die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: gummibaum am Juli 16, 2016, 11:15:20
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Du allein des Nachts. Labor.
Nur von tief herauf das Rauschen
von Verkehr. Ein großes Ohr
wird aus dir, dich auszutauschen.
Proben schütteln. Kacheltisch.
Süße Lösungsmittelschwaden.
Trockner Mund. Dein Seelenfrisch
taumelt über flauen Waden.
Doch am Ende Doktorhut.
Stolz und alle Qual vergessen. -
Dreißig Jahre später Wut,
denn die Leber ist zerfressen.
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Schade dass da so die Gesundheit leidet.
Hoffe dass du damit halbwegs gut leben kannst.
Das Poem gefällt, schöner Stil, schöne Sprache.
LG wolfmozart
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Danke, wolfmozart. Ist ja nur ein Gedicht.
LG gummibaum
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Hi Gum!
Bösartig hintersinnig - keine Lektüre für ehrgeizige Laboranten! ;D
An "Seelenfrisch" habe ich mich etwas gestoßen, es wirkt mir allzu sehr dem Reim geschuldet, selbst und gerade als bemühter Neologismus ...
In der vorletzten Zeile würde ich nach "Wut" durchaus ein Komma setzen. Durch den Punkt wirkt die letzte Zeile wie abgehackt, und einen Satz mit "Denn" zu beginnen, wirkt meist nicht sonderlich sprachlich elegant ...
Abgesehen davon sehr gern - und verschmitzt - gelesen! :)
LG, eKy
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moin moin gummibaum,
ein salopper Spruch, eines saloppen Herrn spiegelt sich in deinen Versen.
"ich war jung und brauchte das Geld" >:D
Sehr gut und treffend beschrieben, man erkennt es leider zu spät.
LG
CB
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Hallo Erich,
das Seelenfrisch ist reimgeschuldet, doch konnte ich mir etwas darunter vorstellen. Das Komma ersetzt nun den Punkt. Ich danke dir.
Hallo Curd,
das Geld und die Ehre. Vielen Dank.
Euch beiden ein schönes Weekend.
LG g