die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Mai 26, 2016, 18:48:50
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So schließt sich bald der bunte Kreis des Lebens,
das mich so vieles so beharrlich lehrte
und manches gar ins Gegenteil verkehrte
zum Besten wohl, was ich begann. Vergebens
war nichts davon, und was ich auch begehrte
im Wirbeltanz des Wünschens und Erstrebens
um Götzen und an Orten des Erbebens -
es war das Falsche nur, das mich beschwerte.
Um wie viel leichter war mir in den Jahren,
die nicht erobert, bloß geliehen waren,
da ich um dieses Abschiednehmen wusste.
Mein Leben wird vollendet nun im Geiste,
wo er sich selbst verliert, wie er das meiste
verlieren und erst so begreifen musste.
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Hallo Erich,
ein Sonett das mir den Abend verschönt. Es passt wunderbar zu meiner abendlichen Stimmung. Die Weisheit des Alters , genährt durch die Lebenserfahrung. Demut und Zufriedenheit. Die letzte Strophe, also der Schluss, vollendet es zu einem Meisterwerk.
Vielen Dank. Gruß Copper.
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Hi Copper!
Gern geschehen - es hat auch mir Spass gemacht, es zu schreiben! ;D
Heute am frühen Abend beschlich mich so ein Gefühl des Abschieds, so als würde ich bald von dannen gehen. Allerdings weckte dies keinen Groll und keine Furcht in mir, eher im Gegenteil! Ich umarmte innerlich die Schönheit der Welt und war mit mir im Reinen! Dieser Stimmung verdanke ich die obigen Zeilen.
LG, eKy
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lebensweise und voll geschrieben, lieber Erich. ich mag es sehr!!!!!
Nur der Gentiv ist mir bisschen sehr konstruiert und stört den Fluss:
"!um Leben Ringens und darin Erbebens -"
ich würde es so machen_:
war nichts davon, und was ich auch begehrte
im Wirbeltanz des Wünschens und Erstrebens,
des Lebens Ringen und darin Erbebens -
es war das Falsche nur, das mich beschwerte.
Eher noch würde ich auch das Erstreben aus dem Genitiv nehmen:
im Wirbeltanz des Wünschens, im Erstreben,
dem Leben abzuringen, was mich ließ erbeben.
oder: was mich könnt erheben
Es war das Falsche nur, das mich beschwerte
...
So der so ähnlich... :)
LG für ein wunderschönes Werk von Agneta
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Hi Agneta!
Ich weiß, manche haben Probleme mit Genitivkonstruktionen, aber ich mag sie. Sie sind sprachlich elegant und viel lyrischer als der oft derbe Dativ!
Zudem finde ich es hier angenehmer und klarer, einfach in der schon in der Vorzeile etablierten Genitivkette zu bleiben.
Aber ich bin mit der ganzen Str. nicht optimal zufrieden, da hast du den Finger durchaus schon auf die richtige Stelle gelegt. Vielleicht überarbeite ich das mal komplett, wenn ich dazu in Stimmung bin.
Vielen Dank für dein positives Feedback! :)
LG, eKy
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du weißt ja, dass ich gerne Genitive benutze, <Erich. Hier scheint es mir aber, wie du ja selber schon empfindest, etwas unglücklich...
LG von Agneta
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Hi Agneta!
Wie gefällt dir diese Lösung? Mal drüber schlafen tut halt gut ... ;) ;D
LG, eKy
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jou! :). so ist es stimmig und KyKal-gemäss... Herzlich Agneta
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Heute beschlich mich so ein Gefühl des Abschieds, so als würde ich bald von dannen gehen.
LG, eKy
Genau diesem Gefühl wird Dein Sonett gerecht, lieber Erich!
So intensiv habe auch ich einige wenige Male gefühlt, aber Deine Worte dafür haben mir gefehlt.
Schön, nur allzutraurig schön!
Hoffnungsfrohen Gruß
von
Cypi
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Hi Cypi!
Vielen Dank für deinen einfühlsamen Kommentar! :)
LG, eKy
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Du bist wirklich ein Meister des Sonetts. Wie Du weißt, bin ich verhalten gegenüber allzu festen Formen. Aber inhaltlich sprich mich Dein Gedicht an. Sehr sogar.
LG
Aspasia
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Hi Aspasia!
Danke für den Titel "Meister des Sonetts" - ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich derlei nie angestrebt habe. Meine Zuwendung zu dieser Form erfolgte nach der Lektüre der Rilkesonette aus reiner Freude am schönen Wort! :)
LG, eKy
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Stell Dein Licht auf den Scheffel, lieber Erich :-*
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nee, nee - drunter ist es so schön kuschelig ... ;D
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;) :-*