Wenn es wärmer wird
Alleen werden nun dichter,
Wiesen sachte schön und bunt.
Morgens wird´s wieder lichter,
der Abendhimmel färbt sich rot.
Die Sonne lässt Blumen nun sprießen
und lockt Vögel aus dem Versteck.
Horch, wie Bäche nun fließen
und Gedanken im Winde zwirbeln.
Im Klee erholen sich Bienen
und Bäume sind von Blättern bedeckt.
Tiere können sich nun bedienen
und von ihrer Heimat genießen.
Doch zwischen all diesem Leben
wirkt die Hoffnung so trüb.
Sobald Bulldozer roden,
wird meine Freude ganz müd.
Wenn Fische am Plastik ersticken
und unsre Nahrung verstrahlt,
dann sehn wir Menschen nur zu,
reden drum rum und werden bezahlt.
Eisbären ertrinken ohne festerem Halt,
die Freiheit der Vögel verirrt sich im Rauch,
für Pelz wird gequält, was nur geht –
bei all diesem Leiden schmerzt mir der Bauch.
Das Artensterben bei Pflanze und Tier
ist vergleichbar mit Adolfs Begehren:
Die Schwächeren sterben,
können sich nicht einmal wehren.
Aktivist ist nur der,
der auch wirklich was tut.
Drum dichte ich euch
und hoffe, ihr findet dabei Mut.
21.05.2016
Die Natur hatte für mich zu diesem Zeitpunkt einen ganz besonderen Stellenwert. Ich lernte einen Spaziergang erst im KH zu schätzen, da ich selten raus konnte. Noch dazu im höchsten Sicherheitsstandard, wenn man in alleine in einem Raum sitzen muss und wirklich NICHTS machen darf. Lediglich schlafen und für mich Gedichte schreiben wurde mir erlaubt. Dabei kam mir die wundervolle Aussicht vom Fenster gerade recht!