Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Mai 03, 2017, 14:55:09
Titel: Allumfassender Moment
Beitrag von: Erich Kykal am Mai 03, 2017, 14:55:09
In einem Augenblick ist mehr, als tausend Leben erforschen könnten, die du nacheinander lebst. Was immer du davon vor deine Augen hebst, mag es dich noch so sehr erfüllen und erheben,
ist Ahnung nur vom großen Ganzen dieser Erde, darauf du etwas fühlst und atmest und erreichst, doch ist der eine Weg, von dem du niemals weichst, nur einer unter ungezähltem Wohl und Werde.
Unmöglich, auch nur das Geringste zu erfassen, das jetzt geschieht, da deine Augen diese Zeilen bereisen, ihr Verströmen sich geschehen lassen!
Die Welt entufert sich unsäglich deinen Sinnen, und nur, worauf die Augen seelenvoll verweilen, erwächst zu Welt in dir und kann sich dort beginnen.
Titel: Re: Allumfassender Moment
Beitrag von: Phoenix-GEZ-frei am Mai 03, 2017, 17:54:21
Lieber Erich,
Dieses dein Melodei mit:
Universeller Schönheit
[/i]
Titel: Re: Allumfassender Moment
Beitrag von: Erich Kykal am Mai 04, 2017, 13:21:09
Hi Phönix!
Vielen Dank für die freundliche Replik !
LG, eKy
Titel: Re: Allumfassender Moment
Beitrag von: cyparis am Mai 11, 2017, 11:10:19
Lieber Erich,
Du zeigst, wie sich scheinbar Widersprechendes verbinden und verschlingen läßt, daß es eine ganz neue Erfahrung wird. Sind wir bis heute blind durch die Zeit gestolpert? Dein Gedicht ist sehr philosophisch und gar nicht sooo leicht zu entschlüsseln. Weil uins allumfassende Momente so selten begegnen? Weil die allumfassenden Momente vielleicht gar nicht wirklich wahr geworden sind? Ich erlebe sie am ehesten, wenn ich träume.
Ich darf Dich zitieren? Die Welt außerhalb von uns ist praktisch unendlich - aber das kann die Welt IN uns ebenfalls sein, oder zumindest so groß, wie wir sie eben gerade noch zu bauen und zu erfassen vermögen.
Lieben Gruß von Cyparis
Titel: Re: Allumfassender Moment
Beitrag von: Erich Kykal am Mai 11, 2017, 16:44:17
Hi Cypi!
Du bringst es auf den Punkt. Wir leben in beiden Welten, und in welcher wir uns lieber aufhalten, dürfen wir selbst entscheiden. Erfassen in ihrer Gesamtheit vermögen wir wohl beide nie. Die äußere ist zu groß, um ganz erforschbar zu sein, die innere oft zu unerforscht aus mangelnder Selbstreflektion und -analyse. Bis zuletzt vermögen wir uns immer noch selbst zu überraschen, nicht wahr?