die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Mai 26, 2018, 12:22:18
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Die Welt bereist in ihrem Gange
bewusstlos jene Bahn im All,
die ihr gegeben ist im Zwange
von Rotation und freiem Fall.
Wir leben der Physik Gesetze
und sprechen doch vom Paradies!
Wer denken will, der widersetze
sich 'Gottes Wort' und lerne dies:
Vergebens ist es, Sinn zu träumen
mit einem Geist, der kaum erfasst,
was wirklich ist, denn wir versäumen,
was nicht in unser Denken passt!
Nicht Gottes Ebenbild, nur Larve,
die sich entwickelt – das sind wir,
sich stetig wandelnd nach Bedarfe
in Richtung Weiser oder Tier.
Die Welt bereist in ihrem Gange
ein ewig ungewisses Sein,
und ob wir bleiben und wie lange,
bedeutet nichts, denn wir sind klein.
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stimmt, lieber Erich und dennoch: die Liebe von Menschen macht uns unvergänglich und auch ziemlich größer... Gerne nachphilosophiert mit lG von Agneta
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Hi Agneta!
Größer nur im eigenen Ermessen - dem Universum bedeuten wir, geliebt oder ungeliebt, gleich viel - oder wenig.
Und Unvergänglichkeit ist eine gern gehegte Illusion der Menschheit! ;) Erinnerst du dich denn nicht an die unsterbliche Liebe von Anuk und Piata, 2093 vor Christus? Nein? - Dabei war sie die größte aller Zeiten! Aber sie fanden scheinbar nie einen Stückeschreiber oder Romancier, der sie "unsterblich" machen wollte ... ;) >:D
Diese schwammige Ansicht, alles, was für UNS Bedeutung habe, müsse sich auf irgendeine Weise ins Buch des Universums eingravieren und ginge auf rätselhafte Weise nie verloren, erübrigt sich bei objektiver Sicht der Dinge und klarem Gedankengang. Sorry ... :-\
Scheinbar konnen wir nicht mit der Idee existieren, völlig sinnfrei zu sein. Wir reden dauernd von Freiheit, aber auch die ist eine Illusion, denn mit SO viel Freiheit können wir augenscheinlich nichts anfangen. Schade ... ;)
LG, eKy
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Lieber Erich,
Im eigenen Ermessen... hm. Unser Leben macht uns und hat immer nur Sinn "im eigenen Ermessen." Dem Universum sind wir egal und mir ist das Universum egal. Mich interessiert ncht mal die Meinung meines Nachbarn über mich.Warum sollte es mich interessieren, ob ich fürs Universum wichtig bin? Ich bin es nicht und so what?
Wichtig ist mir nur die Liebe meiner Familie und in der werde ich gedanklich fort bestehen, in meinem Kind und in meinem Enkel und in den folgenden Generationen und meiner Liebe, die ich ihnen geben kann - in den Erinnerungen, die in ihren Herzen bleiben - Universum hin oder her.
LG von Agneta
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moin moin Erich,
eines ist gewisslich wahr, "Der Mensch gleicht einem Hauch, seine Tage sind wie ein flüchtiger Schatten." (Ps 144,3+4)"
er ist aus dem Staub des Universums geboren und wird nach dem Ende seiner Tage als Sternenstaub ein NICHTS in den Unendlichkeiten der Ewigkeiten sein.
Sinnlos, darin einen Sinn zu suchen oder zu sehen >:D
Jede deiner Strophen ist wie ein Klöppelschlag an einer großen Glocke, laut, wahr, unüberhörbar.
Doch der Klang wird vergehen, wie alles in unserer kleinen Welt und unserem ach, so großen All aus Sternen und Staub.
Aber ich habe sie mit Begeisterung gelesen.
LG
CB
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Hi Curd!
Zitat:
"Jede deiner Strophen ist wie ein Klöppelschlag an einer großen Glocke, laut, wahr, unüberhörbar.
Doch der Klang wird vergehen, wie alles in unserer kleinen Welt und unserem ach, so großen All aus Sternen und Staub."
Mit Freude habe ich deinen literarisch hochwertigen Beitrag gelesen! Du solltest heute unbedingt ein paar Gedichte schreiben, wenn du dich so poetisch zu artikulieren vermagst - offenbar ist dein lyrisches Organ in guter Stimmung! ;) :D
Vielen Dank für diese Zeilen! :)
Hi Agneta!
Ich pflichte bei, obwohl das "Egalsein" meinerseits noch von Stimmungsschwankungen abhängig ist. Aber ich arbeite an meiner allumfassenden Gelassenheit! ;) 8)
LG euch beiden,
eKy
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Lieber Erich,
ein großes BRAVO! für das feine Gedicht.
Die humane Hybris gibt uns ein, daß wir etwas Besonderes seien, aber intergalaktisch gesehen ist selbst die Milchstraße nur ein Flohdreck.
Oder Schatten, wie Curd schreibt.
Bei mir ist alles Lebenswichtige auf einen Alarmknopf geschrumpft und schmerzfreie Tage sind ein Geschenk. So wie Dein Gedicht.
Für das ich artig danke!
Immer:
Cyparis
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Hi Cypi!
Es schmerzt mich lesen zu müssen, wie schwer dein Leben geworden ist! Das Schicksal mischt die Karten - wir können nur entscheiden, wie wir mit unserem Blatt spielen wollen ...
Ich wünsche dir NUR schmerzfreie Tage! :)
LG, eKy
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Liebster Erich,
hab Dank für Dein Mitgefühl!
Ich versuche, aus Allem das Beste zu machen; z.B. habe ich nur noch selten Gewissensbisse, wenn ich den Haushalt nicht selbst erledigen kann. Dafür hab ich bezahlte Kräfte.
Daß die Medikamente scheußlich träge machen, ist ein unerwünschtes footycap.
Lol.
In Gedanken bin ich stundenlang auf der schönen Wiese - und dann fehlt doch die nötige Energie, um dem Inneren Schweinehund Paroli zu bieten. Er hat es auch fertiggebracht, daß ich nach zwei Monaten wieder rauche. (Einer vn zweien Genüsse, die ich mir noch erlaube).
Heute lacht die Sonne - möge sie auch Dir scheinen!
Immer:
Cypi
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Hi Cypi!
Vielen Dank! :)
LG, eKy