die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Fridolin am Mai 14, 2016, 15:23:32
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Neufassung:
Was fragst du, Sohn, besorgt, was morgen sei.
Was sagst du, Fron? und sprichst vom Sorgenmai.
Den Acker wend und sä für morgen Saat,
erst wacker end, bringt Frucht, trotz Sorgen, Mahd.
Was fragst du Sohn besorgt, was morgen sei.
Was sagst du, Fron? und sprichst vom Sorgenmai.
Den Acker wend und sä für morgen Saat,
erst wacker end, bringt Frucht, trotz Sorgen, Mahd.
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Hi, Fridolin!
Das ist mir - vor allem in den letzten Zeilen - zu bemüht und zu komplex bis unverständlich hinformuliert. Da wolltest du einfach zuviel auf zu wenig Raum - sorry, wenn ich zu ehrlich bin. Es fließt und klingt auch phonetisch nicht.
Zum Glück passiert dir das nur höchst selten - und andere Meinungen stehen ja noch aus.
LG, eKy
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Schade, dass du das so kritisch siehst, aber macht nichts, ich habe Cypi ja schon mitgeteilt, dass ich mich aus dem Forum zurückziehe, nachdem ich ein Forum speziell für Schüttelreimer gefunden habe.
LG Fridolin
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Hi, Fridolin!
>:( Oh nein, DAS wirst du mir nicht unterjubeln! Wenn du gehst, dann weil du es schon längst so entschieden hattest und nicht, weil ich es EINMAL gewagt habe, nicht von einem deiner Texte begeistert zu sein! >:(
Wenn du eine Rechtfertigung oder einen guten Grund suchst, dann bitte nicht auf meine Kosten!!!!
Abgesehen davon würde ich es bedauern, wenn du das wirklich tust. In letzter Zeit scheinen manche sofort überzureagieren oder meinem Texten immer gleich die schlechtest mögliche Absicht zu unterstellen! ::)
Bin ich plötzlich zum Arschloch mutiert - oder hat sich da manches aufgestaut, weil jene nie den Mut hatten, mir gleich zum passenden Anlass zu sagen, was ihnen an meiner Art quersteht? Erscheine ich tatsächlich so unnahbar und erdrückend, dass keiner das Gefühl hat, mir höflich sagen zu können, was ich in seinen Augen falsch mache?
Ehrlich - das reicht jetzt!
Ich bin mal eine Weile weg hier - und auch von anderswo!
Gereizte Grüße, eKy
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Hi eKy,
es ist sicher richtig, dass mich deine Kritik getroffen hat, denn ich habe dazu ganz andere Rückmeldungen bekommen und denke, ich kann durchaus einschätzen, ob ein Vers phonetisch stimmig ist oder nicht. Deine Reaktion ist ja auch gar nicht ursächlich für mein "Abschied", ich hatte das, wie du ja selbst sagst, vorher Cypi schon mitgeteilt, nicht zuletzt, weil ich aufgrund meiner Schwerbehinderung und gewissen Alterserscheinungen mit meinen Kräften haushalten muss. Wenn hier jemand emotional überzieht, bist du das und nicht ich.
LG Fridolin
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Mir tut das im Herzen weh.
Habt Ihr d a r a n mal gedacht?
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Liebe Cypi,
dies soll kein Versuch der Rechtfertigung sein, aber der Reihe nach:
Ausgang war dieser Vierzeiler, eine Besonderheit in der Schüttelzunft:
Mein Sohn, du fragst betrübt, was morgen sei.
Nur Fron, du sagst, und sprichst vom Sorgenmai.
Den Acker wend und sä für morgen Saat,
erst wacker end, bringt Frucht, trotz Sorgen, Mahd.
Darauf schrieb Erich:
Das ist mir - vor allem in den letzten Zeilen - zu bemüht und zu komplex bis unverständlich hinformuliert.
Worauf ich erwiderte:
Schade, dass du das so kritisch siehst, aber macht nichts, ich habe Cypi ja schon mitgeteilt, dass ich mich aus dem Forum zurückziehe, nachdem ich ein Forum speziell für Schüttelreimer gefunden habe.
Das war ja nun nicht gerade besonders boshaft von mir gemeint, wobei ich sagen muss, dass mich die Passage unverständlich hinformuliert schon befremdet hat.
Gleichwohl bleibt für mich festzuhalten: Ich schätze Erich seit vielen Jahren für seine überragenden Dichtungen, ich sehe forenweit niemand, der ihm gleich käme. Ich hoffe für das Forum darauf, dass er ihm erhalten bleibt. Meine Lebenserfahrung nach 77 Lenzen sagt mir, dass da noch mehr vorgefallen sein muss an Frustration und Verbitterung, um seine Reaktion erklären und verstehen zu können.
Liebe Grüße
Fridolin (Friedhelm)
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Lieber Fridolin,
Dein Vierzeiler ist unerreicht.
Man bedenke: Binnenreimisch geschüttelt!
Ich bin gedankenverloren nach Schüttelwörtern ins Bad gedackelt und wußte nicht mehr, was ich dort wollte, aber eine Schüttelerleuchtung ward mir auch dort nicht zuteil.
Ich erlaube mir nicht, über Erichs Motive zu spekulieren.
Auf jeden Fall bin ich s e h r betroffen, daß er sich - wenn such hoffentlich temporär - aus der Wiese zurückziehen will.
Dir vorläufig viele liebe lindenkauende Madengrüße
von
Cyparis
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Hi Fridolin!
Ich war wegen anderer Vorkommnisse schon psychisch angeschlagen, und deine Formulierung klang in meinem labilen Zustand für mich so, als wolltest du mir die Schuld an deinem Fortgehen anhängen, weil ich dich negativ kommentiert hatte: So als dürfte ich nun erleichtert sein, weil ich künftig nicht mehr über derlei Texte "stolpern" würde ...
Für mich war das an diesem Tag nur noch der eine Tropfen, der das Fass .. na ja, du weißt schon.
Vom Fachlichen des Schüttelreimens habe ich dein Werk auch nicht kritisiert, sondern vom sprachmelodischen, lyrischen Standpunkt aus. Kein Grund, "getroffen" zu sein - man kriegt eben nicht immer alles perfekt unter einen Hut!
Hi Cypi!
Sorge dich nicht mehr! Scheinbar kann ich ohne euch nicht mehr sein ... ::) Lang hab ich es nicht ausgehalten mit meine Askesenummer! Peinlich ... (Schäm)
LG, eKy
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es ist das Los bei den Schüttelreimern, dass sie die Schüttelkunst über alles stellen, Satzbau und poetische Merkmale werden dem untergeordnet. Deswegen schüttle ich selten, nur dann , wenn mir zusätzlich auch noch eine satirische Pointe gelingt.
Fridolin gehört schon neben meinem guten Freund Jürgen Rehm zu den besten. Aber auch hier sieht man dieses Phämomen, dass dem Wunsch Binnen und End zu schütteln alles andere untergeordnet wird.
Ohne Binnenschüttler wäre der Vers perfekt. Schauen wir doch mal genau drauf:
Mein Sohn, du fragst betrübt, was morgen sei.
Nur Fron, du sagst, und sprichst vom Sorgenmai.
Hier wird dem Binnenschüttler sie Satzstellung verdreht: sagst du, müsste es heißen.
Den Acker wend und sä für morgen Saat,
erst wacker end, bringt Frucht, trotz Sorgen, Mahd.
end würde man hier nicht sagen , sondern beende es, bring es zu Ende. oder nur das Wackere beenden bringt Frucht und Maht, also Mähen.
da hat Erich schon recht, das ist recht verschwurbelt.
Ich bin kein so guter Schüttler, dass ich es etwa korrigieren könnte.
Ih weiß aber, dass Fridolin es besser kann. ;D
LG an alle von Agneta
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Schütteln ist eine Kunst für sich. Schütteln m i t Binnenreimen erst recht.
Wer den "Tatzelwurm" (geschüttelte Ballade) weiß, was ein Schüttelreimer zaubern kann, unvergänglich.
So, das war das erste Fitzelchen, das ich schreiben wollte.
Das zweite:
Lieber, lieber Erich - niemand kann glücklicher sein als ich, daß Du Deine Karenzzeit abgekürzt hast!!!
Bist Du doch sozusagen die Eiche auf der Wiese, an der ich Halt und Stütze finde.
Das darf ruhig jeder wissen - falls er es noch nicht weiß - wie glühend ich Deine Dichtkunst bewundere und Dich persönlich natürlich auch.
Fürs dritte mach ich einen gesonderten Faden auf.
So, jetzt will ich mal fleißig sein und Kommentare schreiben.
Seit heute bin ich zwar (ambulant) in der Reha-Klinik, aber die Zeit muß sein.
Ringsum glücklich glühende (Sekt!) Grüße!
Immer:
Cyparis
Speziell an Fridolin:
Bitte nicht böse sein, daß ich mich mit derlei in Deinem Faden tummle!
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Hi!
Erich und Cypi,
ich freue mich, dass Erich weitermacht, er ist für jedes Forum ein Segen und gereicht ihm zur Zier. Aus meiner Bewunderung für ihn habe ich nie einen Hehl gemacht.
Agneta,
ich habe Z1 und 2 geändert, ob ich den Rest noch ändern kann, weiß ich noch nicht. Wenn nicht, geb ich den Doppelschüttler auch auf. In meinem Schüttelbuch steht er ohnehin nicht:
Was fragst du, Sohn, besorgt, was morgen sei.
Was sagst du, Fron? und sprichst vom Sorgenmai.
Den Acker wend und sä für morgen Saat,
erst wacker end, bringt Frucht, trotz Sorgen, Mahd.
es ist das Los bei den Schüttelreimern, dass sie die Schüttelkunst über alles stellen, Satzbau und poetische Merkmale werden dem untergeordnet.
Deswegen schüttle ich selten, nur dann , wenn mir zusätzlich auch noch eine satirische Pointe gelingt.
Fridolin gehört schon neben meinem guten Freund Jürgen Rehm zu den besten. Aber auch hier sieht man dieses Phämomen, dass dem Wunsch Binnen und End zu schütteln alles andere untergeordnet wird.
Agneta, bei aller Liebe, das klingt mir doch recht apodiktisch und so, als ob das bei mir generell auch der Fall wäre. Du kannst doch von einem Fall nicht auf alle anderen Schüttelgedichten von mir schließen. Wenn das so wäre, hätte Jürgen nicht so eine hohe Meinung von meinen Schüttelwerken. In meinem Schüttelbuch „Die Made an der Linde kaut“ habe ich über 150 Schüttelgeschichten präsentiert, darunter 16 Schüttelsonette, den Osterspziergang nach Goethes Faust, ein geschütteltes Pantum, und mehrere Schüttelballaden. Darin wirst du wohl schwerlich Stellen zu finden, bei denen Satzbau und poetische Merkmale der bloßen Schüttellkunst untergeordnet sind. Auch andere geschüttelte Geschichten mit Binnen- und Endschüttelreimen sind keineswegs verschwurbelt.
Beispiel:
Die Hilde und der wilde Hein – Schüttelgeschichte mit Binnen und Endschüttelreimen
Ich hab sie hier Anfang Mai eingestellt, aber das hat leider nur Cypi interessiert:
In Hilde war verliebt am Rhein der wilde Hein.
Das wilde Haar gekämmt, schenkt er der Hilde Wein.
Verschönt vom Wein erstrahlt im Haar der Hilde Gold,
verwöhnt vom Schein ist ihr auch Heines Gilde hold:
»O Hildegard, die jeder von uns golden heißt,
die Gilde harrt auf dich und deinen holden Geist.«
»O sei verrucht«, tobt Hildes Ex, Graf Haldenstein,
vor Eifersucht erschießt der Mann im Stall den Hein.
Dem wilden Hein gedenkend nach dem Heineschwund,
in Hildenwein ertränkt die Hild den Schweinehund.
Zum Faden Hilde und der wilde Hein mit weiteren doppelt geschüttelten Zweizeilern (http://www.dielyrik-wiese.de/lyrik-wiese/index.php?topic=5733.msg32356#msg32356)
Ich bin jetzt bis Ende Mai in meiner jährlichen Kur wegen meiner Schüttellähmung. Vielleicht fällt mir noch was Besseres ein.
LG Fridolin
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wir haben diese Diskussion, so weit ich mich erinnere, bereits im Eiland geführt, Fridolin. im Übrigen habe ich durchaus nicht von diesem auf ALLE deine Werke geschlossen.. Du solltest die Kommentre sorgfältiger lesen.
ich schrieb sogar "Fridolin gehört schon neben meinem guten Freund Jürgen Rehm zu den besten. Aber auch hier sieht man dieses Phämomen, dass dem Wunsch Binnen und End zu schütteln alles andere untergeordnet wird.".
Meine Kritik bezieht sich auf dieses Gedicht. Und hier ist sie auch angebracht. Was die durchweg hervor ragende Qualität deiner anderen Werke NICHT im mindesten schmälert.
Solltest du aber an echter Kritik nicht interessiert sein, werde ich dies zum Anlass nehmen und deine Werke nicht mehr kommentieren. In keinem Forum, wo ich dich finde, und eigentlich findet man dich ja fast überall.
Die sich wiederholende penetrante Erörterung über die Stärken und Schwächen der Schüttelreimkunst im allgemeinen nimmt mir die Freude am Kommentieren deiner Werke.
Dieses Werk gehört nicht zu deinen Glanzstücken, das solltest du anerkennen können.
Im Übrigen heißt es PantuN und nicht Pantum ...
LG von Agneta
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Dieses Werk gehört nicht zu deinen Glanzstücken, das solltest du anerkennen können.
Nun, gut, ich seh’s ja ein, ihr habt auch recht. Ein Lösung hab ich, denk ich, gefunden:
Was fragst du, Sohn, betrübt, was morgen sei?
Was sagst du, Fron? und sprichst vom Sorgenmai.
Trotz Sorgenmacht noch heut für morgen sä,
am Morgen sacht die Wies samt Sorgen mäh.
Im Übrigen heißt es PantuN und nicht Pantum ...
Beide Bezeichnungen sind richtig und gebräuchlich. Als ich mein Pantum schrieb, hatte ich es erst als Pantun bezeichnet, dann hat man mir gesagt, es heiße Pantum. Aber egal, ob Pantun, ob Pantum, wichtig ist, dass die Gedichtform auch eingehalten wird, und das ist nicht immer der Fall.
Übrigens: es heißt Mahd, nicht Maht.
In keinem Forum, wo ich dich finde, und eigentlich findet man dich ja fast überall.
Das gilt ja wohl auch vice versa, auch dich findet man überall. Aber ich habe schon begonnen, mich aus Foren zurückzuziehen, nicht zuletzt, weil ich mich mehr um meine Frau kümmern muss, die am Grünen Star leidet und zu erblinden droht.
LG Fridolin
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laut Wikipedia schon, aber Wikipedia ist kein Lexikon.
Pantun heißt Pantun oder Pantoun . ;D- ich habe es damals in meinem eigenen Forum vorgestellt und erinnere mich noch gut, dass mir dein Pantun gut gefiel.
ja, der Kreis der aktiven Lyriker ist klein und sie treffen sich immer wieder. ;D
LG von Agneta