die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: Erich Kykal am Juli 02, 2016, 10:42:04

Titel: Zeitweise Niederschlag
Beitrag von: Erich Kykal am Juli 02, 2016, 10:42:04
Der Wolken Zug ist eine graue Mauer,
die wallend über meinen Hügeln hängt,
sich flutend ihren Kuppen nahe drängt,
sodass sie an den Spitzen ungenauer

und vage scheinen, und ein dichter Schauer
beschattet schon die Ferne, und es zwängt
ein Kühlen, das sich mit dem Tag vermengt,
sich in sein Lied auf unbestimmte Dauer.

Was wird die Stunde seines Abends bringen?
Wo Dunkelheiten aus den Wäldern steigen,
zu Grabe ihn und aus der Welt zu tragen,

wird Regen ihm die letzte Strophe singen,
wenn alle Blumen sich vor ihm verneigen,
bevor sie morgen ihre Blüten wagen.
Titel: Re: Zeitweise Niederschlag
Beitrag von: Curd Belesos am Juli 02, 2016, 12:25:46
moin moin Erich,

ein wundervoll beschriebener Gedanke, gefällt mir sehr.

Doch S1/Z4 fällt für mich durch das "Immer" aus dem Rahmen.

Auch wenn dich meine Euphorie in dieser Art stören sollte, will ich es doch schreiben: Mein Gott, deine Terzette sind tiefer und schöner als ein Liebesgedicht.

Ich freue mich, dass ich hier schreiben und lesen kann.

LG
CB



Titel: Re: Zeitweise Niederschlag
Beitrag von: Erich Kykal am Juli 02, 2016, 14:30:30
Hi Curd!

Vielen Dank für den Hinweis auf die überlange Zeile - ab und an passiert mir derlei auch.  :o ::)

Und nein, bei solchen Liebesgedichten an die Natur stört mich deine Euphorie absolut nicht! Danke!  ;)

LG, eKy