die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Wo Enzian und Freiheit ist => Thema gestartet von: wolfmozart am Juli 14, 2018, 12:24:42
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Ich bin schon müd und alt
Mein Herz geht schwach und mir ist kalt
Mein tausendjährges Gähnen sinkt
Zur Ewigkeit, die mir schon winkt
Mein Haar ist weiß, so wie der Schnee
Kenn' niemand mehr, wo ich auch geh
Ich bin der Letzte meiner Zeit
Und Ewigkeit ist nicht mehr weit
Die Zeit, sie fängt zu sterben an
-War denn mein Leben nur ein Wahn?
Die Uhr steht still, weil Gott es will
Und endlich bin auch ich am Ziel
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Lieber wolfmozart,
alle, alle müssen wir erkennen, daß wir dem Schicksal Sterben anheimgegeben sind.
Aber ich glaube fest, daß dies keine Zustandsbeschreibung ist - Du bist doch noch so jung!
Lieben Gruß
von
Cyparis
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Hallo cyparis,
In diesem Poem spricht ein sehr alter Mensch stellvertretend fürs Alter. Ich hoff dass ich selbst noch nicht so nah am Thema Tod bin.
Lieben Wochenendgruß
wolfmozart
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Du kanst Dich s e h r gut in einen alten Menschen hineinfühlen.
Ich glaube fest, daß ohne dieses Nachfühlen keiner Dichter werden kann.
LG, lieber wolfmozart,
von
Cyparis
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Ja das ist auch sicher eines der wichtigen Kriterien für einen Lyriker.
Dank dir wie immer für die Rezension cyparis.