Entzweit
Einst waren wir alles,
heut spalten wir uns
ohne Ausgleichsworte hier –
ohne Emotionen da.
Ergreifen stets die Flucht,
besiegeln Oberflächlichkeit,
starren ins Ungewisse,
doch leugnen´s.
Kalt sind die Blicke,
träge die einsamen Worte,
Gedanken nur unterbewusst
und Träume vergessen.
Wir spekulieren umher
Ohne Erkenntnis,
der Sinnlosigkeit zuliebe
und dem Hass des Verdrängens.
Memorien erleuchten,
wenn Himmel sich schwärzen
und Sterne zerplatzen
ganz ohne Vorwand.
So sind wir entzweit,
doch engstens verbunden
über Lichtjahre hinweg –
auf Ewig.