die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: Fridolin am September 23, 2018, 08:57:19
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Goldner Herbst
O Goldner Herbst, du färbst in Zerbst die Hecken,
du, Holdner, gerbst wie jeden Herbst die Zecken.
Aus steiler Höh, wo Wind und Wetter bleichen,
uns Heil ersteh, wenn wir wie Blätter weichen.
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Hi Fridolin!
Das "Zeckengerben" gefällt mir! ;D
gut geschrieben, sogar nach hohen lyrischen Maßgaben!
Bloß Z2: Hast du das "Holdner" bewusst mit "n" drin geschrieben, um es an "goldner" in der Vorzeile anzugleichen? Wenn ja: Also mir wiegt der "Fehler" im Wort hier mehr als die onomatopoetische Angleichung. Zudem finde ich, dass "Holder" durchaus genug phonetische Ähnlichkeit zu "goldner" aufweist - da muss man nicht um jeden Preis noch eins drauflegen. Aber das ist nur meine persönliche Ansicht ... ::) :-\
Sehr gern gelesen! :)
LG, eKy
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Lieber Fridolin!
Lange haben wir nichts Neues von Dir lesen dürfen - dafür bedienen wir uns dann eben im Fundus!
Hier ist es ein überaus kunstvoll gebauter Quadrupelschüttler, dessen Virtuosität wirklich staunenserregend ist. :) Und eKy pflichte ich bei, dass neben der formalen Kunst hier auch noch inhaltliche Tiefe der Auslotung harrt. Ganz wunderbar! :)
Zu eKys Einwand gegen den Holdner: Ich denke, hier ist kein Holder gemeint, dem ein Wort-fremdes n beigegeben wurde, sondern tatsächlich der Holdner, ein etwas altertümlicher Ausdruck für einen Mieter. Und was für ein schönes Bild: Der Herbst, der hienieden auch nur zur Miete wohnt. :)
LG!
S.