die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Fridolin am November 01, 2017, 06:41:42
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Du hast mich treu durch dünn und dick begleitet,
bist mir in höchsten Nöten beigestanden,
als wir im Fels uns an die Steige banden,
wo jeder Aufstieg höchstes Glück bedeutet.
Du fandest immer Kraft zum guten Leben,
ertrugest still auch trüber Tage Lasten,
und konntest sicher deine Lage tasten,
dich der Natur im Absoluten geben.
Nun ließ der Tod das dir Gewährte fallen,
ich sehe dich zum Himmel schwebend leben.
So lass auch mich zum Geiste lebend schweben
und mich dereinst zu dir, Gefährte, wallen.
Dein Schicksal ließ dich nicht mehr weiter leben,
willst du an meiner Himmelsleiter weben?
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Hi Fridolin!
Schönes Shakespeare-Sonett mit Schüttelreimen. Der erste (S1Z1/4) ist glaube ich nicht ganz sauber, aber sonst fallen die Schüttler gar nicht auf, wirken keinesfalls bemüht, die Sprache nicht zu ihren Gunsten hingebogen. Ein Kunstwerk!
Mein Beileid zum im Inhalt beschriebenen Verlust - Freunde können einem oft näher stehen als Verwandte! :(
Sehr gern gelesen!
LG, eKy
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moin moin Fridolin,
ja, es tröstet, sich von geliebten Menschen mit einem Gedicht oder einer Geschichte zu verabschieden.
Leider haben wir das Alter, in dem immer mehr Verse der eigenen Seele Ruhe bringen müssen.
Ich habe in den letzen zwei Jahren zu viele schreiben müssen, doch es ist ein schöner Gedanke, dem Freund auf diese Weise ein wenig unsterblich zu machen, du als Schüttler hast es treffend beschrieben.
Einen mitfühlenden Gruß
CB
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Hi Eky,
dieses Jahr war für mich ein Sch...jahr, so viele Todesfälle im Familien- (Schwiegersohn) und Freundeskreis, fast nicht zu ertragen.
Z1 und 4 dünn und dick begleitet/Glück bedeutet sind unreine Reime, aber korrekt geschüttelt. Es freut mich, dass dir das Schüttelsonett insgesamt gut gefällt.
Curd,
auch dir herzlichen Dank für den lobenden Kommentar und die Anteilnahme.
LG Fridolin