die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Fridolin am M?RZ 10, 2017, 12:23:10
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Ich weiß, mein Sohn, wenn Lebenswunden schwären,
liegt qualvoll Kummer auf der Seele, Kind.
Du wähnst im Traum, dass sie verschwunden wären,
Attacken, die aus Teufels Kehle sind.
Da schwebt ein großes, schwarzes Schiff im Raume,
Motoren lärmen, einer rummelnd grollt.
Das Schiff liegt fest an einem Riff im Schaume
der Brandung, die ans Ufer grummelnd rollt.
Du gingst an Land, willst deine Zeit erwählen,
doch ließ ich dich nicht ohne Segen gehn.
Muss ich auch schwer die Jahre weiter zählen,
du sollst der Zukunft froh entgegen sehn.
Man kann die Kinder nicht an Festes binden,
sie müssen immer selbst ihr Bestes finden.
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Hi Fridolin!
S1Z1/2 - Wortwiederholung "Seelen-/Seele". Ich würde in Z1 "Lebenswunden" schreiben, der Schüttler funktioniert trotzdem, und die Worwiederholung wäre vom Tisch.
Diese Version der 3. Str. gefällt mir nun ausnehmend gut, sie passt in Aussage und Schreibstil nun wunderbar zu den ersten beiden Strophen! Nun liest sich alles wie aus einem Guss, ohne dass etwas die Stimmung verfälscht. Sehr gut gelöst! - Ich entschuldige mich hiermit für meine Resentiments bezüglich Schüttelreimen: Es IST offensichtlich möglich, wahre Lyrik damit zu schreiben! :)
Dieses Gedicht beweist es.
Sehr gern erneut gelesen! :)
LG, eKy
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Danke, Erich, deine Anregung hab ich gleich umgesetzt. Mit deiner Kritik hast du mir sehr geholfen, auch wenn ich zuerst etwas betroffen war.
Ja, es ist möglich, Schüttelreime mit Poesie zu verbinden. Es freut mich, dass du dies bestätigst.
LG Fridolin
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Lieber Fridolin,
Das Gedicht verbindet dein Schüttelkönnen mit einer lebhaften Schilderung des Aufbruchs und einer weisen Verzichtsgeste.
Mit Freude gelesen.
LG gummibaum
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Lieber Friedolin,
diese Verbindung von einem tiefgründigen Inhalt, den leichten Schüttelreimen und dem anspruchsvollen Sonett ist Dir genial gelungen.
Ganz großes Lob! Die Aussage und die dafür gefundenen Bilder allein hätten mich schon begeistert!
Herzlichst Günter
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Lieber Fridolin,
wäre nicht ein Hinweis erfolgt, hätte ich überhaupt keinen Schüttelreim vermutet.
Vielleicht macht das ja die "Güte" eines ernsten Schüttel-Sonetts aus?
Ich bin tief beeindruckt!
Bewundernden Gruß
von
Cyparis
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Liebe Cypi,
vielen Dank für deine bewundernden Zeilen. In meinem Gedicht geht es um das Loslassen der Eltern, wenn Kinder flügge werden und das Elternhaus verlassen. Vor Jahren, als ich noch in anderen Foren mit Musikfreunden aktiv war, habe ich zu dieser Thematik schon mal ein Gedicht verfasst, das eine Musikfreundin vertont und ein anderer Musikfreund aus Hamburg produziert hat.
Kinder hat man nur auf Zeit; Liedblatt (http://www.friedhelmgoetz.de/musik/mp3/Kinder.pdf)
Kinder hat man nur auf Zeit;mp3 (http:///www.friedhelmgoetz.de/musik/mp3/Kinder.mp3)
Liebe Grüße
von Friedhelm
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Vielen Dank, lieber Friedhelm,
für den mich erwartenden Genuß!
Immer:
Cyparis