die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: gummibaum am September 02, 2018, 12:07:07
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Er fühlte sich kaum mehr als Mann,
zog sich zurück und lag im Bett.
Des Nachts ging er ins Internet
und sah sich Boxlegenden an.
Dann tanzte er wie sie im Ring,
und seine Faust war schnell und stark.
Es knallte, und der Gegner hing
im Seil wie eine Masse Quark.
In Jubel und Applaus gewiegt
trat er vors Haus ins frühe Licht -
Er torkelte, und war besiegt
von seinem Depressionsgewicht…
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Hi Gum!
;D Ja siehst du, da bin ich schlauer! Ich lese Gedichte im Internet, da sorgt mein Depressionsgewicht nicht für Kreislaufprobleme! ;) ;D
Amüsiert gelesen! :)
LG, eKy
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Lieber gummibaum,
etwas entfernt Ähnliches habe ich in einem Film gesehen:
Ein Boxer fängt an, in die Jahre zu kommen. Zuletzt arbeitet er als Rausschmeißer und Geldeintreiber für einen dubiosen Freund.
Er möchte wieder boxen, aber niemand gibt ihm einen Kampf - er ist schlicht über das Gewinnalter hinaus.
Kurze Zeit später erkrankt er an Parkinson.
Er möchte sich zu Tode trinken, aber das gelingt ihm nicht.
Er wird menshenscheu, vergräbt sich in seinen vier Wänden, wird immer zittriger.
Das war zwar ein Farbfilm, aber hinterher hatte ich den Eindruck, einen s/w-Flm gesehen zu haben.
Dein Gedicht ist ähnlich deprimierend.
Haben wir nicht alle Muhammad Ali vor Augen?
Gottseidank unzittrigen Gruß
von
Cyparis