die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Zwischen Rosen und Romantik => Thema gestartet von: Curd Belesos am M?RZ 02, 2017, 00:30:07
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Ihr zarter Leib glich der einer Mimose,
von reinem Weiß, der Lilienblüte gleich,
der Lippen Rot war das der schönsten Rose,
das lange Haar wie Flachs so hell und weich.
Der Anblick war noch schöner als im Traume,
denn sie stand nackt vor mir in ihrer Pracht,
ein „ja ich will“, ertönte leis im Raume,
es war die Lust der ersten Maiennacht.
Wir stiegen auf in schönste Liebeshöhen,
die Welt versank in rosarotem Licht,
oh, möge diese Liebe nie vergehen,
denn ohne sie lohnt sich das Leben nicht.
© Curd Belesos
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Hi Curd!
Die Geliebte mit einer Mimose - also im übertragenen Sinn mit einem "überempfindlichen", nervösen Pflänzchen zu vergleichen, ist pikant und zweischneidig, auch wenn es sich hier nur auf den Teint ihrer Haut bezog - zu viele missliebige Deutungsmöglichkeiten hier für die ewigen Zwischen-den-Zeilen-Leser. ;)
S1Z3 - Hebungsprall "Rot, schöner".
S2Z4 - Zwei Punkte am Ende.
Abgesehen von diesen Kleinigkeiten ein sehr gelungenes Liebesgedicht (das wievielte eigentlich? - Hast du je mitgezählt? :D) mit den üblichen verbalen Versatzstücken der romantischen Lyrik. Handwerklich sehr gut - aber nicht bös sein: nach dem ersten Dutzend sollte es dann auch mal wieder gut sein! ;) ;D 8) Das verbraucht sich irgendwann - zumindest für den unverliebten Leser - und nutzt sich ab. Man desensiblisiert sich nach und nach ...
Dennoch gern gelesen! :)
LG, eKy
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moin moin lieber Erich,
die ewigen Zwischen-den-Zeilen-Leser haben auch ihre Berechtigung, da man bei manchen Werken weder einen Sinn noch Zusammenhang finden kann und dann zwischen den Zeilen sich aus Fragmenten etwas heraus lesen muss >:D
Danke für den Hinweis zu S1/Z3
......Liebesgedicht (das wievielte eigentlich? - Hast du je mitgezählt? :D)
...ja, es ist das 251ste seitdem ich am ersten Januar 2013 angefangen habe Gedichte zu schreiben, alle mit den üblichen verbalen Versatzstücken der romantischen Lyrik.
Lies in meiner Vita nach, ich liebe romantische Lyrik 8)
Mag sein, dass der unverliebte Leser diese "Herz - Schmerz" Verse als verbraucht ansieht, man hat es mir in anderen Foren oft genug geschrieben, mag sein, dass "MAN" sich desensibilisiert, nach und nach.......
Die Leser und Leserinnen in dem Senioren-Forum in dem ich meine Liebesgedichte zuerst einstelle, sind fast alle in meinem Alter, 70 aufwärts, einige darunter. Sie reagieren darauf voller Freude, wie ich, der sie schreibt.
Es sind schöne Erinnerungen, die dabei hochkommen, an den Lebensfrühling und Sommer, denn wir stehen im Herbst des Lebens und der Winter wird uns bald kalt an die Schwelle bringen -
Ich lese zwar Gedichte über das graue, traurige Leben, doch mein Leben ist schön, ich empfinde eine tiefe innere Zufriedenheit, denn meinen Frust darüber, dass ich nach den Herzinfarkten nicht sterben durfte, habe ich mit Gedichten abbauen können.
Jetzt liebe ich und werde geliebt, das beflügelt mich.
Einen müden Nachtgruß
CB
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Lieber Curd,
das ist so zärtlich, so romantisch, so idealistisch süß - fast zu schön um wahr zu sein!
Und schon sticht mich der Hafer >:D ( Ich hoffe , du verzeihst)
Parallelgedicht: Der Frust der ersten Nacht
Ihr draller Leib glich einer Pampelmuse,
ein fahles Gelb, verwasch‘nen Laken gleich.
Die Oberweite quoll ihr aus der Bluse,
die schlaffe Haut wie Wachs, so matschig weich.
Ihr Anblick war noch schlimmer als im Traume,
denn sie stand nackt vor mir in jener Nacht,
die Manneskraft verduftete im Raume,
dahin die Lust der ersten Maiennacht!
Mir stiegen auf die höchsten Liebesnöte,
mein bestes Stück versank in trübem Licht.
Nur fort von hier! Die helle Schamesröte
war mir Beweis : Da lohnt das Lieben nicht!
Ich geh mich jetzt ein bissel schämen.......
lg, larin
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Hi larin!
Ach schäm dich nicht - höchstens wegen der beiden sechshebigen Zeilen (S3Z2,4) in einem fünfhebigen Gedicht! ;D ;)
Auch sehr gern gelesen - wie zwei Seiten einer Münze, vielleicht je nach Stimmung und Beleuchtung... - uups, jetzt werd ich auch schon böse .. - selber schäm ... :-[
LG, eKy
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na schön, na gut - mach ma's wieder kürzer.....
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Moin moin liebe larin,
bestimmt kennst du den Film „Angst essen Seele auf „ ein filmisches Melodram von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1974.
Schönheit liegt im Auge des Betrachters – meine Augen lieben und sind blind für alles andere :-* - sagt das LyrI-
Danke für deine Ausführungen, die ich mit einem Schmunzeln gerne gelesen habe.
Küss die Hand
Curd
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Lieber Curd,
ich bin zwar noch U 50 und trotzdem lese ich deine romantischen Verse immer wieder gern. Man spürt in jeder Zeile die Echtheit. :)
Liebe Larin,
dein Paralellgedicht ließ mich sehr schmunzeln. :)
Auf die Liebe!
Letreo
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Liebe Letreo,
dein Gespür betrügt dich nicht ::)
UND :
Liebe larin,
https://www.dtv.de/buch/erich-fromm-die-kunst-des-liebens-36102/
ABER:
wie meine Oma schon sagte: " Auf jeden Topf passt ein Deckel" ;)
wie mein Opa immer sagte: " wat den Eenen sin Uhl, is den Annern sin Nachtigall" ::)
ODER:
wie mein Bekannter immer sagt: " Es gibt keine hässliche Frau, es sei denn man hat eine geheiratet" >:D
usw. pp. etc.
Mit Grüßen von Curd 8)
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Lieber Curd,
ich werde Deiner Liebesgedichte niemals überdrüssig werden, denn in mir schlägt ein romantisches Herz.
So auch hier - wieder zum Anbeißen schön.
Lediglich der Vergleich mit einer Mimose hat mich beschäftigt.
Die Blüte ist zartrosafarben. Ist es vielleicht eine Anspielung auf die große Empfindsamkeit bei Berührung?
Ganz gleich - Dein Gedicht gefällt!
Lieben Gruß von
Cyparis
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Liebe Cyparis,
Die Mimose (Mimosa pudica), auch Schamhafte Sinnpflanze genannt.
Genau so war ihr Leib - schamhafte Sinnlichkeit - ;)
Ich freue mich sehr über deinen Zuspruch, denn http://www.elle.de/drei-lieben-im-leben :-*
Einen lieben Gruß
von Curd
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Lieber Curd,
bei mir stimmt das mit den drei Lieben überhaupt nicht -
ich habe weitaus öfter geliebt und viele Male davon vergeblich.
Und gerade diese Lieben werde ich nie vergessen.
Lieben Gruß
von
Cyparis
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:-* :-* :-*
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Ein Hochgesang auf Liebe und Lust.
Gut gelungen, schön zu lesen.
Lieben Gruß wolfmozart