die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am November 23, 2016, 16:12:25
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Des Abends weiß daheim der alte Dichter
sich jugendlich an manchen Traum zu wagen,
mit hohem Sinn in seinen Geist zu ragen -
als Diener, als Gefährte, als ein Richter.
Die Nebel tilgen bald die ersten Lichter
um jene Mauern, die sein Leben tragen,
und den an Herbst erkrankten Schattentagen
wird jede Stunde merklich farbenschlichter.
Den Dichter kümmern keine Dunkelheiten
als jene, welchen er in sich begegnet,
und jede Zeile, die sein Wirken segnet,
erzählt von seinen werdenden Gedanken,
und alle Werke, welche sie durchschreiten,
berühren uns und bringen uns ins Wanken.
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Lieber Erich,
Abend und Herbst verdrängen das Licht, aber der Geist des Dichters leuchtet unbekümmert so hell, dass seine Worte den Leser ins Wanken bringen.
Schönes Bild von der Unangefochtenheit freudig schaffenender Menschen in der fast nur noch von dir beherrschten abba-abba-Form des Sonetts.
Sehr gern gelesen.
LG g
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Hi Gum!
Fast nur noch von mir? Das möchte ich bezweifeln - allein in den mir bekannten Foren gibt es Dutzende, die das auch können. Über die lyrische Güte der Ergebnisse mag man streiten, aber rein technisch haben das durchaus viele drauf!
Vielen Dank für den freundlichen Zuspruch! :)
LG, eKy
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moin moin Erich,
ich möchte mich fast angesprochen fühlen, da es mir sehr gefällt 8) ::) ;D O0
LG
CB
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Das freut mich, lieber Curd.
LG, eKy