die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Seeräuber-Jenny am M?RZ 26, 2017, 23:00:16
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Neidischer Zwist war entbrannt um die Frucht der Erkenntnis,
Die im Gemenge entglitt ihren gierigen Händen.
Hochedle Götter, sie stiegen hinab in die Sümpfe,
Wühlten im Schlamm Tag und Nacht, doch sie konnten nichts finden.
Krochen hervor, ohne Weisheit, verroht wie die Tiere,
Bestien mit blutigen Mäulern, mit schmutzigen Klauen.
Sahen zum Himmel, zum Gipfel, umgeben von Wolken,
Hoch zum Olymp, doch ihr Platz war für immer verloren.
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Hi Petra!
VIIEEL besser! :)
LG, eKy
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Liebe Seeräuber-Jenny -
willst Du mir den Olymp und seine geliebten Bewohner etwa madig machen?
Listig und brutal waren sie immer, die großartigsten Lügner unter dem Himmel -
aber ach! ich liebe sie trotz all ihrer Fehler.
Für mich ist der Olymp nach wie vor bevölkert, seit ich ihn kennenlernte.
Was für ein Versmaß ist das?
Distichen? Hexameter? Ich hab keine Ahnung, aber es liest sich so, daß ich gebannt bin.
Hab Dank für die schönen, kraftvollen Worte
von
Cyparis
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Liebe Cyparis,
es waren allzu menschliche Götter. Trotzdem möchte ich sie mir nicht zum Vorbild nehmen. Sie haben vergewaltigt, ihre eigenen Kinder gegessen und grausame Rache geübt. Als sie gefallen waren (in meiner Geschichte), verrohten sie völlig und wurden "wie die Tiere". Heute leben sie vielleicht als Menschen unter uns.
Es sind fünfhebige Daktylen. Ein Hexameter wäre sechshebig, ein Pentameter eigentlich auch und hätte in der Mitte eine Zäsur. Er wird auch nur in Verbindung mit dem Hexameter für das elegische Distichon (zweizeiliges Klagelied) verwendet.
Lieben Gruß
Jenny