die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Wo Enzian und Freiheit ist => Thema gestartet von: wolfmozart am September 03, 2016, 13:51:04
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Schöne Welt, nun muß ich scheiden
Muß des Lebens Schicksal leiden.
Warst mir stets der liebste Freund.
Wie oft haben wir geträumt
selig unter Linden!
Wenn kein Andrer treu Dir bliebe:
Ewig gilt Dir meine Liebe!
- Und nun muß ich schwinden.
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Hallo wolfmozart,
das Gedicht eines Sterbenden ? Ein Liebesgedicht an die Welt, die er nun verlässt ?
Der letzte Satz vermittelt ein dahinschwinden. Ein Mensch der durch Krankheit immer weniger wir. Denn üblicherweise heißt es ja: und nun muß ich scheiden. Nicht schwinden.
Sprichst Du ab der zweiten Strophe nicht die Welt an, sondern einen menschlichen Freund? Wenn ja, kann man das leider nicht aus dem Text heraus erkennen, denn Du beziehst dich ja immer noch auf die schöne Welt.
Diese Art von Wehmut gefällt mir.
Lg Copper.
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Hallo Copper,
mit liebster Freund ist tatsächlich die Welt gemeint.
Das Gedicht ist auf mein eigenes Ableben geschrieben, aber ich hoff noch länger auf dieser Erde verweilen zu können :)
Dank fürs Kommentieren
wolfmozart
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Sehr ergreifend und wehmütig stimmend, lieber wolfmozart.
Zum Glück mit günstiger Prognose. ;)
Aber Deine Verse hinterlassen wirklich tiefen Eindruck, auch wenn sie an einen menschlichen Freund gerichtet gewesen wären.
Lieben Gruß
von
Cyparis
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Danke cyparis wie immer fürs Kommentieren.
Apropos günstige Prognose: Ich hoff auch du hast gesundheitlich eine günstige Prognose?
LG wolfmozart