die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Juni 02, 2016, 13:06:36
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Der Glaube ist wie eine Glocke im Turm -
bewegt sie keiner, verschweigt sie ihr Schlagen.
Selbst im erbarmungslosesten Sturm
hat sie der Welt nichts zu sagen.
Kommt aber einer und hängt am Seile
sich auf, wie klingt der metallene Ton
göttlich und mächtig, und nach einer Weile
weiß jeder im Dorfe davon.
Die Wahrheit ist wie ein Samen im Wald -
von Bäumen, die dunkel und schattend stehen.
Und endlich, wenn einer fällt, kann bald
ein Pflänzlein man wachsen sehen.
Kommt aber gerne des Nachts ein Tier
und frisst, weil es hungert, was grünte.
So geht’s aller Zeiten im Walde hier -
und ganz ohne Gott, der es sühnte.
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moin moin Erich,
das gefällt mir vom Gedanken und von der brillanten Fassung her.
Muss und werde es heute Abend noch einmal lesen.
LG
CB
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Lieber Erich,
ich fände nie solche Metaphern; für Dich scheinen sie zum Greifen nah zu sein.
Schön, ein wirklich geschliffenes Gedicht über die Religion zu lesen, als das, was sie ist:
Ein Vehikel.
Nutzloser als die kleinste Pflanze.
Lieben Gruß
von
Cypi
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Hi Curd und Cypi!
Vielen Dank für die Akklamation!
Dieses Werk war eigentlich ein "Schnellschuss" aus dem Unterbewussten: Kaum mir eingeschossen - auf's Papier geworfen, eher kryptischen Bildern denn klarer Logik folgend.
Schön, dass man es versteht! :) Ich musste ehrlich gesagt erst selbst mal nachgrübeln, was ich damit eigentlich hatte zum Ausdruck bringen wollen! ::)
LG, eKy
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Erich, mich wundert und erstaunt die holpernde Metrik. Sowas kennt man von dir ja gar nicht...
Soll da so sein?
Der Glaube ist wie eine Glocke im Turm -
-/--/--/--/
bewegt sie keiner, verschweigt sie ihr Schlagen.
-/-/--/--/-
Selbst im erbarmungslosesten Sturm
-/-/-/--/
hat sie der Welt nichts zu sagen.
-/-/--/-
usw.
War wohl echt ein Schnellschuss ;)
LG von Agnegta
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Hi Agneta!
Erwischt! ;D
Ja, hier setzte ich die reine Sprachmelodie vor die Gesetze der Metrik. Es war, wie ich schon erwähnte, ein Schnellschuss, ganz intuitiv geschrieben, praktisch in einem Guss. Da habe ich nicht auf exakte Metrik geachtet.
Interessant - du bist überhaupt die erste, der das auffällt! ;) Alle anderen ließen sich vom harmonischen Satzfluss sozusagen verführen ...
LG, eKy
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dass du der Meinung bist, ein metrisch so verholpertes Gedicht könnte " harmonischer Satzfluss " sein, ist mir allerdings noch erstaunlicher...- zuviele Distichen von Charis gelesen? ;)
Deine Anpassung wird doch nicht so weit gehen, dass du deine Metrik-Prinzipien über Bord wirfst? Schade wär es... :'(
;D von Agneta
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Hi Agneta!
Überraschenderweise kann ein Gedicht auch ohne perfekte Metrik "gut" klingen, wenn man es richtig vorträgt. Wichtig sind weiche, gleichmäßig fließende Sprachmelodie und die richtige Wortwahl. Zu Beginn meines Schaffens, als ich noch nichts davon verstand, schrieb ich so - rein nach Gehör, Gefühl und Sprachfluss.
Aber keine Sorge - diese Reminiszenz an die Frühzeit meines Schaffens bleibt eine Ausnahme! ;) ;D
LG, eKy
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Erich, mich wundert und erstaunt die holpernde Metrik. Sowas kennt man von dir ja gar nicht...
Soll da so sein?
Der Glaube ist wie eine Glocke im Turm -
-/--/--/--/
bewegt sie keiner, verschweigt sie ihr Schlagen.
-/-/--/--/-
Selbst im erbarmungslosesten Sturm
-/-/-/--/
hat sie der Welt nichts zu sagen.
-/-/--/-
usw.
War wohl echt ein Schnellschuss ;)
LG von Agnegta
Na und?
Wenn sich die Melodie mitteilt, laß ich jede Metrik links liegen.
Ich persönlich sehe das nicht als Manko, daß die Ixe hier nicht kongruent sind.
Im Gegenteil.
Lieben Gruß
von
Cyparis
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sicherlich , Cyparis, kann jeder so schreiben wie er will, aber bei einem "Meister der Metrik", der jedem anderen Autor zunächst einmal seine falsche Metrik unter die Nase reibt, verwundert mich das doch sehr. ;).
Die Argumentation der "Sprachmelodie" kennen wir von all denen, die damit ihre metrischen Schwächen zu nivellieren suchen, aber bei jemandem, der jedem anderen erst mal sein Gedicht durchixt, kommt mir diese Erlärung schon sehr erstaunlich vor.
Er hat ja geschrieben, dass es ein altes Werk sei, soweit ok...
Grübeln von Agneta
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Liebe Agneta -
haben wir ein Verständigungsproblem?
Ich lese eher die Melodie als dss Matrum.
Auch in Deinem Gedichtband fand ich wunderschöne Texte, die sich der Ixerei entziehen.
Oder ich selbst betone falsch.
Lieben Gruß
von
Cyparis
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Hi Agneta!
Wenn ich jemanden auf rhythmische Mängel aufmerksam mache, dann sicher nicht, weil ich als "Meister der Metrik" dastehen will und ihm "etwas unter die Nase reiben" möchte!
Du unterstellst mir da schon ein wenig niedere Motive, oder?
Wenn ein Gedicht rhythmisch aufgebaut ist, dann fallen Fehler nun mal recht unangenehm auf, und dann weise ich darauf hin, weil ich davon ausgehe, dass es anderen wie mir vor allem um die Lyrik an sich geht und nicht um Selbstdarstellung. Ich will das Werk verbessern - nicht den Autor lächerlich machen oder mich gar über ihn erheben!
Es gibt auch Beispiele, wo ich im Kommi schreibe, dass die Metrik zwar nicht stringent ist, dass es dank starker und harmonischer Sprachmelodie aber dennoch lyrisch klingt! Selten, ja, aber ich stelle eben hohe Ansprüche, wie du selbst bestätigst.
Tu bitte nicht so, als wäre es eine Art unverzeihliches Schwerverbrechen, wenn ich den selbst gepflasterten Pfad mal verlasse und frei durchs Unkraut streune! ;) ;D
Take it easy! LG, eKy
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in meinem Gedichtband findet sich kein Werk mit falscher Metrik, da bin ich sicher, Cyparis.
Es gibt Prosagedichte, die einen ganz anderen Stil haben, aber selbst da versuche ich auf Metrik. zu achten, obwohl man es da nicht muss.
Im Übrigen IST die "Melodie" das Metrum..., aber das muss ich ja Erich nicht erklären. ;)
Es ist auch wurscht. Mir fiel es nur auf.
Unterstellungen hatte ich nicht im Sinn.
Ich habe nur Fakten genannt, die mich erstaunen.
LG an euch beide von Agneta
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Hi Agneta!
Im Übrigen IST die "Melodie" das Metrum..., aber das muss ich ja Erich nicht erklären. ;)
Es gab eine Zeit, da dachte ich das auch - aber genau da irrst du, wie damals ich. Sprachmelodie und Sprachrhythmus sind nicht identisch, und im von uns so sehr geschätzten Optimalfall lyrischen Empfindens gehen sie auch Hand in Hand, aber man versteht Sprache nur unvollständig, wenn einem nicht klar ist, dass eins teilweise das andere ersetzen - oder sogar dominieren kann. Es ist ein fragiles und labiles Gleichgewicht, und wenn eine harmomische, fließende Sprachmelodie überdurchschnittlich zwingend ist, vermag sie sogar allein einen Text so zu tragen, dass er uns wie feinste Lyrik erscheint, auch ohne exaktes Metrum dahinter. Selten, aber ja!
Ich selbst bevorzuge eindeutig die metrisch korrekte Lyrik, aber ich stehe staunend und ehrfürchtig vor den wenigen Texten, die trotz unperfekter Metrik metrisch korrekt erscheinen, weil die Sprachmelodie, die paradoxerweise ohne dieses Ungleichgewicht wiederum gar nicht so zwingend wäre, sie so wirken lässt.
Ich selbst finde bis heute in meinem alten Texten metrische Schnitzer, die mir damals schlicht nicht aufgefallen sind, weil das Werk beim Vortrag MIT Fehler taktlich so gut harmonierte. Ist eine perfekte Metrik also immer NOTWENDIG - oder beugen wir uns der Sauberkeit des Dogmas wegen freiwillig unter ein selbst auferlegtes Diktat?
Eine schwierige Frage - zumindest in Einzelfällen. Ganz allgemein gesprochen bin ich natürlich auf der metrischen Seite daheim, keine Frage! :)
LG, eKy
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Liebe Agneta -
habe ich wirklich von falscher Metrik gesprochen?
Ganz sicher nicht.
Aber es gibt immer wieder in Gedichten - von wem auch immer - eine Metrik, die sich mir nicht erschließt.
Das hängt mit meinem Mangel an metrischem Wissen zusammen.
Ich selbst achte immer auf die "Melodei", bevor ich mich nach Metrik und ihren Regeln umsehe.
In Haikus gibt es auch keine Metrik.
Aber wenn sie gut gemacht sind, liegt ihnen eine Melodie innen.
Lieben Gruß
von
Cyparis
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Über die Definition und Notwendigkeit der Metrik müsste man zunächst mal auf die Definition „Gedicht“ kommen. Dass ich das allerdings einmal wegen eines Werkes von Erich diskutieren würde, wäre mir auch nie eingefallen.
Was also macht ein Gedicht?
Im literaturwissenschaftlichen Sinne ergibt sich ein Gedicht durch eine bestimmte Struktur, die es vom Text unterscheidet. Eine Vers -und Strophenform, einen Protagonisten und bei klassischen Gedichten und Reimgedichten die Metrik. Viele klassische Genres haben eine festgelegte Metrik .
Der Haiku hingegen, ebenso wie Tanka oder Senriyu sind asiatische Fomen, wo wir eine total andere Sprachsequenz von phonetischen Lauten haben. Hier ist "deutsche" Metrik nicht übertragbar.
Nach und nach verliert sich diese strenge Eingrenzung heutzutage, der Vers libre , die Prosagedichte und neue Formen lassen die Metrik oftmals eine untergeordnete Rolle spielen. Jedoch finde ich persönlich ein Reimgedicht ohne Metrik immer laienhaft. Mir ergibt sich da kein Fluss.
Die Eleganz und Vollendung findet ein Reimgedicht als Perfektion in der vollendeten Metrik.
Ich kann bei dem Gedicht von Erich ,Vers 1 zum Beispiel keine Sprachmelodie finden, die das Werk metriklos tragen würde. Man müsste die Zeilen beim Lesen auseinander ziehen um zu unterbrechen, damit die Holperigkeit nicht auffällt.
Man könnte es auch als Prosatext lesen. Lyrische Worte braucht dieser auch um lyrisch zu sein. Allein durch das setzen wird es noch nicht zum Gedicht:
Nehmen wir mal einen Werbespruch :
Ab in den Urlaub
Die Sonne lacht.
Ab in den Urlaub,
er kommt mit Macht.
Ist das ein Gedicht? Reim, Verse, Strophe, ein lyrisches Bild: die Sonne lacht. Verstärkende Wiederholung und gleiche Metrik. Hatte mich bemüht falsche zu machen , aber kann ich gar nicht. GG
Also nochmal:
Wir gehen in den Urlaub,
fahren morgen früh ab.
In unserem tollen Auto,
urlaubserprobt.
Ist das ein Gedicht?
Nach eurer und im Übrigen der von vielen Autoren, die keine Metrik können ( wobei ich ja weiß, das Erich es eigentlich kann) wäre dies ein Gedicht!
Man könnte es aber auch einfach als Prosatext setzen:
Wir gehen in den Urlaub, fahren morgen früh ab in unserem tollen Auto,
urlaubserprobt.
Mir persönlich wäre das so zu banal als Gedicht, zu unfertig, zu unelegant- aber ich fürchte, es geht durch.
Und? - Ist das schön?
Ich habe mich in einem anderen Forum mit einem gewissen Schweizer über dieses Thema schon einmal langatmig auseinadergesetzt. Ich hatte eigentlich nicht vor, das hier zu wiederholen.
Es wäre nur schade, wenn durch die handwerklichen Defizite vieler, die sich Dichter nennen, nicht nur der Reim, sondern auch Metrik und Stilmittel verloren gingen. Ich halte beides für erhaltenswert. Und wenn schon Autoren wie Erich hier Ausflüchte suchen, dann wird mir etwas bange um die klassische Dichtung.
Es geht mir also nicht um einen Affront gegen Erich persönlich, sondern mehr um den allgemeinen Verfall der“ poetischen Sitten.“ GG
Wir können noch lange darüber diskutieren. Über Melodei, Stilmittel und andere schöne Dinge. Letztlich muss jeder es so machen, wie es seinem eigenen Anspruch gerecht wird. Die meisten Leser kennen sich sowieso nicht aus… und legen auch keinen Wert darauf.
LG von Agneta
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Oh nein!
Bitte nicht Werbesprüche als Beispiele hernehmen!
("Aus gutem Grund ist Juno rund" hatte etwas Ansprechendes).
Bitte einen neuen Faden eröffnen!
Lieben Gruß
von
Cyparis
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diese "Werbesprüche" sind von mir erdichtet worden. Deshalb kann man sie ruhig verwenden.
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Hi Agneta!
Was denn - ich schreibe EIN einziges "unreines" Gedicht, und du sorgst dich sofort um die Zukunft der metrischen Dichtkunst?? Ist das nicht etwas übertrieben?
Anderswo habe ich übrigens gerade heute ein Werk kommentiert, das anschaulich zeigt, was ich zum Ausdruck bringen wollte mit meinen bisherigen Kommis hier:
Autor: Thomas
Gefundene Freiheit
In sich selbst überstürzt,
ein dem Käfig entkommener Vogel,
wollte ich selbstbefreit
Gesetze nicht erleiden,
doch mit der Zeit
erkannte ich bescheiden,
ich gehe nur,
als folge ich der Spur,
die du mir vorgeschritten,
die wunderbar
mich Tastenden begleitet,
mich ganz und gar
zu wahrer Freiheit leitet.
Hi Thomas!
Ein Experiment? Interessant. Mal sehen:
Reimschema: A B CDCD EE F GHGH
Dreizehn Zeilen, fünf Reime.
Heber: 3433 2323 3 2323
Auftakte (b für betont, u für unbetont): bbb uuuuuuuuuu
Kadenzen: mwmwmw m mwmwmw
Keine durchstrukturierte Ordnung - und doch liest es sich gut!
Ein schönes Beispiel für etwas, worüber ich anderswo gerade mit jemandem diskutiere: Ob Metrik und Regelmaß für wahre Lyrik unverzichtbar sind oder nicht. Du zeigst mit diesem Experiment, dass es - richtig gelesen - auch sehr wohl auf harmonischen Sprachfluss und zwingende Sprachmelodie ankommt, damit ewas als lyrisch empfunden wird.
Soweit mein dortiger Beitrag.
LG ,eKy
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das ist etwas anderes, Erich. Das von dir zitierte Gedicht ist kein klassisches Reimgedicht, sondern von der Anlage und Struktur her ein modernes Prosagedicht mit ein paar eingestreuten Reimen. Ich finde es gut geschrieben.
Wohingegen dein "GLaube und Wahrheit", worüber wir uns hier auseinadersetzen, als klassisches Reimgedicht angelegt ist.
LG vonAgnegta
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Liebe Alle,
zunächst einmal: Mir gefällt Erichs Gedicht, gerade weil es ein Schnellschuss ist, der aus dem Unterbewusst ein kommt. Es hebt sich wohltuend - bitte nicht falsch verstehen! - von der sonst üblichen Erhabenheit ab, die für Erichs Gedichte charakteristisch ist.
Nein, Erichs Beispiel ist kein Prosagedicht, sondern eine Mischung aus freien Rhythmen und freien Versen,die von Prosa noch weit entfernt sind.
Auch was die Ansichten über Melodie und Rhythmik angeht, stehe ich auf Erichs Seite. Viele Songtexte beweisen das, die, einer Melodie folgend, sich wunderbar singen lassen, aber längst nicht flüssig und harmonisch zu lesen sind. Mir fällt als Beispiel der Song von Udo Lindenberg ein, den ich zu einen seiner besten zähle:
http://www.songtexte.com/songtext/udo-lindenberg/ich-lieb-dich-uberhaupt-nicht-mehr-13da75b9.html
Ein weiteres Beispiel für wechselnde Rhythmen, aber großartiger Melodik ist der Song von Cat Stevens "Father an Son", einer der schönsten lyrischen Texte in der Popmusik:
http://www.songtexte.com/songtext/ronan-keating/father-and-son-13c211f5.html
LG
Aspasia
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Ich denke, wir sollten an dieser Stelle die verschiedenen Meinungen einfach nebeneinander stehen lassen, da wir ja alle keine Literaturproffs sind.
Die Definitionen von Lyrik sind in der Neuzeit sehr schwierig geworden, die Grenzen fließend. Objektive Beurteilungen scheinen daher schwierig zu sein.
Ich hatte eigentlich immer den Eindruck, dass Erich und ich in Bezug auf Lyrikbewertung und Analyse auf einer Seite stehen und warum sollte ich mit einer unfruchtbaren Diskussion einen Keil zwischen uns treiben. Falls dies so rübergekommen sein sollte, tut mir das leid. Es ging und geht mir nur um die objektive Lyrikanalyse. Wir sitzen ja hier nicht im Hauptseminar :).
Lassen wir die Meinungen einfach nebeneinander stehen.
LG a alle von Agneta
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Keile zwischen uns werden sofort aus meinem offenen Schlafzimmerfenster geworfen (unten ist Wiese).
Zu Erichs Gedicht später noch einige Bemerkungen. :)
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Objektive Beurteilungen scheinen daher schwierig zu sein.
Ich hatte eigentlich immer den Eindruck, dass Erich und ich in Bezug auf Lyrikbewertung und Analyse auf einer Seite stehen und warum sollte ich mit einer unfruchtbaren Diskussion einen Keil zwischen uns treiben. Falls dies so rübergekommen sein sollte, tut mir das leid. Es ging und geht mir nur um die objektive Lyrikanalyse.
Lassen wir die Meinungen einfach nebeneinander stehen.
LG a alle von Agneta
Die Meinungen nebeneinander stehen zu lassen finde ich richtig. Der Begriff "Lyrik" hat sich bis in unsere Zeit hinein stark gewandelt und immer mehr Raum für Definitionen zugelassen. Es bedarf keiner Professur, um darüber zu diskutieren, denn die Professionellen auf dem Gebiet der Literatur und speziell der Lyrik haben genau die gleichen Schwierigkeiten wie wir, sich auf endgültige Definitionen zu einigen. Da die Lyrik, wie jeder weiß, aus dem musikalischen Vortrag entstanden ist ("Leier"), gehen Überlegungen der Professionellen dahin, z.B. auch den Tanz der Lyrik zuzurechnen (Rhythmus) und selbst den Bewegungsabläufen von Sportlern lyrische Elemente zuzuordnen ("Fußball-Balett", Tänzeln des Cassius Clay im Box-Ring).
Am Ende kommen alle Überlegungen immer wieder bei denselben Grundbegriffen an: Rhythmik, Melodik, Harmonie. Wo sie zusammentreffen, entsteht Lyrik.
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Am Ende kommen alle Überlegungen immer wieder bei denselben Grundbegriffen an: Rhythmik, Melodik, Harmonie. Wo sie zusammentreffen, entsteht Lyrik.
Ja!