die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: Erich Kykal am Januar 01, 2018, 11:32:19
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Die tiefen Himmel schieben ihr Ergrautes
so eilig fort, als wüssten sie, dass alles,
was sie bewegen in der Welt des Schalles,
kein Bleibendes und lange Auferbautes
gebären kann, kein Schrilles und kein Lautes,
das sich im Schatten seines Widerhalles
der Welt vermählt, und das im Fall des Falles
uns mehr verspricht als nur ein kurz Geschautes.
Kein Augenblick verewigt sich im Äther,
kein Bleibendes beweist, was an Gedanken
von allen, die im Wolkenspiel versanken,
er weiterträgt an wallende Gestade,
darin sie ruhen dürfen für ein Später
wie fromme Wünsche in der Bundeslade.
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Schönes Gedicht, lieber Erich,
in welchem du (wie häufig) mit der Nominalisierung von Adjektiven und Partizipien dem Naturschauspiel etwas Großartiges einbeschreibst, und hier wird es sogar dem Flüchtigen zuteil.
Sehr gern gelesen
LG g
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Hi Gum!
Mir wurde dieser hauptwörtliche Gebrauch neulich als "unlyrische Verirrung" vorgeworfen - natürlich ein Argument böswilliger Subjektivität, die verletzen und herabsetzen will (du ahnst vielleicht, von wem ...).
Da dachte ich mir: Jetzt erst recht - ich packe mal so viel davon wie möglich in einen Text. Und - wirkt es "unlyrisch verirrt"?! ;)
LG, eKy
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Nicht unlyrisch, Erich. Sehr schön. Und es wirkt philosophisch.
LG gummibaum
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Hi Gum!
;D Was heißt "wirkt"!? - Es IST philosophisch! ;) 8)
LG, eKy
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Es IST philosophisch!
...und sehr gekonnt geschrieben. ;)
LG
CB
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Hi Curd!
Vielen Dank! (Verbeuger) :)
LG, eKy