die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: gummibaum am Juli 09, 2016, 21:46:49
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Ein kleiner Wind spielt mit dem Zweig.
Den starken Baum berührt es kaum.
Und doch weckt dieser Fingerzeig
den Kronenrand aus seinem Traum.
Er sieht den Himmel wolkenlos
in sommerlicher Mittagszeit.
Und doch durchwirkt den blauen Schoß
ein Schleier erster Müdigkeit.
Schon schwebt ins Blau ein weißer Turm,
er schimmert golden noch im Licht.
Und doch, ihm nach, als wüchse Sturm,
jagt Bollwerk und umschließt ihn dicht.
Der Zweig tanzt plötzlich wie verrückt,
denn alles deutet auf Gefahr.
Und doch, ein erster Blitz zerpflückt,
was stark und scheinbar ewig war…
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Hi gum!
Schön wie du in lyrisch fein ziselierten, ineinander verschränkten und stetig weiterführenden Bildern das Gewitter quasi im Leserkopf aufbaust - man spürt die Spannung, die sich zuletzt entlädt!
Schön auch die Wiederholung des "und doch" in jeder 3. Zeile, das dem Ganzen die Qualität einer rituellen Beschwörung verleiht.
Allergernst gelesen! :) - Hätt ich gern selbst geschrieben! ;)
LG, eKy
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Da freue ich mich, lieber Erich. Danke. Das hast du toll kommentiert.
LG gummibaum
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moin moin gum,
nach dem von Erich vorgetragenen Kommentar, bleibt mir nur die Zustimmung.
Ja, das ist sehr gekonnt aufgebaut und geschreiben.
LG
CB