die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: gummibaum am August 09, 2016, 19:35:30
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Vor dem Tor zu Ruheweiten
stand er nach durcheilten Zeiten,
und ein Schritt hindurch genügte,
dass er alles unterpflügte.
Mit Triumph in der Gebärde
säte er in frische Erde
Samen, die nur langsam sprießen,
um sein Leben zu genießen.
Doch im Boden lähmten Säfte
alter Zeit die jungen Kräfte.
Warm Erträumtes starb in Tagen.
Kalt ward er zurückgetragen…
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Lieber gummibaum,
hier stimmt aber die Rubeik!
Ich kann nur sagen, daß das ein Gedicht ist, das mir Angst macht.
Du rührst an Tiefen, die ich gar nicht kennen möchte.
Dein Einfallsreichtum in Ehren!
Beunruhigten Gruß
von
Cyparis
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Hi Gum!
Das ist aber knifflig! Instinktiv dachte ich an einen frischgebackenen Pensionisten, der nun den Frieden seines Altenteils genießen möchte, um sich noch zu bilden, zu vervollkommen, das Leben zu genießen - nur um von unverhoffter Krankheit nur allzu früh hinweggerafft zu werden. Wohin allerdings wird er dann in der letzten Zeile ZURÜCKgetragen?
S1Z4 - WAS wurde durch das Durchschreiten des Tores "alles" untergepflügt? Die Ruheweiten(Paradies? Altenteil? Seelenfriede?), die durcheilten Zeiten(Seine Erinnerung? Sein Leben?) - oder beides? Wofür steht dieses Bild? Dass "er" sein Leben neu gestalten will?
S2Z2 - Ist mit der "frischen" Erde die frisch gepflügte gemeint? Der Bezug ist nicht eindeutig.
S3Z1 - Was ist mit den "Säften alter Zeit" gemeint? Dunkle Erinnerungen/Sünden eines bewältigt geglaubten Lebens, die den erhofften Neubeginn vergiften?
S3Z4 - WER trug ihn zurück WOHIN?
Alles schön geschrieben, aber für mich mit zu vielen offenen Enden, und das "Setup" wurde zu wenig erläutert. Schön kryptisch und symbolisch, aber ich komme nicht so recht mit - liege ich in etwa richtig? Es gibt mir hier zu viele Deutungsoptionen ...
Dennoch gern gelesen!
LG, eKy
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Danke, cyparis und Erich.
Die Kritik ist völlig berechtigt. Das Gedicht ist unverständlich. Es geht um jemand, der als Rentner sein Leben endlich in Ruhe genießen will, aber dann gleich an der Folgen gestressten Lebens stirbt (aus der Zukunft in die Gegenwart/Vergangenheit zurück muss).
LG gummibaum
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Hi Gum!
Dann lag meine Intuition ja richtig, und gar so unverständlich ist es nicht! Nur das "Zurücktragen" am Ende hat als Bild für mich nicht gezündet.
Das kommt übrigens oft vor, aber nicht, weil sie verspätet am Stress sterben, sondern weil ihnen der Stress plötzlich fehlt! Vor allem solche, die ihren Selbstwert über die berufliche Karriere definieren, fühlen sich nach der Pensionierung überflüssig und haltos - und sterben bald, weil sie sich innerlich fallen lassen ...
Der Mensch scheint ein wesentliches Ziel zu brauchen, das er vor Augen hat, vor allem wenn Jugend und ihre pure Lebenskraft längst vergangen sind, um sich zusammenzuhalten. Fehlt diese Komponente, zerbröseln sie oft wie verwitterter Zement ...
LG, eKy
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Und meist sind es Männer, die diese Fäden brauchen.
Von Frauen ist es weniger bekannt, die meisten freuen sich afs Rentenalterr - endlich!
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Hi Cypi!
Ja, da ist auch die Umstellung nicht so groß ... >:D ;) ;D
Hämische Grüße, eKy
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Für uns Lehrer auch nicht.
LG g
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Was soll ich davon halten? ;)