die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: gummibaum am Juli 25, 2016, 12:30:53
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Mit Mutter wollt ich’s nicht verderben.
Es war ihr bestes Porzellan.
Ich zeigte den Verkäufern Scherben,
doch sahen sie mich ratlos an.
Die Zeit war um, wir wollten fahren,
und Mutter wartete zu Haus.
Doch wenn wir froh im Urlaub waren,
so sah ihr Glück nach Scherben aus.
Ein Mädchen schien mich wohl zu kennen,
es sah mich eilen, und es rief:
Mein Herr, warum sie ständig rennen,
das wüsst‘ ich gern, da ist was schief.
Im Weiterlaufen sprang ich plötzlich,
als hätte mich ihr Wort befreit,
für sie zwei Saltos, doch entsetzlich,
sie war schon fort aus Raum und Zeit…
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Hi Gum!
Interessanter Text, gut und dynamisch geschrieben, aber bei den beiden oberen Str. kenne ich mich nicht aus. Worauf wollen die Bilder dieser Str. hinaus? Falls es ein Gleichnis sein sollte, verstehe ich es nicht.
Dennoch gern gelesen! :)
LG, eKy
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Lieber gummibaum,
ich kapiers nicht, aber zumindest einen Fehler hab ich entdeckt:
das wüsst‘ ich gern, da ist was schief.
ist korrekt.
Lieben benommenen Gruß
von
Cyparis
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Ein Traum. Meine Mutter tritt darin in zweierlei Weisen auf.
Einmal als immer unzufrieden mit mir (Geschirr zerschlagen, kommt nicht rechtzeig und ohne es ersetzt zu haben zurück), zum andern -verjüngt- als jemand, der sich wundert, warum ich gehetzt wirke. Mein Versuch, die zweite Weise zu beeindrucken und damit von der ersten freizukommen, misslingt.
Danke für eure Grübelei.
Alles Liebe
gummibaum
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Hi Gum!
Aha - wäre interessant, was ein Psychologe dazu zu sagen hätte ... ;) >:D
Du solltest diese Erklärung allerdings oben beifügen, denn ehrlich: Ohne kriegt man nie heraus, wie das gemeint ist! ::) Welcher Leser, denkst du, könnte mittels der oben im Text dargereichten Information darauf kommen, dass die Mutter und das Mädchen ein und dieselbe Person sind, im (nie erwähnten) Traum zeitverschoben und zugleich existierend? Es wird nicht erwähnt, dass das LyrIch das Geschirr zerbrochen hat, und dass die Mutter darob erbost ist und das LyrIch ausschickt, neues zu kaufen. Ein "Verkäufer" könnte zudem alles mögliche verkaufen, nichts weist auf einen Porzellanladen hin.
Die 2. Str. verstehe ich nach wie vor nicht. Was hat der Urlaub damit zu tun? Welche Zeit war um? Wer ist "wir"? Und "sah" ihr Glück nach Scherben "aus" im Sinne von "Ausschau halten" oder im Sinne von "so aussehen wie"?
Du siehst, dein Text ist leider alles andere als selbsterklärend ...
Traum schön und gut, aber wenn es so informationskarg, sprunghaft und kryptisch zugeht, kennt man sich eben gar nicht mehr aus. ??? ::)
LG, eKy
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"so sah ihr Glück nach Scherben aus" = so war ihr Glück getrübt/zerschmettert (das Porzellan ist auch nur ein Symbol für etwas Ideelles, Wertvolles, der Urlaub steht für neue gemeisame Lebensphase).
Du hast recht, Erich: das ist zu kryptisch. Danke für deinen nochmaligen Kommentar.
LG g
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Ich sah bei "Mädchen" ein Hausmädchen (Zofe o.ä.) vor mir.