die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am August 01, 2017, 14:52:24
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Wo Blau und Grün sich mischen und begleiten
in großen Bildern, die den Tag beschreiben
und wie Kulissen vor die Augen treiben,
die uns das Leben malt, das wir beschreiten,
enthebt die Seele seufzend ihren Tiefen,
darin sie sie bedeckt hielt in den Falten
der Kümmernisse, die die Nacht gestalten,
Erinnerungen, die im Dunkel schliefen,
und lässt von Kindertagen sie erzählen,
als alles Welt war um die jungen Sinne,
noch unbegreiflich, groß und am Beginne,
doch gleichermaßen frei, daraus zu wählen.
Wie glichen wir den Trieben in den Kronen,
der Erde fern und doch mit ihr verbunden
wie selbstverständlich in bewegten Stunden,
darin wir uns entfernen und begegnen.
Das Alter, das uns reifte, will sie schonen
für die Erinnerungen, die uns segnen.
Zweitversion:
Wo Blau und Grün sich mischen und begleiten
in großen Bildern, die den Tag beschreiben
und wie Kulissen vor die Augen treiben,
die uns das Leben malt, das wir beschreiten,
dort will die Kindheit uns von sich erzählen,
als alles Welt war um die jungen Sinne,
noch unbegreiflich, groß und am Beginne,
doch gleichermaßen frei, daraus zu wählen.
Wie glichen wir den Trieben in den Kronen,
der Erde fern und doch mit ihr verbunden
wie selbstverständlich in bewegten Stunden,
darin wir uns entfernen und begegnen.
Das Alter, das uns reifte, will sie schonen
für die Erinnerungen, die uns segnen.
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Lieber Erich,
kunstvoller ist die erste Version durch den Kontrast aus "Falten der Kümmernisse" und den darin geborgenen Sommergefühlen der Kindheit. Klarer ist die zweite Version, bei der die Blüte der Gefühle unmittelbar auftaucht (ohne zuvor noch die dunkle Hülle abstreifen zu müssen).
Beide Versionen gefallen mir sehr. Die Befindlichkeit des Kindes in der Welt wird genau und mit zartem Strich gemalt und die Fülle an Licht
und Bewegung, die es aufnahm, durchflutet die Verse, die die Erinnerung tragen.
Der Schluss bremst mit seiner weisen Betrachtung die bewegte Stimmung etwas aus.
Mit großer Freude gelesen.
LG gummibaum
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Hi Gum!
Anderswo wurde dieses Werk als etwas zu staksig empfunden, zu kopflastig geschrieben, zu sprachverspielt, um tiefe Emotionen zu tragen. Mag sein, zur Zeit geht es nur so.
Ich bekam den Rat, die 2. Str. zu kippen, und das "sie sie" wie das "die die" haben mir ohnehin nicht gefallen, aber ich bekam sie nicht weg!
Dennoch finde ich die Strophe zu gut, um sie ganz zu verwerfen, daher die 2 Versionen. Zu welcher der beiden würdest DU eher tendieren?
Vielen Dank für deine klaren Gedanken! :)
LG, eKy
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Hallo eKy,
ich mag beide Versionen, aber die erste finde ich tiefer.
Gern gelesen.
Lieben Gruß
Letreo
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Hi Letreo!
Vielen Dank für deine Gedanken! Mir gefallen auch beide Versionen, jede auf ihre Art. Nun, spätestens bei der Drucklegung in Buchform muss ich mich wohl für die eine oder andere entscheiden.
LG, eKy
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moin moin Erich,
mit Genuss habe ich beide Varianten gelesen und würde mich bei der Drucklegung für die zweite entscheiden, obwohl die erste eine angenehme Tiefe aufzeigt, die sehr ins träumerische geht.
gummibaum hat es mit seinen klaren Gedanken übrigens sehr gut beschrieben ;)
Es gefallen mir beide Gedichte, die ich daher mehrfach gerne mit Genuss gelesen habe.
LG
CB
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Hi Curd!
Vielen Dank für deinen Zuspruch, der allerdings auch keine Entscheidungshilfe darstellt ... ;)
LG, eKy
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moin moin Erich,
meine Entscheidung :
würde mich bei der Drucklegung für die zweite entscheiden
LG
CB
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Hi Curd!
Alles klar ...
LG, eKy