die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: gummibaum am April 09, 2016, 11:42:01

Titel: Foucaultsches Pendel
Beitrag von: gummibaum am April 09, 2016, 11:42:01
Ein langes Pendel schwingt im Raum
mit massereichem Bleigewicht,
die Schwingungsweite schwindet kaum
und was dem Umkehrpunkt entspricht,
durchwandert eines Kreises Saum
in einer bodennahen Schicht.

Was dreht sich hier? - Das Pendel schwingt
in immer gleicher Richtung fort,
und seine Unbeirrtheit zwingt
zu dem Erkennen, dass der Ort
und was ihn trägt die Kreise schlingt -
Die Erde dreht sich immerfort...
Titel: Re: Foucaultsches Pendel
Beitrag von: Erich Kykal am April 09, 2016, 14:03:45
Hi, Gum!

Bis auf die eine (kleine) Reimdopplung (fort/immerfort) sehr gelungen - so poetisch wurde simple Schulphysik selten dem Leser nahe gebracht! ;)

Sehr gern gelesen! :)

LG, eKy
Titel: Re: Foucaultsches Pendel
Beitrag von: wolfmozart am April 09, 2016, 14:53:43
Hat auch mir gut gefallen, weil ich noch nie ein Gedicht über physikalische Gesetzmäßigkeiten gelesen habe.

LG wolfmozart
Titel: Re: Foucaultsches Pendel
Beitrag von: gummibaum am April 09, 2016, 14:58:29
Danke, danke.

Schulphysik ist Nebenarm meines poetischen Ausflusses.

LG gummibaum
Titel: Re: Foucaultsches Pendel
Beitrag von: cyparis am April 12, 2016, 09:36:16
Lieber gummibaum,

in meinen Augen ist das Goethe-Duktus.


Liebe Grüße
von
Cyparis
Titel: Re: Foucaultsches Pendel
Beitrag von: gummibaum am April 17, 2016, 10:21:37
Ist mir nicht bewusst, liebe Cyparis. Aber wenn es ein Lob sein soll, herzlichen Dank.

LG gummibaum
Titel: Re: Foucaultsches Pendel
Beitrag von: cyparis am April 17, 2016, 14:28:12
Selbstverständlich ist das ein großes Lob!

LG
Cyparis