die Lyrik-Wiese

Blumenwiesen => Das Blöken der Lämmer => Thema gestartet von: gummibaum am April 02, 2017, 22:33:50

Titel: Ach
Beitrag von: gummibaum am April 02, 2017, 22:33:50
Ein Wörtchen, wie das kleine „Ach“
ruft kräftig die Gefühle wach.
Mit Rücksicht auf die Emotionen
muss man das „Ach“ korrekt betonen.

Wirst du auf nassem Laken wach,
und bist beschämt und flüsterst „ach“,
so fühlt sich doch das Kind beklommen,
das eben froh zur Welt gekommen.

Legt sich ein Lebensmüder flach,
und steigst du drauf und flötest „ach“,
kann dieser Ton die Lust am Sterben
im letzten Augenblick verderben.

Seih darum achtsam mit dem „Ach“.
Wer wütend starb, wird nicht mehr wach.
Und wer empfangen wird mit Klagen,
der wird beim „Ach“ fortan versagen…
Titel: Re: Ach
Beitrag von: Erich Kykal am April 02, 2017, 22:54:41
Hi Gum!

S1Z3 - Kein Komma am Zeilenende.

"Ach" würde ich nicht als "Ton der Lust" bezeichnen, zudem ist diese Zeile leicht missverständlich, ich wollte zuerst "kann dieser Ton die Lust am Sterben" lesen. Ehrlich gesagt, wäre diese Version (Die Lust wird nicht auf den Ton bezogen, sondern auf's Sterben) nicht nur inhaltlich klarer, sie gefiele mir auch im Sinnzusammenhang besser.

Ach, gern gelesen!  ;)

LG, eKy
Titel: Re: Ach
Beitrag von: gummibaum am April 02, 2017, 23:42:11
Danke, Erich, hab's geändert. Der Ton des geflöteten "Ach" ist eben kein zur Intention passendes trauriges, sodern angesichts des Flachgelgten eines der Vorlust, mehr so ein "Aaaa...ch".

LG g
Titel: Re: Ach
Beitrag von: cyparis am April 03, 2017, 15:51:25
Naja, lieber gummibaum,

dann eben ein gehauchtes "ach!".
Das Tippfehler-Sieb entferne bitte noch, liest sich gar zu drollig.
Das "ach" ist so vielseitig und vieldeutig verwendbar, daß es unentbehrlich geworden ist, auch für mich.

Lieben Schmunzelgruß
von
Cyparis
Titel: Re: Ach
Beitrag von: Curd Belesos am Juli 27, 2017, 00:23:15
Ach, lieber gummibaum,

das Tippfehler-Sieb seiht immer noch  ;D

Doch sei nicht traurig, das Gedicht habe ich trotzdem gerne und mit Freude gelesen. ;)

LG
CB