die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am April 05, 2017, 12:51:58
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Es gab noch nie ein Ende der Geschichte,
entropisch setzt sich alles weiter fort,
veränderlich in Umstand, Zeit und Ort:
Das Leben fließt und macht sich selbst zunichte.
Und was vollbringen schon wir kleinen Wichte
an Werk darin, das nicht mit uns verdorrt,
wo selbst der größten Schätze goldner Hort
aus dem Erinnern sickert und dem Lichte?
Wer macht sich wirklich klärende Gedanken
zum eignen Bilde im zu großen Rahmen,
darin wir wie bedeutungslos verschwinden,
daraus von je wir ins Vergessen sanken
im Gang von Jahren, die uns bloß erlahmen
und schrumpfen lassen, ohne Halt zu finden?
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Lieber Erich,
wieder ein großartiges Gedicht mit s e h r gelungenem Reimschema.
Ich melde einen Widerspruch an:
Für Dich kann der Rahmen nicht zu groß sein, Du füllst ihn aus, und das Versickern Deines Werkes wird erst in weiter, weiter Zukunft beginnen.
Dagegen wird von mir kleinem Erdenwurm nichts meine Zeit lange überdauern und das ist wohl auch gut so.
Ganz lieben bewundernden Gruß
von
Cyparis
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Hi Cypi!
Tiefstaplerin, wenn du dich selbst beschreibst, Hochstaplerin, wenn du mich auf's Podest hebst! ;) ;D
Aber ich danke dir für diese Begeisterung, sie treibt mich weiter an! :)
LG, eKy
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Lieber Erich,
in einem anderen Forum wurde ich schon als Füßeküsserin gehandelt.
Von den Neidern.
Und von den Bösartigen und Rachsüchtigen als alt Vettel. ;D
Wonnegruß
von
Cyparis
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Hi Cypi!
Und ich bin für manche ein selbstgerechter Schnösel, ein arroganter Arsch oder zumindest ein altbackener Schnulzendichter! - Was soll's! Lass die kleinen Irrlichter blinken in ihrer Nacht - es ist alles, was ihnen bleibt, wenn niemand vom Wege abkommt, um ihnen zu folgen. ;) ;D 8)
LG, eKy
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Lieber Erich,
aus dieser Perspektive sind wir bedeutungslos. Es ist egal, wie wir leben, ob wir uns alle vernichten oder weiter exstieren.
Beruhigt gelesen.
LG gummibaum
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Richtig, lieber Gum -
wenn man dies einmal als Fakt akzeptiert hat, lebt es sich überraschend entspannt. Die "Wichtigkeiten" des Alltags relativieren sich, der Geist, der an ihnen kleben bleibt, erscheint einem klein und verworren.
Natürlich darf man solch eine Einstellung nicht als Freibrief für hemmungslose asoziale Taten missverstehen. Wo man beginnt, anderen zu schaden, endet das eigene Heil.
LG, eKy