die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Erich Kykal am Februar 26, 2018, 18:04:55
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Es fühlt sich an wie lang dahingegangen,
wenn ich zuweilen im Verschämten wühle,
im Bodensatz bewältigter Gefühle,
die meine Selbstbeherrschung nie bezwangen:
Ein Stern, vom Himmel einst herabgefangen,
zutiefst ersehntes Glück, die süße Schwüle
zu lang verkrustet in entrückter Kühle -
kein Atemholen mehr, kein Hingelangen!
Zu spät dafür, sich anders zu besinnen,
der letzte Zug ist lange abgefahren.
Kein Sehnen mehr, von vorne zu beginnen,
was unaufhörlich auf der Seele lastet
und abgeschmackt verkümmerte in Jahren.
Die Kreise schwinden und das Leben fastet.
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Lieber Erich,
Die Kreise schwinden und das Leben fastet.
Früher oder später fastet ein jeder Mensch und wartet darauf, dass er erlöst wird.
Du hast eine bitter/süße Lebenserfahrung beschrieben, die wahrscheinlich mehr Menschen betrifft, als allgemein angenommen wird.
LG
CB
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Hi Curd!
Mit zunehmendem Alter passiert das wohl immer öfter, sodass man sich dran gewöhnen kann. Irgenwann ist jeder Erfahrung letzter Zug abgefahren, und er wird dieselbe Strecke kein weiteres Mal vorbeikommen! ::)
Vielen Dank für deine Einlassungen! :)
LG, eKy