die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: gummibaum am Juli 15, 2016, 22:29:15

Titel: Abendgedicht
Beitrag von: gummibaum am Juli 15, 2016, 22:29:15
Der Himmel schrieb noch ein Gedicht
zu vorgerückter Stunde.
Gelappt der Vers, zerpflückt die Schicht,
in lichter, blauer Wunde.

Ein Flugzeug. Silber, rot getränkt,
durchstöberte die Zeilen.
Dreiviertel Mond, ins Blau gehängt,
sah es vorübereilen.

Ich las noch, als es dunkel war
und alle Worte Schatten.
Es tönt nun nach. Und wunderbar
aus meiner Seele Matten…
Titel: Re: Abendgedicht
Beitrag von: Erich Kykal am Juli 16, 2016, 04:28:55
Hi Gum!

Sehr surreal - als beschriebst du ein Gemälde von Dali!

S1Z4 - Leerstelle zuviel nach "in".

S3Z2 - Da fehlt mir das Verb. Soll das Verb aus Z1 weiter gelten, ebenso wie in Z3 und 4, muss es "... und aller Worte Schatten." heißen.

Hat das Gedicht eine rote Linie, irgend einen Zusammenhang oder eine Anspielung, die mir entgeht, oder ist es reiner Dadaismus?

Jedenfalls sehr kurzweilig zu lesen und faszinierend.

LG, eKy
Titel: Re: Abendgedicht
Beitrag von: gummibaum am Juli 16, 2016, 10:08:12
Lieber eKy,

danke. S3/Z2 fehlt "waren", ist aber, hoff ich, entbehrlich.  Keine rote Linie. Mehr ein Bildgedicht. Der Himmel sah halt gut aus.

Schönes Wo-ende!

LG g
Titel: Re: Abendgedicht
Beitrag von: Erich Kykal am Juli 16, 2016, 13:19:49
Hi Gum!

Ach so, das "war" soll weiter gelten. Ich dachte, das "las" von ganz vorn, weil es das "stärkere" Verb ist ...

Ja, das kann so bleiben, aber andere könnten derselben Fehldeutung unterliegen wie ich.

LG, eKy