die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Mai 17, 2016, 21:27:53
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Und wär ich niemals Knabe, der die Lieder
des Windes über schlanken Zweigen hört,
ich zählte Vögel nur nach dem Gefieder
und wüsste nimmer, was sie fliegen lehrt.
Und wär ich niemals Kind, das hin und wieder
ein zartes Blümlein auf der Aue bricht,
ich kniete nie, es anzuschauen, nieder,
und wüsste darum um das Welken nicht.
Und wär ich niemals in die Welt gegangen
mit großen Sinnen wie ein kleines Kind,
ich wüsste heute nicht um das Verlangen,
darin wir Reifende wie Toren sind.
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Lieber Erich,
das ist ein wunderschönes, anrührendes Gedicht, das beweist, dass in jedem Menschen das Kind erhalten bleibt, das er einmal war. Es gilt lediglich, den forschenden und gleichzeitig unbefangenen Blick der Kindheit zurückzugewinnen, selbst wenn es "nur" durch die Erinnerung und Innenschau geschieht.
Sehr gerne gelesen.
Lieben Gruß
Aspasia
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Hi, Aspasia!
Danke für's Bemerken! Ich dachte schon, dieses Gedicht versinkt ungelesen!
Besser hätte ich mein Motiv selbst nicht beschreiben können! Auch dafür Dank! :)
LG, eKy
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Ich fliege, fliege mit dem Sommerwind;
In meinem Herzen bleib Ich Kind.
Lieber Erich,
so oder so ähnlich hatte ich einst "gedichtet", alles längst verlornes Papier.
Aber Dein wirklich besinnliches und besinnendes Lied muß an jedes Lesers Herz rühren, der Gleiches fühlt und sich gleiche Erinnerungen bewahrt hat.
Schön, einfach schön!
(Nie wird ein Gedicht von Dir versinken; es kann nur vorkommen, daß es im Schatten eines Baumes auf das Entdecktwerden wird warten müssen).
Ganz liebe und innerkindliche Grüße
von
Cypi
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Hi Cypi!
Mal kein Sonett zur Abwechslung ... ;D
Ja, das Kindgebliebene in uns - hier keine wehmütige Rückschau, sondern es geht um das immerwährende Kind in uns, das die Welt mit großen Wunderaugen betrachtet, so lange wir leben - wir verlernen höchstens, es zu beachten ...
Vielen Dank für deinen lieben Kommi! :)
LG, eKy