die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: gummibaum am April 05, 2016, 19:04:27
-
Sehe ich, wie in der Schale
langsam aller Vorrat schwindet,
sich der Sand mit feinem Strahle
durch des Glases Enge windet,
fühl ich, wie ich rieselnd gleite
durch der Augenblicke Hände
zu des Lebens dunkler Seite -
mehrend immerfort mein Ende.
-
Hi, Gum!
Ja - immerwährende Entropie bis zum Fadenschnitt der Atropos! ;) ::) - Und keiner dreht die Sanduhr um ...
LG, eKy
-
Definitiv nicht, lieber Erich. Wer will es schon mit Atropos verderben?
LG gummibaum
-
Hallo Gimmibaum,
Das gefällt mir. Wie fast alle aus Deiner Feder. Ein Gedicht, das den Leser sofort in eine angenehme Melancholie entführt.
Bei der letzten Zeile habe ich mir so überlegt, ob man das Ende mehren kann. Mein Vorschlag, falls er dir gefällt: Letzte Zeile : - schwindet Leben hin zum Ende.
Natürlich ist Dein Gedicht perfekt. Vielleicht kann man das Ende , auch das persönliche Ende , ja doch mehren.
Weiß nicht so recht.
Klasse!!! Lg. Copper
-
Lieber gummibaum,
ich freue mich sehr, daß Du die Sanduhr auf die Wiese gebracht hast.
Wieder ist es Dir gelungen, in zwei Strophen so viel Schönheit und Erkenntnis zu füllen, daß nur ein beglücktes Staunen bleibt.
Herzlichen Gruß
von
Cyparis
-
Hallo Copper,
du hast vielleicht Recht, aber "schwindet" steht weiter oben schon.
Ich hatte die Sanduhr vor Augen. Während die restliche Lebenszeit (oben) abnimmt, wächst (unten) die schon verstrichene, was das Ende quasi begünstigt (daher das" mehrend"). Vielleicht geht "nährend"?
Hallo Cyparis,
danke. War ja sponan auf Astras Gedicht hin geschrieben.
LG gummibaum
-
mehrend finde ich passender.
LG
C.
-
Hallo Gummibaum,
das mit dem schwindet am Anfang habe ich übersehen.
-
sehr poetisch und metaphorisch die Vergänglichkeit beschrieben, liebe Gum. ja, wie Sand rieselt uns die Zeit davon und wir sind ein Teil von ihr.
Dehr gerne gelesen mit lG von Agneta