die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Günter am Juni 19, 2017, 08:57:09
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Den Knaben, der den Tag vergaß,
weil er so gerne Märchen las,
begeisterte der Heldenmut,
durch Siege Freiheit zu erringen.
Am Ende wird stets alles gut -
auch ihm soll das dereinst gelingen!
Er übte sich in manchem Streit,
noch lag der Freiheitsfrieden weit.
In heilgem Eifer zog er fort,
sein Leben gar dafür zu wagen.
Er hat samt allen Feinden dort
das, was er suchte, mit erschlagen.
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Hi Günter!
Die Conclusio gefällt mir besonders - genau die Art philosophischer Zynismus, die mir behagt! :)
Ein paar Tipps:
Ein Knabe, der ein Märchen las
- die Wirklichkeit um sich vergaß - Der Einschub hier ist nicht optimal.
las von dem kühnen Heldenmut,
Freiheit durch Siege zu erringen. Zeile beginnt betont!
Am Ende wird stets alles gut.
Auch ihm soll dies dereinst gelingen!
Er übte sich in manchem Streit,
noch lag der Freiheitsfrieden weit.
In heilgem Eifer zog er fort,
sein Leben gar dafür zu wagen.
Er hat samt allen Feinden dort
das, was er suchte auch erschlagen. Komma nach "suchte".
Vorschäge (stilistisch, phonetisch, formal):
Den Knaben, der den Tag vergaß,
weil er so gerne Märchen las,
begeisterte der Heldenmut,
durch Siege Freiheit zu erringen.
Am Ende wird stets alles gut -
auch ihm soll das dereinst gelingen!
Er übte sich in manchem Streit,
noch lag der Freiheitsfrieden weit.
In heilgem Eifer zog er fort,
sein Leben gar dafür zu wagen.
Er hat samt allen Feinden dort
das, was er suchte, mit erschlagen.
Nimm, was dir brauchbar erscheint.
Sehr gern gelesen! :)
LG, eKy
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Lieber Erich,
habe besten Dank für Dein Lob und die Hinweise.
Ich habe Deinen Vorschlag gern übernommen!
Liebe Grüße Günter
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Ich habe Deinen Vorschlag gern übernommen!
moin moin Günter,
und ich habe dein Gedicht gern gelesen ;D
LG
CB
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Danke, lieber Curd!
Herzliche Grüße Günter
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Und mir, lieber Günter, gefällt auch der wuchtige Schluß am besten.
(Wir bringen Euch den Frieden, und wenn kein Stein auf dem andern bleibt!).
Prima gemacht, obwohl das mit dem "Giutmensch" heikel ist. Manche halten ihn ja bereits für ein Schimpfwort.
Lieben Gruß
von
Cyparis
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Prima gemacht, obwohl das mit dem "Giutmensch" heikel ist. Manche halten ihn ja bereits für ein Schimpfwort.
Sprachwissenschaftler haben "Gutmensch" zum Unwort des Jahres 2015 gekürt.
Nur mal so nebenbei ::)
LG
CB
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Hallo Cyparis, hallo Curd,
danke für die Beschäftigung mit meinem Gedanken.
Das Wort Gutmensch ist sicher eine Neuschöpfung, die im Gegensatz zu einem guten Menschen steht.
Diese Erscheinung ist hingegen nicht neu. Das Leben ist niemals in Schwarz und Weiß zu gliedern. Jedes gute Ziel, was ohne Verstand und Feingefühl verfolgt wird, kann schnell ins Gegenteil umschlagen. Wie viele Weltverbesserer haben schon unsägliches Leid verursacht? Auch die Inquisition gab sich als das, was das Böse ausrotten wollte und damit wurde sie zum Inbegriff des Bösen. Haben nicht auch viele despotische Diktatoren einen positiven Anfang genommen und eine ursprünglich positive Idee verfolgt? Ich sehe auch eine gewisse Kausalkette: Positive Ideen finden Anhänge - Anhänger verleihen Macht - Macht verdirbt den Charakter.
Herzliche Grüße Günter
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Das fatale ist:
Mein Nachbar ist wirklich ein guter Mensch!
Aber Gutmensch ist herabwürdigend?
Aspasia hatte mich bereits belehrt, vielleicht geht es jetzt ein.
Ich werde den Begriff zu meiden wissen.
Euch liebe Grüße
von
Cyparis
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Hallo Cyparis,
das Wort Gutmensch ist mit Sicherheit negativ belegt. (Also echt in gewisser Weise das Gegenteil eines guten Menschen. Es reicht von dumm-ignorant über fanatisch, vielleicht sogar bis zum kleingeistigen Arschloch, doch herabwürdigend wäre nicht das Wort meiner Wahl. Hierunter würde ich verstehen, etwas vorhandenes schlechter zu machen als es ist. Gutmensch hingegen ist eher sarkastisch zu verstehen, etwas nett zu umschreiben und doch unmissverständlich bloß zu stellen.
Mich reizt dieses Thema, es etwas ausführlicher zu behandeln. Offensichtlich ist ein Gedicht dafür kein erschöpfendes Genre.
LG Günter