die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: Sufnus am Januar 03, 2019, 20:25:54
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Nochmal was älteres, passend zur Winterzeit :)
Harteis-Ortung
Brach starrt das Land.
Der Weg: verweht.
Irrlichtig-wirr
tobt Nordton grob vor
Sturmwut und Unlust
am Klagmal, dass
fegende Schneeheere
klirrwindfingrig sind:
Hochnotsporn! Schorf-
mund nur zum Kundtun.
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Die Wortverschränkung fast auf die Spitze getrieben.
Darauf steh ich.
Hochachtung.
wolfmozart
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Oh, vielen Dank, lieber Wolf! :)
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Nochmal was älteres, passend zur Winterzeit :)
Harteis-Ortung
Das Land starrt brach,
der Weg: verweht.
Irrlichtig-wirr
tobt Nordton grob vor
Sturmwut und Unlust / hier würde ich ein metrisch passendes Wort Wort wählen, je nach Aussage, z.B. ), also Sturmwutwut und Vergehen
am Klagmal, dass
fegende Schneeheere
klirrwindfingrig sind:
Hochnotsporn! Schorf-
mund nur zum Kundtun.
Gefällt mir gut, lieber Sufnus, aber ich würde auch und gerade bei Prosa auf die Metrik achten, die das Werk zusammenhält.
Ich habe es oben mal korrigiert, wie ich es machen würde ( nur en Tipp).
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Hi Agneta!
Vielen lieben Dank für die Anregung! Ich würde das Stückchen nicht als Prosatext verorten, es ist eher als eine Art "vokalische Binnenstabreimdichtung" gedacht - wie man sieht, sind ausschließlich Vokale als klangliches Strukturelement jeder Zeile wirksam, ohne Berücksichtigung der Betonung des Vokals, einige sind "stabhaft" betont, andere sind unbetont. Klanglich soll das dann - so ist die Hoffnung - ziemlich archaisch rüberkommen, man stelle sich einen alten Barden vor, der im Schein von Fackeln und Lagerfeuern in einem altertümlichen Sprechsingsang diese Verse vorträgt... so irgendwie war jedenfalls die Idee dazu... ;)
Grüße!
S.