die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am M?RZ 31, 2017, 16:55:00
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Endlos gab ihm seiner Pflichten Reigen
jenen Rhythmus vor, der ihn bewegte
durch verwischter Tage Lärm und Schweigen,
und die Stimmen, die sein Tun erregte,
trieben ihn, sich weiter zu beeilen,
wuchsen ihm zu unerhörten Mienen,
die aus jedem schüchternen Verweilen
ihn verscheuchten wie ein Stich von Bienen.
Rastlos ging sein Leben ihm vorüber,
bis ein Vogel zwitscherte im Baume
und er innehielt und sann darüber,
als erwache er aus einem Traume.
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Lieber Erich,
solche Stimmen und Mienen können den Alltag zur Hölle machen und Dein Gedicht beschreibt auch eine Hölle.
Das scheint vieles authentisch zu sein, leider.
Wie schön wäre es, wenn sich das LI nach der Plackerei in der Lyrik und Poesie wiederfände, auch ohne des Vogels Ruf!
Das erwachte klingt in meinen Ohren falsch, ich hätte erwache geschrieben.
Lieben aufmunternden Gruß
von
Cypi
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Hallo eKy,
ein poetisches Erwachen! Durch etwas so geringes wie ein Vogelzwitschern findet das LI einen neuen Hafen. Das ist toll geschrieben!
Gruß,
Laie
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Hi Cypi!
Der Rest des Satzes ist in der Mitvergangenheit, darum scheint mir das "erwachte" nicht falsch. Aber ich denke, beide Formen sind hier möglich.
Hi Laie!
Oft sind es Kleinigkeiten, die lange in uns Gereiftem zum endgültigen Durchbruch verhelfen! Der sprichwörtliche letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt ...
Euch beiden vielen Dank für lobenden Zuspruch und Gedanken! :)
LG, eKy
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Das ist sehr sehr schönes Bild, Erich. Mancher der einen Vogel hat, sollte ihn so zu nutzen wissen und sich im Innehalten finden.
LG gummibaum
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Hihi!
"Mancher, der einen Vogel hat ..." - wie herrlich doppeldeutig! ;D
LG, eKy
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Lieber Erich,
Zitat Erich:
Der Rest des Satzes ist in der Mitvergangenheit, darum scheint mir das "erwachte" nicht falsch. Aber ich denke, beide Formen sind hier möglich.
Alles, was nicht ausgesprochen falsch ist, lege ich Dir als richtig zu Füßen! :)
Liebe Grüße
von
Cypi