die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Im Gras wispert Hoffnung => Thema gestartet von: Erich Kykal am M?RZ 09, 2017, 18:12:09
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Wie selten sind die seligen Momente,
darin wir baden, wenn die Sinne schweigen,
wenn, was an Außenwelt sie immer zeigen,
wo Menschen toben oder Elemente,
am Innersten vorbei ins Leere brandet,
da alle Pforten sich zur Mitte neigen
und lautlos sich verschließend einen Reigen
um jene Stelle drehen, wo sie landet:
Die eine Süße, die sich nie verhandelt
mit was auch immer wir von ihr erwarten -
aus der wir endlich, reiner und verwandelt,
die Bitterkeiten lächelnder ertragend,
in Größerem, als wir bisher bewahrten,
uns lösen, eine Auferstehung wagend.
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Lieber Erich,
wüßte ich nicht, daß Du gleich mir Agnostiker bist, könnte ich beinahe glauben, daß Du von einem religiösen, heiligen Schauder erfaßt wärst.
So tauche ich in Deine Verse ein und bin gebannt von der Intensität des Gefühls, von der Schönheit der Darstellung, die mitten ins Sonnengeflecht trifft.
Du bist d e r Künstler, der in Schönheit faßt, was ich fühle.
Lieben Gruß
von
Cypi
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Hi Cypi!
Das Gedicht behandelt - wie der Titel es ja schon benennt - schlicht das GEFÜHL der FREUDE, der allumfassenden Glücksseligkeit, wie man sie ab und zu im Leben empfindet, wenn man Glück hat. Ich denke an den Zustand des Verliebten, wenn das Wesen seiner Wahl ihm gesteht, dass die Gefühle erwidert werden, oder die Momente des Ganz-bei-sich-Seins in perfekter Kulisse und Stimmung - Euphorie eben.
Eine mögliche Lesart wäre, dass das Gedicht den Tod (des Gläubigen) beschreibt, das Gefühl, wenn er gen Himmel auffährt - doch das sollte es nicht sein. Wie du richtig sagst, bin ich irgendwas zwischen Agnostiker und Religionsgegner ...
Man KANN es auch als religiöse Verzückung auslegen, das Gefühl ist sehr ähnlich, das dabei aktive Hirnareal ist das gleiche - aber mir stand beim Schreiben keine Epiphanie vor Augen! Ich wollte nur die Schönheit eines (irdischen) Augenblicks der Gnade ausmalen, wie du es so schön in deinem Kommi beschreibst: Mitten ins Sonnengeflecht! ;) :D
Vielen Dank für dein erhebendes Lob! :)
LG, eKy
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moin moin Erich,
die Euphorie, eine neue Liebe wagend.................
Die eine Süße, die sich nie verhandelt....
aus der wir endlich, reiner und verwandelt,
die Bitterkeiten lächelnder ertragend,...
uns lösen, eine Auferstehung wagend.
Du beschreibst es wunderbar, ich liebe diese gefühlvolle Ansprache.
LG
CB
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Hi Curd!
Ja, deine Euphorie ist die späte, aber umso intensiver empfundene Liebe! So gesehen passt der Text wunderbar! :)
LG, eKy