei.
Eine ist dabei,
traute sich zu lächeln,
zieht mich an,
in ihren Bann.
Wer war sie, jene Fremde,
die meine Züge trägt
und jenes Medaillon?
Ich habe es nie angelegt.
Blind gewaschen von der Zeit
wirft das Papier
ein einzig Foto nur von ihr.
Bildermelodien singen
Lieder einer Unbekannten
fallen tief in mich,
verhallen
Namenlose, Stimmenlose schwingen,
die etwas doch in mir
zum Klingen bringen.
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Hallo, Agneta -
Dein Gedicht muß jedem Menschen gefallen, der ein Familiengefühl entwickelt hat und deswegen immer wieder in den alten Alben spazierengeht.
Und dabei auf eine unbekannte Ahnin stößt. von der er bis dahin nichts ahnte.
Ich mag freie Thythmen und Verse im Grunde nicht - aber hier hat mich das erinnerungsträchtige Thema sehr angesprochen.
Freundlichen Gruß
von
Cyparis
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danke, liebe Cyparis, für deine Gedanken. So ganz freie Prosa ist es ja nicht.
Ich bemühe mich seit einiger Zeit um einen freien und individuellen Stil. Da ich aber eine Reimerin bin, versuche ich die Reime anders einzubinden. Als Binnenreime, als Anfangsbindung ect. Diesen Stil möchte ich weiter ausarbeiten. Ab und zu gelingt er besser oder weniger. :).
Ich will mit diesem Werk auch die "menschliche Kurzlebigkeit"zeigen und das nichts von uns bleibt, nicht mal ein Name, den nach 12o Jahren jemand weiter geben könnte.
LG und danke von Agneta
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moin moin,
Geschlechter gehen unter oder bestehen fort; Männer geben ihre Gene weiter, damit man sich ihrer auch noch nach 120 Jahren erinnert >:D
CB